Industriebrache Apparatebau Rothemühle
Gemeinde startet die Konzeptvergabe

Die prägende Halle 1 sowie das sogenannte Mehrzweckgebäude im Hintergrund sind nur zwei der zahlreichen Gebäude auf dem ehemaligen Balcke-Dürr- bzw. Apparatebau-Rothemühle-Gelände.
  • Die prägende Halle 1 sowie das sogenannte Mehrzweckgebäude im Hintergrund sind nur zwei der zahlreichen Gebäude auf dem ehemaligen Balcke-Dürr- bzw. Apparatebau-Rothemühle-Gelände.
  • Foto: hobö (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz/hobö Wenden/Rothemühle. Die Suche nach einem potenziellen neuen Eigentümer des ehemaligen Balcke-Dürr-Geländes – den meisten besser bekannt als Gelände des ehemaligen Unternehmens Apparatebau Rothemühle – geht in „eine nun vorentscheidende Phase“. So jedenfalls bezeichnet die Gemeinde Wenden in einer aktuellen Pressemitteilung den offiziellen Start der sogenannten Konzeptvergabe. Das im Eigentum der Kommune stehende Areal wird mitsamt der zahlreichen Immobilien dabei zum Verkauf angeboten.

Balcke-Dürr wiederbeleben

Die städtebauliche Zielsetzung der Konzeptvergabe sei „die Wiederbelebung der brachliegenden Fläche Balcke-Dürr“. Die Firma Balcke-Dürr war zuletzt auf dem Areal tätig und hat nach Aufgabe des Standorts Rothemühle die Industriebrache im Jahr 2018 für rund 2 Millionen Euro an die Gemeinde Wenden verkauft. Die nun von der Kommune zu veräußernde Liegenschaft umfasst eine Fläche von ca. 58.000 Quadratmetern, wovon ca. 9100 Quadratmeter auf den ehemaligen Mitarbeiterparkplatz und ca. 49.000 Quadratmeter auf die brachliegenden Gewerbeflächen entfallen. Der Mindestkaufpreis beläuft sich nach Angaben der Gemeinde auf 2,1 Millionen Euro.

Wohnen auf dem ehemaligen Mitarbeiterparkplatz

Den Schwerpunkt der Flächenentwicklung sieht die Gemeinde in der Ansiedlung „von nichtstörendem Kleingewerbe“. Neben dieser Ansiedlung wäre aber auch eine Umnutzung des ehemaligen Mitarbeiter-Parkplatzes zu Wohnzwecken denkbar. Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität könnten Teile der Fläche als Gastronomie-, Kunst- und Kulturstandort sowie der Ausbau von Grün- und Aufenthaltsflächen im Zusammenhang mit der Freilegung der Bigge dienen. Fuß- und Radwegeverbindungen, insbesondere die Anbindung an den interkommunalen Radweg im Osten des Areals, könnten für eine zusätzliche Frequentierung der Fläche sorgen.

Investoren Angebote erstellen

Mit dieser auf Antrag der CDU-Fraktion im Gemeinderat mehrheitlich beschlossenen Konzeptvergabe sollen das Interesse an der Entwicklung der alten Industriefläche geweckt und ein Überblick über den Ablauf des weiteren Verfahrens gegeben werden. Unter Zuhilfenahme eines von der Verwaltung erarbeiteten Exposés sollen interessierte Investoren Angebote zur baulichen Entwicklung und ein damit verbundenes Betriebskonzept erstellen.
Die Konzeptvergabe bringt mit sich, dass die ausgeschriebenen Flächen nicht einfach nach dem höchsten finanziellen Angebot vergeben, sondern die Konzepte der Bewerber verglichen sowie bewertet werden und damit auch ausschlaggebend für die Vergabe sind. Die Folge nach Ansicht der Kommune: „eine höhere Qualität der umgesetzten Projekte – und eine langfristig resiliente Quartiersentwicklung“.

Bei der Konzeptvergabe handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren. In der ersten Stufe zur Teilnahme werden formale, technische, wirtschaftliche und finanzielle Kriterien geprüft. Für maximal fünf ausgewählte Teilnehmer beginnt dann die eigentliche Bearbeitungsphase. Die eingereichten Entwürfe werden von der Jury, bestehend aus dem Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Wenden, geprüft und bewertet. Schließlich wird laut Gemeinde „der Gewinner festgelegt“.
Bewerbungen sind bis zum 27. August möglich. Das komplette Exposé ist auf der Homepage der Gemeinde Wenden (www.wenden.de) einsehbar. Schriftliche Interessensbekundungen mit „aussagekräftigem Finanzierungskonzept“ zu der beschriebenen Grundstücksentwicklung sowie der Nennung eines Kaufpreises sind bis spätestens 27. August dieses Jahres bei der Gemeindeverwaltung Wenden unter Angabe des Aktenzeichens „Konzeptvergabe Balcke-Dürr, Interessensbekundung“ einzureichen.
Vor dem im Mai gefassten Beschluss, eine Konzeptvergabe durchzuführen, hatte sich lediglich ein einziger interessierter Investor gemeldet, besser gesagt ein Duo, bestehend aus Stefan Müller aus Brün und Alexander Czenkusch aus Elben.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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