Gemeindepokal im »neuen Kleid«

Völlig veränderter Spielmodus / Mehr Überraschungen / Kein Unentschieden möglich

hobö Rothemühle. Als besonders innovativ zeigt sich der Sportverein Rothemühle. Als Ausrichter des diesjährigen Fußball-Gemeindepokals für die Seniorenmannschaften aus der Gemeinde Wenden beschreitet der Club völlig neue Wege. Um mehr Spannung und Unterhaltung in die mehrtägige Veranstaltung (vom 26. bis 30. Juli) zu bringen, hat sich der SV Rothemühle einen nie dagewesenen Spielmodus einfallen lassen. Am Mittwochabend stellte der Clubvorstand die Neuerungen vor. Und er erhielt Lob von Lambert Stoll. Als Vorsitzender des Gemeindesportverbands Wenden, der Veranstalter des Turniers ist, betonte Stoll: »Wir haben allen Grund, der Veranstaltung zuversichtlich entgegen zu sehen. Der Ausgang des sportlichen Wettstreits ist nun nicht mehr so berechenbar wie früher. Wir danken dem SV Rothemühle für die geleistete Vorarbeit.«

Lange über Konzept nachgedacht

Im vergangenen Jahr hinterließ das Gemeindepokalturnier einen faden Eindruck. Die Spiele hatten ––auch wegen des frühen Termins am Anfang der Saisonvorbereitung – kaum Klasse. Spannung baute sich ebenfalls selten auf – und letztendlich fanden diese Komponenten ihre Wirkung in geringen Zuschauerzahlen. Auch die Vereine und Spieler schienen ob des Turnierverlaufs unzufrieden. »Wir wollten als Ausrichter in diesem Jahr mehr Attraktivität erreichen«, betonte gestern Heinz Brüser, Geschäftsführer des SV Rothemühle. Daher habe man lange darüber gegrübelt, wie man dieses Ziel erreichen könne. Zunächst legte man Ende des vergangenen Jahres eine Ideensammlung vor und verfeinerte die Vorstellungen nunmehr zu einem Konzept, das sofort die Zustimmung des Gemeindesportverbandes erhielt.

Bislang gab es in der Vorrunde Gruppenspiele, in denen sich fast ausnahmslos die favorisierten Teams aus den höheren Ligen erwartungsgemäß durchsetzten. Überraschungen waren selten. Das soll sich nun ändern. Der neue Turniermodus besteht aus verschiedenen Elementen. In der ersten Spielrunde finden insgesamt fünf Spiele statt. Sie wurden bereits am 30. November in einer Sitzung des Gemeindesportverbandes ausgelost: SV Rothemühle - SV Ottfingen (Spiel1), FC Altenhof - VSV Wenden (Spiel 2), SV Brün - »Rot-Weiß« Hünsborn (Spiel 3), »Blau-Weiß« Hillmicke - FSV Gerlingen (Spiel 4) und »Grün-Weiß« Elben - FC »Sportfreunde« Möllmicke (Spiel 5).

In zweiter Runde zählt nur ein Sieg

In der zweiten Spielrunde spielen jeweils die Gewinner gegen die Verlierer aus Runde1. Sieger Spiel 2 - Verlierer Spiel 4; Sieger Spiel 3 - Verlierer Spiel 2; Sieger Spiel 1 - Verlierer Spiel 5, Sieger Spiel 5 - Verlierer Spiel 1 sowie Sieger Spiel 4 - Verlierer Spiel 3. Das Neue: Die zweite Runde ist eine K.O.-Runde. Nur wer dieses Spiel gewinnt, kommt im Turnier weiter. Für den Verlierer der zweiten Runde ist das Turnier beendet.

Nach Abschluss der zweiten Spielrunde wird nur von den Siegern (fünf Mannschaften) eine Tabelle erstellt, in die sowohl das Punkt- als auch das Torverhältnis von der ersten und zweiten Runde einfließen. Die Auswertung bedeutet die Platzierung in der Tabelle.

Besonderes »Viertelfinale«

Da das Turnier aber nur mit vier Mannschaften weitergeführt werden kann, wird in einem »Viertelfinale« zwischen den viert- und fünftplatzierten Mannschaften am Samstagabend ein Entscheidungsspiel (2x15 Minuten) ausgetragen. Die dann verbleibenden vier Teams tragen an dem Turniersonntag über Kreuz die Halbfinale aus. Die Sieger erreichen das Finale. Die Verlierer ermitteln in einem Elfmeterschießen den Dritt- und Viertplatzierten. Alle Spiele müssen mit einem Sieger abgeschlossen werden. Steht nach der normalen Spielzeit (2x30 Minuten) kein Sieger fest, erfolgt sofort ein Elfmeterschießen.

Gewissheit erst Samstagabend

Zusammengefasst heißt das: Nur die Sieger der zweiten Runde kommen weiter, nehmen aber das Ergebnis der ersten Runde in die Tabelle mit; erst am Samstagabend steht fest, welche Mannschaften noch im Turnier sind und am Sonntag spielen werden; erst am Samstagabend wissen die Teams, gegen wen sie am Sonntag spielen werden.

Von sportlicher Seite attraktiver

»Wir glauben, dass wir mit diesem Modus für mehr Spannung sowie Unwissenheit über den weiteren Turnierverlauf und den nächsten Gegner gesorgt haben, um so das Turnier von der sportlichen Seite attraktiver zu gestalten«, erklärte Heinz Brüser. Da die meisten Mannschaften Ende Juli bereits mehrere Wochen in der Saisonvorbereitung stecken und zudem ihre Neuzugänge einsetzen dürfen, ist zudem mit besserem Fußball zu rechnen als in den Vorjahren. Außerdem hofft der ausrichtende Club natürlich, dass die derzeit von der Fußball-WM ausgelöste Welle der Euphorie bis in das hiesige Turnier durchschlägt. Zusätzlich möchte der Sportverein Rothemühle mit einem interessanten Rahmenprogramm und interessanten Preise für gute Unterhaltung sorgen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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