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„Junge Leute wollen jetzt bauen, nicht in fünf Jahren“
Gemeinderat drückt bei Baulandentwicklung aufs Tempo

Hier geht der Traum vom Eigenheim zurzeit in Erfüllung. Solch einen Anblick wünschen sich mehr als 300 Bewerber auf ein Baugrundstück, die bei der Gemeinde Wenden derzeit registriert sind.
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  • Hier geht der Traum vom Eigenheim zurzeit in Erfüllung. Solch einen Anblick wünschen sich mehr als 300 Bewerber auf ein Baugrundstück, die bei der Gemeinde Wenden derzeit registriert sind.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

hobö Wenden. „Die vielgelobten Heider Bürger stehen perspektivlos da“ titelte die Siegener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 4. März. In dem Bericht ging es darum, wie sich die Wendener Gemeindeverwaltung den Zeitplan für die Baulandentwicklung in den kleineren Orten der Kommune vorstellt. Hiermit will sich der Gemeinderat aber nicht zufriedengeben – besser gesagt die CDU und UWG, die gemeinsam Zusatzanträge der Christdemokraten (bei Enthaltung von SPD und Grünen sowie einer Gegenstimme) beschlossen. Sie haben eines zum Ziel: ein höheres Tempo bei der Baulanderschließung.

Das traf in der Ratssitzung und der vorgeschalteten Beratung im Bau- und Planungsausschuss auf erbitterten Widerstand der Verwaltung.

hobö Wenden. „Die vielgelobten Heider Bürger stehen perspektivlos da“ titelte die Siegener Zeitung in ihrer Ausgabe vom 4. März. In dem Bericht ging es darum, wie sich die Wendener Gemeindeverwaltung den Zeitplan für die Baulandentwicklung in den kleineren Orten der Kommune vorstellt. Hiermit will sich der Gemeinderat aber nicht zufriedengeben – besser gesagt die CDU und UWG, die gemeinsam Zusatzanträge der Christdemokraten (bei Enthaltung von SPD und Grünen sowie einer Gegenstimme) beschlossen. Sie haben eines zum Ziel: ein höheres Tempo bei der Baulanderschließung.

Das traf in der Ratssitzung und der vorgeschalteten Beratung im Bau- und Planungsausschuss auf erbitterten Widerstand der Verwaltung. Im Kern aber dürften die Änderungen die Bauwilligen in den Ortschaften Elben, Rothemühle, Schönau und Altenhof sowie insbesondere in Heid erfreuen.

Vermarktung von 2025 bis 2027

Die Verwaltung schlug dem Rat eigentlich vor, zunächst Bauland in den größeren Ortschaften Wenden, Hünsborn, Gerlingen und Ottfingen zu entwickeln, ehe dann Elben, Rothemühle, Schönau und Altenhof an die Reihe kommen sollten. Eine Vermarktung der Baugrundstücke, so der Plan im Rathaus, könnte in diesen Dörfern in den Jahren 2025 bis 2027 erfolgen. Und da die Grundstücke auf der in Heid anvisierten Fläche wider Erwarten von der Gemeinde nicht zu erwerben sind, taucht die Ortschaft in der „zeitlichen Abfolge“ der Verwaltung gar nicht mehr mit einer konkreten Planung auf.

Politik will mehr Baugebiete in gleicher Zeit

Auf Antrag der CDU entschied der Rat nun mit den Stimmen der Christdemokraten und der UWG gegen den Verwaltungsvorschlag. Die Flächenentwicklung in den Ortsteilen Elben, Rothemühle, Altenhof, Schönau und Heid „muss kurzfristiger erfolgen“, heißt es in dem geänderten Beschluss. Je nach Gegebenheiten und Bedarfen sollen Satzungserweiterungen zusätzliches Bauland schaffen. Unter Einbindung der örtlichen Ratsvertreter sollen diese Satzungserweiterungen „parallel zu den Planungsverfahren in den größeren Ortschaften“ erstellt werden. Sprich: unverzüglich.
Außerdem enthält der neue Beschluss folgenden Passus: „In Heid wird intensiv nach einer Alternative zur Flächenentwicklung gesucht. Die örtlichen Ratsvertreter werden in diesen Prozess eingebunden.“

Nachfrage ist ungebrochen

Die Nachfrage nach Bauland in der Gemeinde Wenden ist ungebrochen hoch bzw. womöglich höher als je zuvor. Auf der im Rathaus geführten Warteliste auf einen Bauplatz stehen insgesamt weit mehr als 300 Bewerber. Für Altenhof (1286 Einwohner) sind es acht Bewerber, für Elben (483) zwölf, für Rothemühle (774) zwölf, für Schönau (1307) 21 und für Heid (554 Einwohner) 16 Bewerber.
CDU-Ratsherr Christian Stock betonte, dass für junge Leute das Bauen eines eigenen Hauses „elementar“ sei. „Und die wollen nicht in fünf Jahren bauen, sondern jetzt. Viele hätten schon gerne vor Jahren angefangen.“ Für die nachhaltige Entwicklung der kleineren Ortschaften seien Baugrundstücke sehr wichtig, damit die jungen Familien dort blieben. Dies mache nicht nur die glücklich, sondern garantiere auch den Fortbestand der Vereine, die für das Leben in der Gemeinde von enormer Bedeutung seien.

Hier geht der Traum vom Eigenheim zurzeit in Erfüllung. Solch einen Anblick wünschen sich mehr als 300 Bewerber auf ein Baugrundstück, die bei der Gemeinde Wenden derzeit registriert sind.
Diese zeitliche Abfolge schlug die Gemeindeverwaltung vor. Auf Antrag der CDU entschied der Rat nun mehrheitlich, dass die Entwicklung der Baugebiete in den kleineren Orten parallel zu jenen in den größeren Siedlungsbereichen erfolgen soll.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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