Gemeinsam 50 bewegte und glückliche Jahre erlebt

Eheleute Tonis und Anni Clemens feiern goldene Hochzeit

hobö Hünsborn. Das Fest der goldenen Hochzeit feiern am bevorstehenden Montag die Eheleute Tonis und Anni Clemens aus Hünsborn. Ein Anlass, der das Ehepaar im Gespräch mit der SZ zu einem Rückblick auf ein bewegtes und glückliches Leben veranlasste. Im Familien- und Freundeskreis sowie mit Weggefährten aus dem beruflichen und ehrenamtlichen Wirken möchte das Ehepaar am Montag den Festtag begehen. Zu den ersten Gratulanten zählen die drei Kinder Gudrun, Angelika und Bernward sowie die sechs Enkelkinder.

Jugendliebe noch heute Bestand

»Wir haben unsere Jugendliebe bis heute fortgeführt«, freut sich das Ehepaar. Tonis Clemens und Anni (geborene Schneider) kommen beide gebürtig aus Hünsborn und lernten sich dort kennen. Nach acht Jahren der Freundschaft schritten sie am 25. September 1956 vor den Traualtar in der St.-Kunibertus-Pfarrkirche zu Hünsborn. Direkt im Anschluss zog das frisch vermählte Paar in das eigene, neu erbaute Haus am Südring 20 (früher: In der Delle), wo Tonis und Anni Clemens nach wie vor leben.

»Wir hatten ein sehr bewegtes Leben, und ohne das Verständnis und die Hilfsbereitschaft meiner Frau hätte ich nie geschafft, in den verschiedenen Funktionen tätig zu sein«, lobt Tonis Clemens die Solidarität seiner Ehefrau. In der Tat hat der Hünsborner in zahlreichen Funktionen nachhaltig gewirkt.

Betriebsratsvorsitzender bei Hoesch

Untrennbar verbunden ist mit dem Namen Tonis Clemens der Erhalt Hoesch-Werke Siegerland. Von 1968 bis 1990 war der Hünsborner Betriebsratsvorsitzender zunächst der Hüttenwerke Siegerland und später bei den Hoesch-Werke Siegerland. Von 1969 bis 1990 gehörte er ferner Aufsichtsräten, dabei auch dem Gesamtaufsichtsrat des Hoesch-Konzerns an. Als die Schließung der Standorte in Eichen und Ferndorf Ende der 80er Jahre mit seinerzeit rund 3000 Mitarbeitern drohte, hatte Clemens durch seinen Einfluss und seine besonders gute Beziehung zu dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des Hoesch-Konzerns, Dr. Detlev Carsten Rohwedder, der 1990 erster Präsident der Treuhandanstalt und 1991 in seinem Privathaus erschossen wurde, maßgeblichen Anteil daran, dass die Standorte, die heute wieder gut dastehen, erhalten blieben. Das Besondere war damals, dass Clemens als CDU-Mitglied im »roten« Siegerland als Gewerkschaftler erfolgreich war.

Blüm überreichte Bundesverdienstkreuz

Auch aufgrund seiner Verdienste für die vielen Arbeitnehmer im Sieger- und Sauerland bekam Clemens 1986 in Bonn vom damaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm das Bundesverdienstkreuz überreicht. Immer in Erinnerung bleiben wird dem Ehepaar Clemens auch die Einladung von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, der Tonis Clemens bat, als Arbeitnehmervertreter bei einer Friedens-Demonstration in Bonn zu reden. Eine Bonner Zeitung schrieb damals, dass der Hünsborner als einziger rauschenden Beifall der mehr als 110000 Demonstranten erhielt.

Ehrenvorsitzender von »Rot-Weiß«

Aber auch in anderen Bereichen war Clemens tätig. So wirkte er 30 Jahre im Vorstand und davon 15 Jahre als Vorsitzender im Sportverein »Rot-Weiß« Hünsborn aktiv mit. Heute ist er Ehrenvorsitzender des Vereins, für den »mein Herzblut schlägt«.

CDU-Fraktionschef in Wenden

Auch in der Kommunalpolitik hinterließ Tonis Clemens deutliche Spuren. Insgesamt 20 Jahre arbeitete er in der Amtsvertretung und später im Gemeinderat Wenden mit. Von 1994 bis 1999 war er Vorsitzender der CDU-Mehrheitsfraktion im Rat der Gemeinde Wenden. Überdies führt er jahrelang den CDU-Gemeindeverband Wenden als Vorsitzender.

Die heute 75-jährige Anni Clemens und ihr 77-jähriger Ehemann Tonis nehmen dank guter Gesundheit nach wie vor rege am Dorfgeschehen teil. Beide sind in mehreren Vereinen Mitglied. Kartenspiele, Seniorentanz und andere gemeinsame Aktivitäten mit Freunden und der Familie sind regelmäßige Aktivitäten.

Dankgottesdienst am Montag

Am Montag findet anlässlich der goldenen Hochzeit der Eheleute Clemens ab 17 Uhr ein Dankgottesdienst in der Pfarrkirche Hünsborn statt. Danach wird in der Gaststätte »Zu den Dreikönigen« gefeiert. Auf den Einladungskarten stehen Zeilen, die, so Anni Clemens, als Leitspruch der gemeinsamen Ehejahre gelten könnten: »Gottes Gegenwart gebraucht, seine Nähe gespürt, nicht immer leicht – das Leben, aber ein zufriedenes Leben.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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