SZ

Vorschlag von Babsi Brüser aus Altenhof
Gemeinsames Singen an Heiligabend um 20 Uhr

„Stille Nacht, heilige Nacht“ gilt als das bekannteste Weihnachtslied weltweit. Den Text findet man nicht nur in kirchlichen Gesangsbüchern, wie hier in einem „Gotteslob“ aus den 1970er-Jahren. Nun erging der Wunsch, dass Heiligabend möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Lied vor ihren Haustüren, auf Terrassen oder auf einem Balkon singen.
  • „Stille Nacht, heilige Nacht“ gilt als das bekannteste Weihnachtslied weltweit. Den Text findet man nicht nur in kirchlichen Gesangsbüchern, wie hier in einem „Gotteslob“ aus den 1970er-Jahren. Nun erging der Wunsch, dass Heiligabend möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Lied vor ihren Haustüren, auf Terrassen oder auf einem Balkon singen.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Altenhof/Wenden. Die bevorstehenden Weihnachtstage werden bei den meisten Menschen anders verlaufen als in der jüngeren Vergangenheit. Viele Familien haben ihre Zusammenkünfte gänzlich gecancelt oder treffen sich in kleineren Runden als noch vor Jahresfrist.
Dem ein oder anderen mag diese Eingrenzung des weihnachtlichen Miteinanders womöglich gefallen, aber für das Gros der Bürger – egal ob jung oder alt – dürften die Festtage im Schatten des vermaledeiten Coronavirus Trübsal mit sich bringen. Es fehlt das Gemeinschaftsgefühl, die Nähe zu den Liebsten.
"Stille Nacht, heilige Nacht" singen
Und hier könnte ein in die Heimat getragener Vorschlag von Babsi Brüser aus Altenhof zumindest einen Freudenschimmer am Heiligen Abend bringen.

hobö Altenhof/Wenden. Die bevorstehenden Weihnachtstage werden bei den meisten Menschen anders verlaufen als in der jüngeren Vergangenheit. Viele Familien haben ihre Zusammenkünfte gänzlich gecancelt oder treffen sich in kleineren Runden als noch vor Jahresfrist.
Dem ein oder anderen mag diese Eingrenzung des weihnachtlichen Miteinanders womöglich gefallen, aber für das Gros der Bürger – egal ob jung oder alt – dürften die Festtage im Schatten des vermaledeiten Coronavirus Trübsal mit sich bringen. Es fehlt das Gemeinschaftsgefühl, die Nähe zu den Liebsten.

"Stille Nacht, heilige Nacht" singen

Und hier könnte ein in die Heimat getragener Vorschlag von Babsi Brüser aus Altenhof zumindest einen Freudenschimmer am Heiligen Abend bringen. Sie startete in sozialen Medien einen Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger ihres Heimatdorfs: „Hallo, liebe Altenhofer. Jetzt, da es mit riesigen Schritten auf Weihnachten zugeht und wir – so wie es aussieht – alle alleine mit unseren Familien und Mitbewohnern zu Hause bleiben müssen, wäre es doch schön, wenn wir alle zusammen Heiligabend um 20 Uhr vor unseren Häusern ,Stille Nacht, heilige Nacht’ singen würden. Gebt dieses doch bitte an alle weiter, die Ihr hier in Altenhof kennt. Das Startsignal ist der letzte Glockenschlag um 20 Uhr.“
Die Resonanz auf diesen Aufruf ist beachtlich. „Welch schöne Idee“, „toll“, „super“, „wunderschön“ – die Reaktionen sind ausnahmslos positiv. So beispielsweise auch bei Facebook, wo zugleich der Wunsch geäußert wird, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen. Zudem gehen Apelle an Musiker im Ort, den Gesang mit Instrumenten zu begleiten.

Haustür, Balkon oder Terrasse

Deutschlandweit gibt es ähnliche Initiativen, und immer mehr Menschen wünschen sich, dass „Stille Nacht, heilige Nacht“ auch von den Einwohnern ihres Heimatortes gesungen wird.
Wie die SZ erfuhr, gibt es jedenfalls in mehreren Ortschaften im Wendener Land bereits gleichlautende Appelle, sich vor die eigene Haustür, auf den Balkon oder die Terrasse zu begeben, um gegen 20 Uhr das weltweit wohl bekannteste Weihnachtslied in den Heiligen Abend zu singen.
Natürlich sind hierbei auch die Regeln in der ab 18. Dezember in NRW gültigen Fassung der Corona-Schutzverordnung zu beachten. Unter § 8 werden zwar „Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Kinos und anderen öffentlichen oder privaten (Kultur-)Einrichtungen“ untersagt. Von Gesang am eigenen Balkon, auf der Terrasse oder unmittelbar vor der Haustür ist hier jedoch nicht die Rede. Gleichwohl soll und darf es im Kontext der Aktion nicht etwa zu Zusammenkünften kommen, die der Verordnung und dem gesunden Menschenverstand entgegenstehen.

"Wohliges Gefühl der Verbundenheit"

Das ist auch von Babsi Brüser nicht beabsichtigt. Vielmehr solle der Moment des Gesangs als Ausdruck und zum Genuss des Gemeinschaftsgefühls und der Solidarität untereinander dienen. Im Gespräch mit der SZ unterstrich sie, dass es doch toll wäre, wenn viele mitmachen würden. Das könnte für ein wohliges Gefühl der Verbundenheit mitsamt Gänsehaut sorgen. Denn speziell das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ gehört hierzulande vermutlich in jeder Familie zum Weihnachtsbrauch. Es wurde am 24. Dezember 1818 in einer römisch-katholischen Kirche in Oberndorf bei Salzburg mit einer Melodie von Franz Xaver Gruber und dem Text von Joseph Mohr erstmals aufgeführt. Von hier aus verbreitete sich das Lied. Laut Wikipedia wurde der deutsche Liedtext in 320 Sprachen und Dialekte übersetzt.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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