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„Geselligkeit statt Tristesse”

Baumaschinen und allerlei Steinmaterial sind derzeit ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Gestaltung des „Rummelbachplatzes“ in Wenden nun in die entscheidende Phase gelangt ist.  Foto: hobö
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  • Baumaschinen und allerlei Steinmaterial sind derzeit ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Gestaltung des „Rummelbachplatzes“ in Wenden nun in die entscheidende Phase gelangt ist. Foto: hobö
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hobö Wenden. Hier soll mal richtig Rummel herrschen, auf dem neuen „Rummelbachplatz“ im Schatten der St.-Severinus-Kirche in Wenden. Aus besagtem Rummel bezieht der neue Dorfplatz seinen Namen übrigens nicht, sondern vom angrenzenden Gewässer, dem Rummelbach.

Im Februar vergangenen Jahres hatte der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Wenden einstimmig beschlossen, den „Rummelbachplatz“ sozusagen zum Leben zu erwecken. Nun hat die Gestaltung des Areals begonnen. Und wenn das Witterung mitspielt, so Markus Hohmann, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung im Wendener Rathaus, könne das Gelände bereits im Februar fertiggestellt sein.

hobö Wenden. Hier soll mal richtig Rummel herrschen, auf dem neuen „Rummelbachplatz“ im Schatten der St.-Severinus-Kirche in Wenden. Aus besagtem Rummel bezieht der neue Dorfplatz seinen Namen übrigens nicht, sondern vom angrenzenden Gewässer, dem Rummelbach.

Im Februar vergangenen Jahres hatte der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Wenden einstimmig beschlossen, den „Rummelbachplatz“ sozusagen zum Leben zu erwecken. Nun hat die Gestaltung des Areals begonnen. Und wenn das Witterung mitspielt, so Markus Hohmann, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung im Wendener Rathaus, könne das Gelände bereits im Februar fertiggestellt sein.

Vor dem Beschluss hatten Verwaltung und Politik häufiger über die Gestaltung des Grundstücks an der Ecke Hauptstraße (L 714)/Hünsborner Straße (L 905) beraten. Letztlich fasste Garten- und Landschaftsarchitekt Joachim Sondermann aus Olpe die Gedanken in einer Ausbauplanung zusammen. „Das ist ein tolles Konzept, das wird ein sehr attraktiver Dorfplatz“, lobte beispielsweise Elmar Holterhof, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, in der entscheidenden Sitzung des Bauausschusses. Wie mehrfach berichtet, hat die Gemeinde vor etlichen Jahren das besagte Grundstück gekauft und das darauf stehende, marode Haus abgerissen. Seither lag die Wiesenfläche brach.

Auf Initiative von Ulrich Heinrich (UWG) hatten die Wendener Ratsmitglieder aller Fraktionen im Juli 2016 Bürgermeister Bernd Clemens die Umgestaltung der gemeindeeigenen Wiese unter dem Leitmotiv „Geselligkeit statt Tristesse” vorgeschlagen.

In jüngerer Vergangenheit wurde das Areal ausschließlich während der Wendener Kirmes vom Lebensmittel-Unternehmen Friedhelm Dornseifer als große Imbiss-Fläche genutzt. Das soll auch nach der Neugestaltung möglich sein, was natürlich Einfluss auf die Planung von Joachim Sondermann hatte. „Wir müssen alles stabil und befahrbar machen“, so der Landschaftsarchitekt. Das Mobiliar sei insofern flexibel einzurichten, so dass es zur Kirmes auch entfernt werden könne.

Der Vorschlag, eine Brücke über den Rummelbach vom Wiesengelände zum Vorplatz der Eisdiele an der Hauptstraße anzulegen, fand in der Ausbauplanung keinen Eingang. Eine solche Brücke hält man im Rathaus für zu teuer.

Realisiert wird derweil eine 15 x 4 Meter große Boulebahn, die sogar für offizielle Wettbewerbe geeignet wäre. Ein Sandkasten, ein Trampolin sowie Sitzplätze unter Sonnensegeln sind ebenso eingeplant. Zentrales Thema wird die Einbindung des Rummelbachs sein. Der Bachlauf wird in zwei Bereichen aufgeweitet und das Ufer mit heimischen Findlingen etagiert, um an dem Gewässer spielen zu können. Als „hochattraktives Element“ bezeichnet Sondermann die Archimedische Spirale, die Wasser aus einer noch anzulegenden Betonwanne im Bach emporfördert. Von dort fließt das Wasser über Steine zurück in den Bach.

Zur Hünsborner Straße soll der gesamte „Rummelbachplatz“ mit Zaun und Hecke abgeschirmt werden. Zur Hauptstraße indes wird der Zaun unterbrochen, um das Gelände für Jung und Alt zugänglich zu machen.

Die vor der Beschlussfassung errechneten Baukosten zum Umbau des Platzes betragen rund 114 000 Euro. Der bereits bewilligte Zuschuss des Landes beläuft sich auf 90 Prozent der Baukosten, somit 103 000 Euro.

Baumaschinen und allerlei Steinmaterial sind derzeit ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Gestaltung des „Rummelbachplatzes“ in Wenden nun in die entscheidende Phase gelangt ist.  Foto: hobö
So sieht der Gestaltungsplan für den „Rummelbachplatz“ des Büros Sondermann aus. Rechts ist der Bach zu erkennen, unten rechts die Steinterrassen samt Wasserspirale, Sandkasten und Sitzmöglichkeiten. Die gelbliche Flächen sind Wege, die graue Fläche stellt die Boulebahn dar und direkt daneben sind Sitzgarnituren unter Sonnensegeln vorgesehen. Das blaue Rechteck unten links bildet ein Trampolin ab. Ganz oben ist die Öffnung zur Hauptstraße erkennbar, von wo aus die Eisdiele zu erreichen ist. Hinzu kommen allerlei Bäume und Gehölze.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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