Großer Erfolg für Jagdhornbläser

Gemeinde würdigte Leistung bei Landeswettbewerb / Feierstunde mit Scheckübergabe

hobö Wenden. Fast ein wenig zu vorsichtig agierte die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Wenden im Vorfeld des Landeswettbewerbs im Jagdhornblasen im Juni auf Schloss Moyland. Da man lange nicht mehr an einem solchen Wettstreit teilgenommen hatte, entschieden sich die Wendener Bläser für die Teilnahme in der Gruppe B. Dort glänzten die Musiker aber derart, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach auch in der Gruppe A ––also der höchsten Klasse – erfolgreich gewesen wären. Gleichwohl wissen die Jagdhornbläser auch das bemerkenswerte Abschneiden in der Gruppe B zu schätzen – wie auch die Gemeinde Wenden. Die lud die Gruppe nämlich für Dienstag zu einer kleinen Feierstunde ein, um den Erfolg zu würdigen und zu honorieren.

Die Gemeinde lädt seit geraumer Zeit Kultur- oder Sportvereine ein, die auf überregionaler Ebene herausragende Leistungen erbracht haben. Die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Wenden war gestern erstmals Nutznießer dieses »Brauchtums«. Sie hatte am 10. Juni als einziger Vertreter aus dem Kreis Olpe am 25. Landeswettbewerb im Jagdhornblasen auf Schloss Moyland in Kleve teilgenommen. Die 17 Jagdhornbläser unter der Leitung von Klaus Blattner überzeugten die Wertungsrichter und errangen die silberne Hornfesselspange. Diese erhält, wem die Jury mindestens 575 Punkte vergibt. Die Wendener erreichten aber gar 778 Punkte und übertrafen das Soll um mehr als 35 Prozent. Bei dem Wettbewerb wurden der Jury Jagdsignale von 36 Gruppen des gesamten Landes NRW vorgetragen. Die Jäger orientieren sich auch heute noch während der Jagd an den Jagdsignalen. Dieser Tradition widmet sich auch die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Wenden. Zum Abschluss der Jagd wird dem Wild mit dem für jede Wildart individuellen Todsignal die letzte Ehre erwiesen.

Die Jagdhornbläsergruppe im Hegering Wenden wurde 1960 gegründet und hat derzeit 19 Mitglieder. Alle sind Jäger, der Besitz des Jagdscheines ist Voraussetzung für die Aufnahme in das Bläsercorps. Bei dem Wettbewerb in Kleve war der jüngste Teilnehmer der Wendener Bläser 21 und der älteste 74 Jahre alt.

Die Gruppe sei stets präsent, wenn etwas im Wendener Land anstehe, lobte Bürgermeister Peter Brüser. Der musikalische Erfolg komme nicht von ungefähr. Ausdauerndes Proben sei notwendig gewesen, um den »grandiosen Erfolg« beim Landeswettbewerb zu erzielen. Brüser überreichte Manfred Koch, Vorsitzender der Jagdhornbläsergruppe, als »besondere Honorierung der besonderen Leistung und als Dankeschön für die ehrenamtliche Leistung« einen Scheck im Wert von 250e.

Bis 1988 hatte die Bläsergruppe schon häufiger an Wettbewerben teilgenommen und auch Erfolge erzielt, danach schlief diese Tradition aber ein. Nunmehr aber wollen sich die Jagdhornbläser aus der Gemeinde Wenden regelmäßig einer Jury-Bewertung unterziehen. Und bei der nächsten Teilnahme am Landeswettbewerb wollen die Jäger in der LeistungsgruppeA antreten.

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