Harz begeisterte die Rothemühler

Jahresausflug des Heimatvereins führte nach Quedlinburg und Goslar

Rothemühle. Ein umfangreiches Besichtigungsprogramm erwartete 60 Teilnehmer anlässlich des Jahresausflugs des Heimatvereins Rothemühle, der diesmal in den Harz führte. Vom Bahnhof »Drei Annen Hohne« aus ging es zunächst mit der historischen Harzer Schmalspurbahn hinauf bis zum Brockenbahnhof, entlang vielfältiger Felsformationen und Hochmoore.

Wolkenverhangen und der Brocken selbst im tiefen Nebel, wagten nur Unentwegte den Weg zum Gipfel hinauf, während die meisten die Wirtsstube des Brockenwirts bevorzugten. Eisenbahnerfreunde unter den Teilnehmern hatten jedoch ihre helle Freude an den fauchenden und rauchenden Dampflokomotiven.

Beeindruckend fanden die Teilnehmer die Führung durch die mittelalterlichen Gassen von Quedlinburg mit seinen liebevoll restaurierten und denkmalgeschützten Fachwerkhäusern, wobei der Marktplatz mit dem Rathaus und seiner Renaissancefassade besonders hervorsticht. Goslar, die geschichtsträchtige Fachwerkstadt, die wie Quedlinburg zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, war ein weiterer Höhepunkt der Besuchsreise, bei der zunächst die Kaiserpfalz mit den davorstehenden Reiterstandbildern des Kaisers Barbarossa und Wilhelm I. beeindruckten.

Überall beim Stadtbummel begleiteten die Rothemühler die uralten Fachwerkhäuser, konzentriert besonders rund um den Marktplatz, auf dem mittags um 12 Uhr unzählige Touristen das Glockenspiel erwarteten, dessen Figuren den »Rammelsberger Erzbergbau« darstellen. Die Besichtigung dieses erst 1988 stillgelegten Bergwerks mit seinen vollkommen erhaltenen technischen Anlagen machte die 1000-jährige Bergbau- und Kulturgeschichte begreifbar. Zu Fuß oder mit der originalen Grubenbahn ging es unter sachkundiger Führung tief in den Berg hinein, um Abbau- und Fördertechnik zu demonstrieren. Beeindruckend die ganze Anlage, als ob dort gestern noch eine Schicht gefahren worden sei, so jedenfalls auch der Eindruck in der Waschkaue mit den unter der Decke hängenden Kleidungsstücken der Bergleute. Die Reise bot eine Fülle von Erlebnissen und Eindrücken, vor allem auch in den Städten und Dörfern, wo laut Pressemitteilung neben großzügigen Sanierungen auch vielfach die Wunden der DDR-Vergangenheit offenkundig wurden.

Trotz der Fülle des Programms kam die Geselligkeit nicht zu kurz, so zum Beispiel in Quedlinburg in der nach der Wende wieder erstandenen kleinen Privatbrauerei, die ausschließlich für ihren Ausschank unter anderem ein süffiges Spezialbier braut. Vorbereitet und bestens organisiert wurde die Reise diesmal von der jungen Generation des Vereins, während für das opulente Frühstücksbüffet – auf einem Autobahnrastplatz am ersten Reisetag aufgebaut – vorwiegend die Damen des Vereins verantwortlich zeichneten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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