Haus soll Dorfplatz weichen

Kirche kaufte Gebäude mit Hilfe der Gemeinde / Bürger werden um Spenden gebeten

hobö Hünsborn. Nachdem mit Hilfe der Gemeinde Wenden vor wenigen Monaten zwei Häuser an der Einmündung Wendener/Siegener Straße in Hünsborn gekauft und abgerissen worden sind (die SZ berichtete), verschwindet sehr bald ein weiteres prägendes Haus aus dem Ortsbild. Das Gebäude an der Siegener Straße, in dem bis vor knapp eineinhalb Jahren ein »Coop«-Geschäft betrieben wurde, ist von der örtlichen Kirchengemeinde gekauft worden. Nun soll das leer stehende Haus abgerissen und an gleicher Stelle ein Dorfplatz erstellt werden.

Seit geraumer Zeit stand das Gebäude nach Informationen der SZ zum Verkauf. Viele Bürger Hünsborns, allen voran Ortsvorsteher Alois Arns, befürchteten, dass nach dem Verkauf eine nicht gewollte Veränderung Einzug halten könnte. Denn über das zu dem Haus gehörende Grundstück führt eine Straße aus der Ortsmitte zur St.-Kunibertus-Kirche. Vor allem Fußgänger, aber auch Pkw-Fahrer nutzen die Zuwegung zum Gotteshaus seit vielen Jahren intensiv. Nicht zuletzt der Kirchenvorstand befürchtete, dass der Weg von einem neuen Besitzer künftig für die Gläubigen versperrt werden könnte.

Um diese Entwicklung zu verhindern, griffen jetzt die Katholische Kirche und die politische Gemeinde Wenden in ihre Kassen. Nach SZ-Informationen steuerte die Kirche 115000e und die Wendener Kommune 65000e zum Kauf der 225000e teuren Immobilie bei.

Es bedarf nicht allzu großer Rechenkunst, um zu erkennen, dass die Gelder von Kirche und Gemeinde nicht ausreichen, den Kaufpreis sowie die Kosten für die Neugestaltung des Geländes abzudecken. Daher werden nun die Hünsborner Bürger gebeten, sich an dem Erwerb, dem Gebäudeabriss und der Neugestaltung des Platzes finanziell zu beteiligen.

In diesem Zusammenhang, das teilte gestern der Kirchenvorstand der St.-Kunibertus-Gemeinde mit, würden Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins und der örtlichen Vereine in Kürze die Hünsborner Haushalte aufsuchen und finanzielle Unterstützung erbitten. Bezüglich der Gestaltung des künftigen Dorfplatzes würden Vorschläge und Ideen gerne angenommen.

Die Gemeinde Wenden verknüpfte ihre finanzielle Beteiligung übrigens an die Verpflichtung, dass auf dem Areal mindestens zehn Parkplätze geschaffen werden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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