Suche nach Bauplätzen prägt Bürgerversammlung
Heid verliert Einwohner und altert stärker

Östlich der bestehenden Bebauung an der Ritter-von-Heid-Straße in Heid könnten neue Bauplätze für Heid entstehen. 20 Bewerber stehen auf der Warteliste.
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  • Östlich der bestehenden Bebauung an der Ritter-von-Heid-Straße in Heid könnten neue Bauplätze für Heid entstehen. 20 Bewerber stehen auf der Warteliste.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Heid/Trömbach. Die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde Wenden ist sehr groß. Während derzeit in vielen Orten im Wendener Land Baugebiete geschaffen oder verlässlich geplant sind, sieht das für das hochdekorierte Dorf Heid nicht gut aus. Das im nun genehmigten neuen Flächennutzungsplan ausgewiesene Areal zur Baulandentwicklung ist wider Erwarten nicht verfügbar. Die Eigentümer verkaufen nicht. Und so spielte das Thema Bauplätze ein zentrales Thema in der Bürgerversammlung für Heid und Trömbach.
Ortsvorsteher Stefan Weber begrüßte am Dienstagabend die rund 30 Besucher im Dorfgemeinschaftshaus und wies umgehend auf die negative Entwicklung fehlender Bauplätze hin. In der bis dato letzten Versammlung am 23. Oktober 2018 sei noch ein neues Baugebiet in Aussicht gestellt worden.

Weniger Einwohner in Heid

Die Befürchtung, dass junge Familien das Dorf verlassen, das 2013 im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Silber und 2012 Landesgold erhalten hat, bekam zusätzliche Nahrung, als Bürgermeister Bernd Clemens die Einwohnerentwicklung darlegte. Wohnten 2017 noch 589 Einwohner in Heid, waren es 2020 (jeweils Stand 31. Dezember) nur noch 554 – also 35 weniger, respektive minus sechs Prozent. Dass zeitgleich in Trömbach ein Zuwachs von sieben Prozent registriert wurde, macht die Entwicklung nicht wett, da dort statt 30 nun 32 Bürger wohnen.
In beiden Dörfern lag der Altersdurchschnitt 2017 bei 40,7 Jahren, nun bei 43. Mit dem Anstieg um 2,3 Jahre seien Heid und Trömbach stärker gealtert als die Gemeinde Wenden insgesamt, wo der Altersdurchschnitt um 0,8 Jahre von 42,4 auf 43,2 anstieg.
Rund 0,6 Hektar Bauland wollte die Kommune im Bereich Am Kirchgarten entwickeln. „Dies hat leider nicht geklappt“, beklagte Bürgermeister Clemens. „Wir werden aber immer wieder an die Eigentümer herantreten, die Verhältnisse ändern sich ja schonmal.“

Neues Bauland schaffen

Zusammen mit den örtlichen Ratsvertretern ging die Gemeinde zwischenzeitlich auf die Suche nach einer Alternative und nimmt nun ein Areal östlich der Ritter-von-Heid-Straße ins Visier. „Hier könnten sechs bis acht Baulagen rausspringen“, so Rüdiger Hüpper, Leiter des Fachdienstes Bauverwaltung. „Wir sind guten Mutes, dort zeitnah Bauplätze entwickeln zu können.“ Hüpper hält die Schaffung von Baurecht bis Ende 2023 für möglich. Bürgermeister Clemens betonte derweil: „Ich wage die Behauptung, dass wir nie wieder so viele Flächen für Bauland kriegen, wie die 24 Hektar im neuen Flächennutzungsplan.“ Daher werde Druck auf die Innenverdichtung und damit auch auf die Baulücken in Heid entstehen.

Breitbandausbau in Heid

Bastian Dröge, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste der Gemeinde Wenden, berichtete von einer Neuerung beim Breitbandausbau. In den Bereichen, in den mit öffentlichen Mitteln der Glasfaserausbau gefördert wird, beginne die Deutsche Glasfaser GmbH bereits im ersten statt im dritten Quartal 2022 mit dem Ausbau. Davon sei Trömbach positiv betroffen.
Der privatwirtschaftliche Ausbau, für den in diesem Jahr bekanntlich massiv geworben wurde und der die Ortschaft Heid betrifft, starte vermutlich Mitte 2022. Alle Haushalte in der Gemeinde würden noch umfangreiche Infos erhalten.
Wegen des Baus eines „Stromhäuschens“ an der ehemaligen Milchrampe in Heid sei die Einmündung Johann-von-Bever-Straße/Bergische Straße noch schlechter einsehbar, bemängelte Engelbert Kaufmann aus Trömbach. Bernd Clemens versprach, die Verkehrskommission werde sich die Örtlichkeit wegen der neuen Begegebenheiten und eines möglichen Spiegels nochmals anschauen. Eine Einbahnregelung in diesem Bereich traf eher auf Ablehnung in der anderthalbstündigen Versammlung.

Östlich der bestehenden Bebauung an der Ritter-von-Heid-Straße in Heid könnten neue Bauplätze für Heid entstehen. 20 Bewerber stehen auf der Warteliste.
Derweil sorgt ein neues „Stromhäuschen“ an der Einmündung Johann-von-Bever-Straße/Bergische Straße für Unmut. Dieser Bereich sei nun noch schlechter einzusehen. Hier soll die Verkehrskommission nochmals die Einrichtung eines Spiegels prüfen.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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