Hünsborn erhält einen Kreisverkehr

Kreuzungsbereich Wendener/Siegener Straße wird umgestaltet / Hausabriss erforderlich

hobö Hünsborn. Von einem Thema geprägt war die Bürgerversammlung für die Ortschaften Hünsborn und Löffelberg am Mittwochabend in der Gaststätte »Zu den Dreikönigen«. Das Ingenieurbüro Beyer aus Gerlingen stellte nämlich den Entwurf für die geplante Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Wendener Straße (L905)/Siegener Straße (L564) vor. Sowohl die Verschönerung dieses prägnanten Punktes als auch eine bessere Regelung des Verkehrsflusses werden schon seit Jahren gefordert und diskutiert. Bürgermeister Peter Brüser informierte ferner über weitere anvisierte Baumaßnahmen in der zweitgrößten Ortschaft der Gemeinde Wenden (vergl. gesonderten Bericht).

Den derzeitigen Planungen zufolge erhält Hünsborn erstmals einen Kreisverkehr. Dieser soll nämlich an dem Knotenpunkt Wendener Straße/Siegener Straße errichtet werden. Um diesen zu ermöglichen, hat die Gemeinde bekanntlich zwei Häuser erworben, die dem Abrissbagger alsbald zum Opfer fallen sollen. Auch das westlich der Kreuzung gelegene Wiesengrundstück wird fast komplett verschwinden, schließlich weist der Kreisverkehr einen Durchmesser von 30 Metern auf. Die zusätzlichen Gehwege sowie eine ansprechende Rundumgestaltung erfordern die Eingriffe in den derzeitigen Bestand.

Elmar Beyer vom gleichnamigen Ingenieurbüro stellte am Mittwochabend die konkreten Planungen vor. Gleichwohl wies Bürgermeister Brüser darauf hin, dass eine Anliegerversammlung folgen wird, in der auch Vertreter von Straßen NRW konkretere Absichten erläutern werden. Der Landesbetrieb Straßenbau in Siegen ist nämlich Bauherr, da es sich bei den betroffenen Verkehrsadern um Landesstraßen handelt. Das Besondere an dieser Maßnahme ist, dass der Gemeinderat Wenden bereits vor einem Jahr beschlossen hat, sowohl die Umgestaltung der Kreuzung als auch den umfassenden Ausbau der Wendener Straße bis zur Einmündung ins Baugebiet »Im Streitfeld« vorzufinanzieren. Das Geld wird in einigen Jahren dann aus der Landeskasse zurück nach Wenden fließen. Diesbezüglich betonte Brüser, dass er sich über diese Entscheidung freue, denn angesichts der finanziellen Probleme im Land wäre das Bauprojekt ansonsten wohl auf die lange Bank geschoben worden.

Im Haushalt der Gemeinde Wenden, erklärte Baudezernent Reiner Jung, seien 500000e für diese Maßnahme veranschlagt, von denen der größte Teil vom Land erstattet werde. Genaue Kosten könnten aber erst nach der Ausschreibung genannt werden. Und diese Ausschreibung, ergänzte der Bürgermeister, solle »demnächst« erfolgen. Gleichwohl werde die Gemeinde darauf drängen, den Umbau nicht im Winter, sondern erst im Frühjahr nächsten Jahres zu beginnen.

Wegen des Abrisses der zwei Häuser sowie Einschnitten in die derzeitige Topographie hält Elmar Beyer den Kreisverkehr für möglich und sinnvoll. Dank des großen Durchmessers sowie überfahrbarer Bürgersteige kämen auch größere Lkw bis hin zu überlangen Schwertransportern problemlos durch den Kreisverkehr. In der Mitte des Kreisels soll eine Grünfläche entstehen, über dessen genaues Aussehen später noch diskutiert werde. Beyer glaubt, dass aufgrund seiner Gestaltung der Kreisverkehr zu einem »zentralen, ansprechenden Punkt in Hünsborn werden wird«.

Die Planungen erlaubten auch die Wegnahme der großen Mauer im Norden des Kreisels. Sie könnte, falls gewollt, durch eine flache Böschung zur Brunnenstraße ersetzt werden. Beyer erklärte ferner, dass die Fußgängerampel auf der Wendener Straße weggenommen werde. Stattdessen würden an den drei Ein- und Ausfahrten des Kreisels Verkehrsinseln geschaffen, die das sichere Überqueren der einzelnen Fahrspuren ermöglichten. Im Zuge des Ausbau der Wendener Straße sei derweil möglich, kurz hinter der Einmündung Friedensstraße in Richtung Wenden eine Ampel neu zu errichten. An beiden Seiten werde entlang der Straße auch ein Bürgersteig angelegt.

Peter Brüser zeigte sich davon überzeugt, dass der Kreisel »optisch und verkehrstechnisch ein großer Gewinn für Hünsborn« sein werde. Für die Gestaltung des Innenkreises werde man »viel Gehirnschmalz« verwenden. Die Bauzeit allein für den Kreisel beträgt voraussichtlich drei Monate, Planer Elmar Beyer hält eine Fertigstellung bei jeweils halbseitiger Sperrung für möglich.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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