„Ich bin stolz auf euch“

Die Geehrten und Vorstandsmitglieder standen in der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Wenden im Mittelpunkt (v. l.): Vorsitzender Peter Brüser, Hannelore Koch, Torsten Tillmann (Vorstand Kreisverband), Wolfram Boer, Schriftführerin Nicole Hadem, 2. Vorsitzender Bruno Wurm, Rotkreuzleiter Christof Wurm mit Tochter Anna-Sophie sowie Marcel Kuhnen.  Foto: hobö
  • Die Geehrten und Vorstandsmitglieder standen in der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Wenden im Mittelpunkt (v. l.): Vorsitzender Peter Brüser, Hannelore Koch, Torsten Tillmann (Vorstand Kreisverband), Wolfram Boer, Schriftführerin Nicole Hadem, 2. Vorsitzender Bruno Wurm, Rotkreuzleiter Christof Wurm mit Tochter Anna-Sophie sowie Marcel Kuhnen. Foto: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö  Nachdem Rotkreuzleiter Christof Wurm den Jahresbericht 2018 vorgetragen hatte, herrschte einige Momente Ruhe im Haus des DRK-Ortsvereins Wenden. Die Zahlen, Daten und Fakten zeigten eindrucksvoll auf, welch enormes Engagement die ehrenamtlich wirkenden Mitglieder leisten – und das nahezu ausschließlich, um anderen zu helfen. Da klang es für den Außenstehenden fast wohltuend entlastend, als Christof Wurm betonte, „dass auch viele Stunden der Kameradschaft genossen wurden“. Torsten Tillmann, hauptamtlicher Vorstand des DRK-Kreisverbands Olpe, zeigte sich auch beeindruckt: „Ich bin stolz darauf, was und wie ihr das hier in Wenden macht.“

Vorsitzender Peter Brüser hatte eingangs die Mitglieder begrüßt und sprach nach dem Jahresbericht ebenfalls „ganz großen Dank an alle aus, die das Eindrucksvolle geleistet haben“. Und das seien ja gar nicht so viele, denn in der aktiven Bereitschaft seien 20, im DRK-Team 14 und in der Wohlfahrtsarbeit acht Mitglieder tätig. „Also 35 bis vielleicht 40 Personen, die das alles geleistet haben“, summierte der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Wenden und mutmaßte: „Die Belastung einzelner übersteigt im Grunde das, was man überhaupt noch Ehrenamt nennen darf. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern beispielhaft.“ Die Bevölkerung halte das oft für selbstverständlich, das sei es aber nicht.

Was also beeindruckte so sehr? Es war die Auflistung der Tätigkeiten, die im DRK-Ortsverein geleistet wurden. Hier ist zu unterscheiden zwischen dem Sanitätsdienst, in dem die 20 Helfer völlig unentgeltlich 2200 Stunden Sanitätsdienst plus 800 Stunden in Einsätzen absolvierten, dem DRK-Team, dass unter anderem die Blutspenden sowie die Ausbildungen begleitet und durchführt, sowie die Gruppe Wohlfahrtsarbeit, die insbesondere Veranstaltungen für Senioren durchführt. DRK-Team und Wohlfahrtsarbeit leisteten nochmals mehr als 2000 Stunden.

Im Detail: Bei den 21 Blutspende-Terminen sorgten sich 15 Helfer um 1680 Blutspender, davon 52 Erstspender. Die acht Helfer in der Wohlfahrtsarbeit führten elf sehr gut besuchte Veranstaltungen (Sing-, Bastel- und Beschäftigungsnachmittage, Seniorennachmittage und -gymnastik) durch.

Die aktive Bereitschaft nahm an insgesamt 50 Fortbildungen teil. Neben allerlei spezifischen Kursen muss jedes Jahr eine 30-stündige Fortbildung im Rettungsdienst besucht werden. „Wir sind also viele Tage allein für Fortbildungen unterwegs, um das hier machen zu können“, resümierte Christof Wurm. Ferner wurden 22 Erste-Hilfe-Kurse sowie ein Lehrgang in Erster Hilfe am Kind durchgeführt.

Insgesamt 27 Einsätze für den Kreis Olpe – darunter so belastende wie eine Personensuche im Oktober vergangenen Jahres – leisteten die DRKler aus Wenden. Hinzu kamen 22 Sanitätsdienste beispielsweise beim Karneval in Schönau (20 Helfer, 350 Stunden, 13 Hilfeleistungen, drei Transporte in Krankenhaus), beim „Wernerfest“ in Hünsborn (zehn Helfer, 130 Stunden, sechs Hilfeleistungen) und natürlich der „Wendschen Kärmetze (45 Helfer, 1900 Dienststunden, 60 Hilfeleistungen, 25 Einsätze mit Rettungswagen auf dem Kirmesgelände und 26 Transporte ins Krankenhaus). Die Vorbereitungen für die diesjährige Kirmes, erklärte Rotkreuzleiter Wurm, liefen schon lange. Hierbei handele es sich um eine „riesige logistische Anforderung“.

Und zu diesen vielfältigen Aufgaben gesellten sich dann noch Veranstaltungen wie „Tag der offenen Tür“ mit Fahrzeugweihe und Waffelbackaktion.

Zu alledem nahm die Wettkampfgruppe nach entsprechend intensivem Training am Kreiswettbewerb teil, gewann den Landeswettbewerb und erreichte beim Bundeswettbewerb in Siegen den 2. Platz. „Ein sehr gutes Ergebnis“, lobte Christof Wurm, auch wenn zuerst Enttäuschung über den „nur“ 2. Platz vorgeherrscht habe.

Und es gibt da ja auch noch die 15 Aktiven in der „Helfer vor Ort“-Gruppe, die zu jeder Tages- und Nachtzeit alarmiert werden kann. Sie sind dann häufig vor dem Rettungsdienst des Kreises Olpe am Einsatzort und leisten oft lebensrettende Ersthilfe.

Hinter all den Leistungen der Mitglieder stünden Familien, die viel Unterstützung leisteten. Ihnen galt im Jahresbericht der abschließende herzliche Dank von Christof Wurm.

Wie aufwändig Vorstandsarbeit sein kann, zeigte der Kassenbericht, den 2. Vorsitzender Bruno Alfes für die verhinderte Kassierin Maria Wurm vortrug. Denn der Haushalt wird auf Betreiben des Kreisvorstands inzwischen kaufmännisch-buchhalterisch mit Aufführung aller Aktiva und Passiva geführt. Torsten Tillmann, der die Kasse des Ortsvereins mit Vorstandskollege Daniel Gerk geprüft hat, bescheinigte dem Ortsverband, dass er personell und finanziell gut dastehe.

Das sei nicht selbstverständlich, da „wir als DRK nicht öffentlich finanziert werden, sondern von Tür zu Tür gehen müssen“. In diesem Zusammenhang lobte er die Gemeinde Wenden, „auf die man sich bei Investitionen immer verlassen kann“. Tillmann schlug der Versammlung die Entlastung des Ortsvereins-Vorstands vor, die einstimmig erfolgte.

Hinsichtlich des Haushaltsplans für 2019 betonte Vorsitzender Peter Brüser, dass für die Heizung der Garage 6000 Euro veranschlagt seien, man aber womöglich doch 10 0000 Euro brauche. Die Garage müsste für die Einsatzfahrzeuge mindestens 5 Grad Celsius an Wärme vorhalten, was offenbar technisch schwierig einzurichten sei. Jedenfalls hätten etliche Fachleute das als sehr kompliziert dargestellt.

Ehrungen standen auch auf der Tagesordnung. Für fünf Jahre Mitgliedschaft wurde Anna-Sophie Wurm geehrt (nicht anwesend: Annett Halbe, Birgit Scheller, Carla Ulrich, Monika Wurm und Rita Wurm), für zehn Jahre Marcel Kuhnen, für 15 Jahre Josefa Rademacher (nicht anwesend), für 20 ´Jahre Stefan Luke (nicht anwesend) sowie für 30 Jahre Hannelore Koch und für 35 Jahre Wolfram Boer. Die Auszeichnung „Helfer des Jahres“ ging in diesem Jahr an den Arbeitskreis „Blutspende“, die Christine Gester entgegennahm.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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