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„Ich bin stolz und happy“

Gruppenbild mit Dame. Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Wenden, Bernd Eichert (l.), gratulierte den nun feststehenden CDU-Kandidaten für die  Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 13. September (v. r.): Marc David Schröder, Lukas Leineweber, Bernd Arns, Franz-Josef Henke, Stefan Dornseifer, Siegbert Henkel, Matthias Quast, Christian Stock, Martin Solbach, Dietmar Häner, Gudrun Scherer, Patrick Bredebach, Jürgen Greis, Johannes Eichert, Dieter Stracke, Nikolas Köhler, Sebastian Hüpper, Bürgermeister Bernd Clemens und Ludger Wurm. Es fehlen Franziska Langer und Wolfgang Solbach. Fotos: hobö
  • Gruppenbild mit Dame. Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Wenden, Bernd Eichert (l.), gratulierte den nun feststehenden CDU-Kandidaten für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 13. September (v. r.): Marc David Schröder, Lukas Leineweber, Bernd Arns, Franz-Josef Henke, Stefan Dornseifer, Siegbert Henkel, Matthias Quast, Christian Stock, Martin Solbach, Dietmar Häner, Gudrun Scherer, Patrick Bredebach, Jürgen Greis, Johannes Eichert, Dieter Stracke, Nikolas Köhler, Sebastian Hüpper, Bürgermeister Bernd Clemens und Ludger Wurm. Es fehlen Franziska Langer und Wolfgang Solbach. Fotos: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö ■ Weiße Tischdecken, weiße Hussen über den Stühlen und allerlei rote Accessoires verliehen dem Saal im Gerlinger Hotel „Landmann“ am Donnerstagabend einen nahezu feierlichen Charakter. Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbands Wenden wollte der dortigen Kandidatenaufstellung für die am 13. September anstehenden Kommunalwahlen offenbar einen besonderen äußeren Rahmen verleihen. Inhaltlich ging es mit vielen Wahlen und mancherlei satzungsgemäßen Vorgängen dann doch eher formell zu. Am Ende zeigte sich Vorsitzender Bernd Eichert „stolz und happy“ – vor allem hinsichtlich der erfolgten Kandidaten-Nominierungen. Auffällig war vor allem das Bemühen, junge Mitglieder für das aktive politische Arbeiten im Wendener Land zu akquirieren und zu verpflichten.

hobö  Weiße Tischdecken, weiße Hussen über den Stühlen und allerlei rote Accessoires verliehen dem Saal im Gerlinger Hotel „Landmann“ am Donnerstagabend einen nahezu feierlichen Charakter. Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbands Wenden wollte der dortigen Kandidatenaufstellung für die am 13. September anstehenden Kommunalwahlen offenbar einen besonderen äußeren Rahmen verleihen. Inhaltlich ging es mit vielen Wahlen und mancherlei satzungsgemäßen Vorgängen dann doch eher formell zu. Am Ende zeigte sich Vorsitzender Bernd Eichert „stolz und happy“ – vor allem hinsichtlich der erfolgten Kandidaten-Nominierungen. Auffällig war vor allem das Bemühen, junge Mitglieder für das aktive politische Arbeiten im Wendener Land zu akquirieren und zu verpflichten.

Nicht minder auffällig ist, dass auf der Liste der Direktkandidaten für den Wendener Gemeinderat lediglich eine Frau auftaucht: Gudrun Scherer aus Hünsborn. In den anderen 16 Wahlbezirken gehen ausschließlich Männer in das Rennen um die Wählergunst.

Wie die SZ weitestgehend exklusiv berichtete, hatten die sieben Ortsunionen des CDU-Gemeindeverbands Wenden in den vergangenen Wochen Kandidaten-Empfehlungen ausgesprochen. Sechs taten dies in öffentlichen Sitzungen, die Ottfinger Ortsunion tagte ohne öffentliche Ankündigung und insofern buchstäblich hinter verschlossenen Türen. Vorweg: Alle Empfehlungen aus den Ortsverbänden wurden am Donnerstag von der Mitgliederversammlung des Gemeindeverbands einstimmig angenommen. Die vorgeschlagenen Personen stehen also nun als Direktkandidaten in ihren jeweiligen Wahlbezirken fest (vergl. gesonderte Berichte).

Zur Erinnerung: Bei den Gemeinderatswahlen am 25. Mai 2014 gewannen die CDU-Kandidaten in allen 17 Wahlbezirken die Stimmenmehrheit und zogen in den Gemeinderat ein. Zudem „rutschten“ noch zwei weitere Mandatsträger über die Reserveliste in das höchste politische Gremium der Wendener Kommune, weil die CDU aufgrund ihres prozentualen Gesamtergebnisses 19 von 34 Sitzen im Rat erhielt. Mit Bürgermeister Bernd Clemens (CDU) als Vorsitzendem des Gremiums, der nominell allerdings nicht als Ratsmitglied geführt wird, verfügen die Christdemokraten theoretisch über eine zusätzliche Stimme.

In der Vergangenheit gab es hinsichtlich der Rangfolge auf der Reserveliste teils hart geführte Kämpfe. Zumeist erhielten die Gruppierungen wie Frauen-Union oder Junge Union vordere Ränge. Diesmal setzte sich Gemeindeverbandsvorsitzender Bernd Eichert mit seinen Vorschlägen gegen einst übliche Vorgänge durch, insofern, dass die ersten drei Plätze vornehmlich an junge Vertreter vergeben wurden. Ehrenratsherr Gerd Müller aus Hillmicke übte zwar kurz Kritik an der Vorauswahl des Parteivorstands, doch im Grunde entsprechen die Vorschläge fast dem früher üblichen Verfahren.

Denn auf Platz 1 der Reserveliste steht wieder eine Frau. War es bei den zurückliegenden Wahlen mehrfach Dorothea Biermann, die als Vertreterin der Frauen-Union auf Rang 1 kam, ist es nun mit Franziska Langer wieder ein Frau. Die 24-Jährige aus Gerlingen habe er „kurzfristig entdeckt“, erklärte Bernd Eichert. Die Schriftführerin der kürzlich neubelebten Jungen Union in der Gemeinde Wenden konnte am Donnerstag aufgrund eines anderen wichtigen Termins nicht anwesend sein. Eichert berichtete, dass die Gerlingerin Zahnmedizin in Aachen studiert habe und nun in einer Praxis in Siegen tätig sei, wo sie ihre Doktorarbeit vorbereite. Dorothea Biermann kandidiert übrigens nicht erneut.

Auf Rang 2 befindet sich mit Lukas Leineweber aus Wenden ein 19-Jähriger, der sich zurzeit in der Ausbildung zum Landwirt befindet. Rang 3 nimmt der neue Vorsitzende der Jungen Union Wenden, Marc David Schröder aus Hillmicke, ein. Der 19-Jährige befindet sich in der Ausbildung zum Verwaltungsfachmann in der Stadtverwaltung Drolshagen.

Nach dem Abschluss der zahlreichen Wahlen freute sich Parteivorsitzender Bernd Eichert, mit diesem Team in den Wahlkampf zu ziehen. Und er fügte hinzu: „Ich bin stolz, dass sich die jungen Leute so engagieren. Sie sollen direkt in der Bundesliga spielen und nicht in irgendwelchen Jugendparlamenten.“

In dieselbe Kerbe schlug auch Martin Solbach, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Wendener Rat: „Es ist schade, dass wir einige Fraktionsmitglieder mit hoher Kompetenz und großer Erfahrung verlieren, aber ich freue mich auch, dass wir viele neue Gesichter mit guter Verjüngung bekommen.“

Stellv. Fraktionsvorsitzender Bernd Arns machte einhergehend darauf aufmerksam, dass Bernd Eichert als Parteivorsitzender auf einen sehr aussichtsreichen Listenplatz verzichtet habe. „Ich hätte ihn zwar gerne im Rat gesehen“, betonte Arns, „aber das ist zu akzeptieren – und er ist so als Parteivorsitzender auch unabhängiger.“

Apropos Listenplatz: Aufgrund von Mandatsniederlegung und Wegzug aus der Gemeinde Wenden zogen im Laufe der derzeitigen Wahlperiode weitere Personen über die CDU-Reserveliste in den Gemeinderat – letztlich sogar bis zur Position 8.

Bereits am 5. November vergangenen Jahres hatte der CDU-Gemeindeverband in einer eigens einberufenen Versammlung Amtsinhaber Bernd Clemens erneut zu ihrem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl gewählt. Clemens, der bei seiner ersten Kandidatur 2015 gleich das beste Ergebnis aller Bürgermeister im Kreis Olpe erzielte, wurde im November mit 97,5 Prozent der Stimmen von den anwesenden Mitgliedern zum Spitzenkandidaten gewählt.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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