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Ruheoase soll auf ehemaligem Bolzplatz in Elben entstehen / Benachbartes Biotop wird renaturiert
Im Einklang mit der Natur

Das Biotop in Elben ist sanierungsbedürftig. Ein Biologe war vor Ort und erstellt derzeit genaue Analysen. Dann wird auch entschieden, welche Tierarten angesiedelt werden.  Fotos: yve
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  • Das Biotop in Elben ist sanierungsbedürftig. Ein Biologe war vor Ort und erstellt derzeit genaue Analysen. Dann wird auch entschieden, welche Tierarten angesiedelt werden. Fotos: yve
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yve ■ Es tut sich was in Elben. Eher gesagt, es tut sich mal wieder was in Elben. Der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben um Ortsvorsteher Peter Niklas tritt kräftig in die Pedale, um an Förderzuschüsse zu gelangen. Mit Erfolg. Zunächst entstand als LEADER-Projekt im Ort der Multifunktionsplatz, verwirktlicht durch engagierten Einsatz freiwilliger Helfer. Nicht lange danach „flatterte“ bei Ortsvorsteher Peter Niklas die Zusage für die Förderung des „ELB-Mobils“ in Haus. Dabei handelt es sich um einen Bauwagen, der mit hochwertigem und pädagogisch sinnvollem Equipment ausgestattet ist, mit dem Kinder zu Forschern und Entdeckern werden können (die SZ berichtete).

yve  Es tut sich was in Elben. Eher gesagt, es tut sich mal wieder was in Elben. Der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben um Ortsvorsteher Peter Niklas tritt kräftig in die Pedale, um an Förderzuschüsse zu gelangen. Mit Erfolg. Zunächst entstand als LEADER-Projekt im Ort der Multifunktionsplatz, verwirktlicht durch engagierten Einsatz freiwilliger Helfer. Nicht lange danach „flatterte“ bei Ortsvorsteher Peter Niklas die Zusage für die Förderung des „ELB-Mobils“ in Haus. Dabei handelt es sich um einen Bauwagen, der mit hochwertigem und pädagogisch sinnvollem Equipment ausgestattet ist, mit dem Kinder zu Forschern und Entdeckern werden können (die SZ berichtete).

Am Donnerstag dann beschloss die Lokale Arbeitsgruppe (LAG), die für die Steuerung der LEADER-Belange in einzelnen Regionen verantwortlich ist, Kleinprojekte. Und die gab damit grünes Licht für das dritte Großvorhaben in Elben. Geplant ist das Anlegen einer Ruheoase auf dem Gelände des ehemaligen Bolzplatzes. Mit „ELB-Oase“ ist auch schon der passende Name gefunden worden. „Hier soll der Mensch im Einklang mit der Natur entschleunigen“, so Ortsvorsteher Peter Niklas beim Besuch der SZ. Das funktioniere auf Waldsofas besonders gut. Aber auch an den Nachwuchs ist mit Federwippgeräten in Form heimischer Tiere gedacht worden. Nicht außen vor gelassen werden sollen auch weiterhin die Bestrebungen zum Natur- und Umwelschutz.

Erst kürzlich erhielt der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald für seinen Einsatz für die Tier- und Pflanzenwelt einen „innogy“-Umweltpreis (die SZ berichtete). Anklang bei der Jury fand neben Kräutergarten, Insektenhotels, große Flächen mit Blumen- und Obstwiesen unter anderem das Schwalbenhotel, dass mit Unterstützung vom Hof Quast und dem NABU in Scheiderwald aufgestellt werden konnte. Eingezogen ist zwar noch kein gefiederter Gast, „dafür braucht man etwas Geduld“, weiß Peter Niklas.

Sozusagen eine Erweiterung der Schwalbenunterkunft ist ein Artenschutzhotel, welches ebenfalls auf der Ruheoase seinen Platz erhalten soll. Fledermäuse, Schwalben und Insekten waren über viele Jahrhunderte gern gesehene Mitbewohner in menschlichen Siedlungen. Doch aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden gehen diese Lebensräume in Gebäudespalten, Hohlräumen oder Dachstühlen immer weiter zurück.

Im Artenschutzhotel finden gebäudebewohnende Tierarten Unterschlupf, Brutstätten sowie Lebensraum. Weiterer Baustein der Oase ist ein großes Boden-Trampolin, das auch mit einem Rollstuhl zu befahren ist.

Nebenliegend an den ehemaligen Bolzplatz liegt das Biotop, das im Zuge der Arbeiten für die Ruheoase renaturiert werden soll. Die Sanierung übernimmt der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben in Zusammenarbeit mit der Gemeinde – ganz ohne Fördermittel. An dem Projekt beteiligt sind der 1. und der 2. Vorsitzende der Fischereigenossenschaft Wenden, Jochen Sauermann und Paul Sieler. Ansprechpartner seitens der Gemeinde Wenden ist Torgen Mörschel. Gewässerexperte Dr. Karsten Silberbach war bereits vor Ort und erstellt derzeit Analysen über die biologisch sinnvollste Nutzung des Gewässers. Zumindest das Vorhaben Ruheoase muss in diesem Jahr noch umgesetzt werden, damit die LEADER-Zuschüsse fließen.

Das Projekt „ELB-Mobil“ indessen ist fast abgewickelt. Der Stellplatz ist nun mit Rasengittersteinen ausgelegt. Ende Juli rollt der Bauwagen an, für den letztlich auf dem Gelände des Wasserbeschaffungsverbandes Elben ein geeignetes Areal gefunden worden ist. Der Anhänger ist versichert und hat eine Straßenzulassung, sodass er auch an Kindergärten oder Schulen ausgeliehen werden kann. „Wir haben schon zahlreiche Anfragen“, freut sich Peter Niklas bereits jetzt über das Interesse am „ELB-Mobil“.

Untätig war der Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben überdies auch in der Corona-Krise nicht. So wurden neue Blumenwiesen angelegt und Familien aus Elben und Scheiderwald dazu aufgerufen, sich vom Verein ein Insektenhotelbausatz bestellen zu lassen. Völlig kostenfrei. 35 Haushalte beteiligten sich an der nachhaltigen Aktion, die Kindern Bastelfreude bescherte und ihnen Umweltschutz lehrte.

Und was kommt als nächstes? Ideen gehen dem Verein und Peter Niklas gewiss nicht aus. Doch nach dem Großprojekt „ELB-Oase“ schalten die Helfer zunächst einen Gang runter und planen, zwei neue Spielgeräte auf dem Multifunktionsplatz zu installieren. Dabei handelt es sich um Schiffe für die „ELB-Piraten“. Und das Durchführen von Obstbaumschnittkursen – das hat sich Niklas ebenfalls auf die Fahne geschrieben.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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