»In Ottfingen ist richtig was los«

Ortsvorsteher in Bürgerversammlung zufrieden / Schülerzahlen sinken deutlich

hobö Ottfingen. Die Bürgerversammlung in Ottfingen verdeutlichte am Montagabend einmal mehr, dass die Ortschaft von einem besonders intakten Vereinsleben und Verbundenheit der Bevölkerung zum Ort profitiert. Besondere Probleme jedenfalls traten nicht zu Tage, vielmehr wurde deutlich, dass weitere Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität geplant sind.

Ortsvorsteher Hubert Halbe berichtete eingangs, dass die Zahl der Vereine und Organisationen sogar noch zugenommen habe. Inzwischen seien es 25. »In Ottfingen ist richtig was los«, urteilte Halbe und dankte im gleichen Atemzug den ehrenamtlichen Helfern, die ihm in der Vergangenheit bei der Pflege des Ortsbildes geholfen hätten. Diesbezüglich wies der Ortsvorsteher darauf hin, dass die Aktion »Wir säubern das Wendsche« in Ottfingen jetzt immer an dem Montag nach dem 1. Mai durchgeführt werde. In den vergangenen Jahren hätten sich jeweils zwischen 22 und 30 Freiwillige an dieser Säuberungsmaßnahme beteiligt. Auf Hilfe hofft Hubert Halbe auch bei der anvisierten Installation von zehn Ruhebänken, die er erhalten habe.

Wenig erfreut indes zeigte sich der Ortsvorsteher darüber, dass jemand das komplette Obst aus dem Obstgarten gestohlen habe. In der Vergangenheit seien die Äpfel von den 22 Bäumen zu Apfelsaft verarbeitet und dieser dann dem örtlichen Kindergarten zur Verfügung gestellt worden. Dies sei in diesem Jahr wegen des Diebstahls nicht mehr möglich. Halbe: »Der Täter ist mir allerdings bekannt, und ich verspreche Euch, ich werde ein paar Worte mit ihm zu reden haben.«

Der Ortsvorsteher berichtete den rund 50 Anwesenden im Pfarrheim über die Biographie von Pfarrer August Halbe. Dies tat er deshalb so ausführlich, weil er damit auf die bemerkenswerten Leistungen des gebürtigen Ottfinger hinweisen wollte. Dies habe ihn bewogen, den Namen Pfarrer-August-Halbe-Weg für die bisher unbenannte Straße zwischen Hubertusstraße und Am Löhkopf entlang des Friedhofs vorzuschlagen. Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Wenden stimmte diesem Vorschlag vergangenen Woche zu (die SZ berichtete).

»Man merkt, Ottfingen lebt«, bemerkte Bürgermeister Peter Brüser nach den ausführlichen Grußworten von Hubert Halbe. Ihm dankte Brüser für seinen Einsatz. Ferner erläuterte der Bürgermeister, dass er »sehr zuversichtlich« sei, dass das Amt für Agrarordnung im kommenden Jahr die Gelder für die geplanten Dorferneuerungsmaßnahmen in Ottfingen bereit stelle.

Wie in den vorangegangen Bürgerversammlungen in anderen Ortschaften stellte Brüser auch den Ottfingern die Investitionen vor, die die Gemeinde in diesem Jahr tätige (die SZ berichtete). Im kommenden Jahr sei ein zentrales Investitionsprojekt die offene Ganztagsgrundschule. Ziel sei es, an jeder der fünf Grundschulen im Gemeindegebiet diese Betreuungsform anzubieten. Allein für die baulichen Voraussetzungen seien rund 1,5Mill.e vonnöten, berichtete Brüser.

Die Ottfinger Kunibert Kinkel und Robert Dornseifer, jeweils Vorsitzende der Gemeinderatsfraktionen von CDU bzw. SPD, erläuterten, dass die örtlichen Ratsmitglieder zusammen mit der Leitung der Grundschule Ottfingen bereits einen Antrag für die offene Ganztagsgrundschule ab dem kommenden Schuljahr formuliert hätten. Dafür sei unter anderem der Umbau des ehemaligen Lehrer-Wohnhauses anvisiert. In diesem Zusammenhang berichtete Kinkel, dass der demografische Wandel bereits erste Konsequenzen auch für Ottfingen aufzeige. So sinke die Zahl der Schüler von 125 im Schuljahr 2006/07 bis zum Jahr 2010/11 auf 88. Im Grundschulbezirk Rothemühle im gleichen Zeitraum von 128 auf 96. Im gesamten Gemeindegebiet sinke die Zahl der Grundschüler von 1041 auf 835.

Kinkel freute sich ferner, dass im zurückliegenden Jahr »endlich« die Holzackerstraße ausgebaut worden sei. Ferner habe die Ortswegebaukasse für den Parkplatz am Friedhof gesorgt. Was das neue Baugebiet Brücher Berge im Osten der Ortschaft angehe, sei man zuversichtlich in den kommenden Monaten die erforderlichen Grundstücksverhandlungen erfolgreich abschließen zu können, so Kunibert Kinkel. Die geplante Neuregelungen für den Schülerfahrverkehr bringe für die Ottfinger Fahrschüler keine negativen Folgen, berichtete Kinkel aus dem Kreistag.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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