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Weitere Station des Geschichtsweges
Josefskapelle frisch renoviert

Die Josefskapelle erstrahlt in neuem Glanz und ist jetzt auch eine weitere Station des Altenhofer Geschichtsweges.
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  • Die Josefskapelle erstrahlt in neuem Glanz und ist jetzt auch eine weitere Station des Altenhofer Geschichtsweges.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Altenhof. Über die Jahre hat die Witterung der einst schmucken Josefskapelle zugesetzt. Das teils unebene Gelände am Verbindungsweg von Wenden nach Altenhof bot zudem ständig Raum für das Vermehren von Wildwuchs. Der Zustand gehört jetzt der Vergangenheit an. Die Kapelle erstrahlt nach zahlreichen Arbeitsstunden im völlig neuen Glanz. Störende Wurzeln und Gehölz wurden entfernt, das Gebäude grundgereinigt, die Schieferplatten des Spitztürmchens von Moos befreit, die Dachrinne gesäubert und mit neuer Farbe versehen. Die Innen- als auch die Außenwände leuchten nun hell.
Rund um die Kapelle verhindern eingefasste Steine jetzt die Ausbreitung von ungeliebtem Unkraut. „Den Schotterweg gab es vorher auch nicht“, erzählt Willi Junge.

yve Altenhof. Über die Jahre hat die Witterung der einst schmucken Josefskapelle zugesetzt. Das teils unebene Gelände am Verbindungsweg von Wenden nach Altenhof bot zudem ständig Raum für das Vermehren von Wildwuchs. Der Zustand gehört jetzt der Vergangenheit an. Die Kapelle erstrahlt nach zahlreichen Arbeitsstunden im völlig neuen Glanz. Störende Wurzeln und Gehölz wurden entfernt, das Gebäude grundgereinigt, die Schieferplatten des Spitztürmchens von Moos befreit, die Dachrinne gesäubert und mit neuer Farbe versehen. Die Innen- als auch die Außenwände leuchten nun hell.
Rund um die Kapelle verhindern eingefasste Steine jetzt die Ausbreitung von ungeliebtem Unkraut. „Den Schotterweg gab es vorher auch nicht“, erzählt Willi Junge. Er gehört der „grünen Gruppe“ des Arbeitskreises „Unser Dorf hat Zukunft“ an, und ist Teil der rührigen Altenhofer, die am Verschönerungsprozess beteiligt waren. „Durch gemeinsames Arbeiten wird der Zusammenhalt im Dorf verstärkt“, weiß Junge. Und Freude bereite es obendrein.

Station des Geschichtsweges

Dass die Josefskapelle am Abzweig zum Altenhofer Sportplatz nun einladener Anziehungspunkt ist, sei auch ein Verdienst der Kirchengemeinde St. Severinus Wenden, die die Kosten für die Renovierung übernommen habe. Im Einsatz waren zudem Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs; die Erde zum Anfüllen spendierte die Gemeinde Wenden. Die neu angelegte Rasenfläche in Kombination mit den Einfassungen rund um das Gotteshäuschen erleichtern Thomas Holweg sowie Bernd und Beate Stahl die Pflege der Anlage, für die sie seit über zehn Jahren verantwortlich zeichnen.

Auch die Innenmauern des kleinen Gotteshäuschens wurden mit einem neuen Anstrich versehen.

Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten ist die Kapelle nun eine weitere Station des in Arbeit befindlichen Geschichtsweges und damit der bislang dritte Haltepunkt des ambitionierten Projekts des Arbeitskreises. Die wechselvolle Geschichte kann auf einer Infotafel nachgelesen werden. Weitergehende Informationen und alte Fotos sind über einen QR-Code auf der Altenhofer Homepage hinterlegt. Wie auch für die bereits realisierten Stationen „Bergbau in Altenhof“ und „Milchbank“.

Frömmigkeit der Menschen im Wendener Land

Kleine Kapellchen wie die Josefskapelle und Wegekreuze erinnern an die Frömmigkeit der Menschen im Wendener Land. Die Dörnschlade wurde erstmals im Jahr 1414 urkundlich erwähnt. Weitere kleine Gotteshäuschen im Kirchspiel Wenden gesellten sich erst einige hundert Jahre später dazu. 1847 kam mit Pfarrer Joseph Schmidt eine rege Bautätigkeit in der Pfarrei auf. Es entstanden das Agathakapellchen am Ottfinger Kirchweg, der Marienbildstock am Brüner Kirchweg und etwas später das Josefskapellchen Altenhof sowie der Kreuzberg und Kreuzkapelle auf dem Krähenberg bei Elben.
Die Geschichte der Josefskapelle hängt mit der früheren Prozession zu Fronleichnam zusammen. Deren Weg führte von der St.-Severinus-Pfarrkirche in Wenden über die Josefskapelle hin zur Dörnschlade. Von dort dann zum heiligen Antonius an der Hünsborner Straße, weiter über Weide- und Rübenkamp zur heiligen Agatha an der Verbindungsstraße Wenden-Ottfingen, über die Brüner Höhe zum Marienkapellchen, letztlich entlang am Hillmicker Kreuz auf dem Rehberg über Möllmicke zurück zur Pfarrkirche. Es wird angenommen, dass die Josefskapelle die jüngste im Reigen der Stationen gewesen sein soll. Auch bei anderen Prozessionen zu kirchlichen Marienfesten führte der Weg von Wenden über die Josefskapelle zur Dörnschlade.

Zahlreiche Prozesse in Altenhof

Seine heutige Gestalt erhielt das Gebäude 1958. Zuvor wenig ansehnlich, trugen Bewohner aus Altenhof es komplett ab und errichteten innerhalb nur weniger Tage die Kapelle von Grund auf neu. Bis zum Jahr 2007 lag die Pflege in den Händen von Antonius Schneider und seiner Frau Hedwig. Nach der jüngsten Generalüberholung ist die Josefskapelle weit aus mehr als ein Ort zum Innehalten. Sie ist auch Informationsquelle für Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer, die sich für die facettenreiche Geschichte von Altenhof und allgemein für einen Exkurs in die Vergangenheit interessieren. Nachdem sich der Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ im Januar 2019 zum ersten Mal getroffen hatte, wurden zahlreiche Prozesse in Altenhof eingeleitet – ob Umgestaltung des Dorfplatzes, Umweltschutzmaßnahmen oder eben die Initiierung des Geschichtsweges, der laut Willi Junge in Bälde um die Stationen „Altes Ehrenmal“, „Kirchenbau“, „Schulentwicklung“ und „Geschichte vom FC Altenhof“ erweitert wird.

Die Josefskapelle erstrahlt in neuem Glanz und ist jetzt auch eine weitere Station des Altenhofer Geschichtsweges.
Auch die Innenmauern des kleinen Gotteshäuschens wurden mit einem neuen Anstrich versehen.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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