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Bautechnische Beurteilung vorgestellt
Kein Sicherheitsrisiko in Schule

Die drei verglasten Treppenhäuser sind prägend für die Grundschule in Wenden. Aber auch hier sieht die „Bautechnische Beurteilung“ keinen dringenden Sanierungsbedarf.
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  • Die drei verglasten Treppenhäuser sind prägend für die Grundschule in Wenden. Aber auch hier sieht die „Bautechnische Beurteilung“ keinen dringenden Sanierungsbedarf.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

Insbesondere am Sockel der Gebäude hat der Zahn der Zeit genagt.hobö Wenden. Viele erwarteten schlechte Nachrichten, als die „Bautechnische Beurteilung der Grundschule Wenden“ dieser Tage auf den Tischen der Kommunalpolitiker gelangte. Doch in der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales am Dienstagabend zeigte sich, dass das über 50 Jahre alte Gebäude auf dem Westerberg in Wenden sich in einem durchaus respektablen Zustand befindet.
Wie die SZ bereits vorab aus dem Gutachten berichtete, bilanziert das beauftragte Büro IBW Freudenberg Ingenieurbüro Dr. Wagner & Kollegen: „Als Ergebnis der Untersuchungen ist zu konstatieren, dass sich die Schulgebäude und die Turnhalle in einem altersgemäß durchweg guten Zustand befinden.

Insbesondere am Sockel der Gebäude hat der Zahn der Zeit genagt.hobö Wenden. Viele erwarteten schlechte Nachrichten, als die „Bautechnische Beurteilung der Grundschule Wenden“ dieser Tage auf den Tischen der Kommunalpolitiker gelangte. Doch in der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales am Dienstagabend zeigte sich, dass das über 50 Jahre alte Gebäude auf dem Westerberg in Wenden sich in einem durchaus respektablen Zustand befindet.
Wie die SZ bereits vorab aus dem Gutachten berichtete, bilanziert das beauftragte Büro IBW Freudenberg Ingenieurbüro Dr. Wagner & Kollegen: „Als Ergebnis der Untersuchungen ist zu konstatieren, dass sich die Schulgebäude und die Turnhalle in einem altersgemäß durchweg guten Zustand befinden. … Da die Bausubstanz insgesamt sehr solide und gut erhalten ist, eignen sich die Gebäude gut für Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen. Daher ist aus sachverständiger Sicht ein Erhalt der Gebäude in jedem Fall zu empfehlen.“
Das allein ist hinsichtlich mannigfaltiger Befürchtungen, das Gebäude müsse für viele Millionen Euro dringend saniert oder gar abgerissen werden, eine aus kaufmännischer Sicht positiv zur Kenntnis genommene Nachricht. Und in der Sitzung des Fachausschusses ergänzte Dr. Peter Wagner, dass es keinen akuten Handlungsbedarf gebe, da keine Sicherheitsrisiken für den Betrieb der Schule und der angrenzenden Turnhalle festgestellt worden seien. Er ergänzte diese Nachricht noch um die These, dass die aufgezeigten Sanierungsmaßnahmen durchaus erst in den nächsten zehn bis 20 Jahren angegangen werden könnten.

Sanierung kostet wohl 2,5 Millionen Euro

Vor dem Hintergrund, dass der Gemeinde Wenden mit Sanierungen und Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser, dem beschlossenen Neubau des Schwimmbads sowie einer möglicherweise grundlegenden Umgestaltung der Gesamtschule sowie weiteren Maßnahmen Investitionen von geschätzt bis zu 60 Millionen Euro ins Haus stehen, dürfte diese Nachricht – zumindest in der Kämmerei – für ein kleines Aufatmen gesorgt haben
In Anbetracht des Errichtungszeitpunkts der Gebäude Ende der 1960er-Jahre seien erwartungsgemäß gewisse Bauschäden vorgefunden worden, die jedoch mit „mäßigem Aufwand“ behoben werden können, ist sich das Freudenberger Büro sicher. Wenn eine weitere Nutzungsdauer von beispielsweise 30 bis 50 Jahren angestrebt werde, müssten turnusgemäß in diesem Zeitraum bestimmte Gebäudebestandteile wie Fenster, die Fassaden oder die Dachabdichtung erneuert werden.
Auf 83 Seiten zeigt die „Bautechnische Beurteilung der Grundschule Wenden“ einzelne Missstände an dem eigentlichen Schulgebäude sowie der Turnhalle auf. Zur Beseitigung selbiger, so rechnete Dr. Wagner vor, komme er in einer „sehr groben Kostenrahmenschätzung“ auf eine Gesamtsumme von 1,7 Millionen Euro netto. Die Schätzwerte beinhalten keine „Nebenkosten“, wie Honorare für Fachkräfte oder Planungsgebühren. Henning Schmidt, Leiter des Fachdienstes Hochbau der Gemeinde Wenden, schätzt daher, dass rund 2,5 Millionen Euro notwendig seien, alle Sanierungen durchzuführen. Die Entscheidungsträger haben nun aber eine ungefähre Größenordnung, was eine vollumfängliche Sanierung kosten dürfte. Im Detail spricht das Freudenberger Büro von einer „sehr massiven Bauweise“. Dies treffe in besonderem Maße auf den Keller des südlichen Schultrakts zu, der im Kalten Krieg als Luftschutzbunker angelegt worden sei. Ein Vorteil des Schulgebäudes seien die wenigen tragenden Wände. Daher seien die Räumlichkeiten durch Wegnahme von Wänden oder mit Einbau von Stützelementen sehr flexibel umgestaltbar.
Zwar sei die Fassade teils beschädigt, das lasse sich aber ohne großen Aufwand sanieren. Eine „besondere Betrachtung“ verdienten indes der Sockel sowie die Kellerwände. Die seien unzureichend abgedichtet. Dichte man diese nach heutigen Möglichkeiten ab, so Dr. Wagner, „dann hat man lange Ruhe“.

Schmetterlingsdach „problematisch“

Das Schmetterlingsdach auf der Turnhalle bezeichnete der Fachmann derweil als „problematisch“. Wenn hier die Wasserabläufe in der Mitte des Dach verstopft seien, könne sich schnell sehr viel Wasser sammeln. „Es darf hier aber nicht zu einer Überlastung kommen.“ Hier empfiehlt das Freudenberger Büro ein neues Dach mit Trapezblechen und einer Aufdämmung, die so angelegt werden sollte, das das Wasser zur Seite abfließt.
Der Ausschuss nahm das Ergebnis der Begutachtung lediglich zur Kenntnis. Sobald das in Arbeit befindliche Gutachten zur Raumnutzung und zur energetischen Modernisierung aller Schulen im Gemeindegebiet vorliegen, werden die Fragen nach konkreten Maßnahmen auch zur Wendener Grundschule zu beantworten sein. Christian Stock (CDU) forderte diesbezüglich eine Kostenschätzung für einen Neubau der Grundschule, um diese den Sanierungs- und Umgestaltungskosten gegenüber stellen zu können. Diese Varianten, so kündigte Kämmerer Thomas Munschek an, würden in den Osterferien erarbeitet.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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