Einsatz für Tierwelt beschert Alexander Fischer „innogy“-Preis / Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald auf Platz 2
Klimaschutz wieder mehr in den Fokus rücken

Preisübergabe unter freiem Himmel: Im Beisein von Katrin Schröder, Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde Wenden, Achim Loos, „innogy“-Kommunalbetreuer, Bürgermeister Bernd Clemens, Vorschlaggeber Thorsten Scheen, Sabrina Niklas, die für den Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben den Preis entgegennahm, Preisträger Alexander Fischer, Vorschlaggeberin Marina Bünting und Markus Scherer, Vorsitzender des Umweltausschusses der Gemeinde Wenden (v. l.).  Foto: yve
  • Preisübergabe unter freiem Himmel: Im Beisein von Katrin Schröder, Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde Wenden, Achim Loos, „innogy“-Kommunalbetreuer, Bürgermeister Bernd Clemens, Vorschlaggeber Thorsten Scheen, Sabrina Niklas, die für den Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben den Preis entgegennahm, Preisträger Alexander Fischer, Vorschlaggeberin Marina Bünting und Markus Scherer, Vorsitzender des Umweltausschusses der Gemeinde Wenden (v. l.). Foto: yve
  • hochgeladen von Yvonne Clemens (Redakteurin)

yve  Nicht im Rathaus in Wenden, sondern „outdoor“ vor dem Veraltungsgebäude wurde am Dienstagabend der „innogy-Klimaschutzpreis 2019“ vergeben. Mit Verzögerung also, doch infolge der Corona-Pandemie konnte unter anderem auch die Jury nicht tagen und beraten. Umso mehr freuten sich die Verantwortlichen, Urkunden und Preisgelder für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement zu vergeben – eine der wichtigsten Säulen des Umweltschutzes. Der Energiekonzern „innogy“ und Partnerkommunen führen den Wettbewerb jährlich durch, dabei bewerten sie die Bewerbungen und zeichnen lokale Projekte aus. Vorausssetzung: Die eingereichten Projekte müssen allen Bürgern einer Kommune zugute kommen. Seit 1995 wurden bereits 7000 Klimaschutzpreise vergeben.

„Machen Sie weiter so“, sagte „innogy“-Kommunalbetreuer Achim Loos an die Preisträger gerichtet. Platz 1 – dotiert mit 1750 Euro – ging an Alexander Fischer aus Hünsborn. Als Hegering-Beauftragter der Kreisjägerschaft betreut er unter anderem die Hegeringe Drolshagen, Olpe und Wenden und ist hier Ansprechpartner, wenn es um verletzte Greifvögel geht. Fast kreisweit ist er insbesondere für Ordnungsbehörden, Polizei und Feuerwehr rund um die Uhr erreichbar. Er unterstützt nicht nur beim Einfangen verletzter Vögel, sondern übernimmt auch die zeitintensive und artgerechte Pflege der Tiere, bis sie wieder in die freie Wildbahn entlassen werden können.

Weiterhin ist Alexander Fischer Mitbegründer und Aktivist in einer Hünsborner Naturgruppe, die Nistmöglichkeiten für Vogelarten wie Mauersegler, Raufußkauz, Star oder Wasseramsel baut. Die Ehrenamtlichen stellen auch Insektenhotels her, die im Gemeindegebiet aufgestellt werden. Weiterer Schwerpunkt der Gruppe in Zusammenarbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde Olpe ist ein Monitoring über Greifvogelhorste in der Gemeinde Wenden

Thorsten Scheen, Vorsitzender der UWG Wenden, und Marina Bünting von den Grünen hatten Alexander Fischer unabhängig voneinander für den „innogy“-Preis vorgeschlagen.

Bürgermeister Bernd Clemens freute sich sehr über die Würdigung der Arbeit von Fischer. Sein großer Einsatz zum Erhalt der Artenvielfalt sei beachtenswert. Die Umweltschutzbeauftrage der Gemeinde Wenden, Katrin Schröder, wusste zu berichten, dass der Greifvogelexperte aktuell zwei junge Schleiereulen beheimatet.

Sie unterstrich auch die Leistung des Vereins für Dorfgemeinschaftsaufgaben Elben/Scheiderwald, der unter anderem tolle Oasen für Tiere geschaffen habe. Für den Verein war Sabrina Niklas, die Frau von Peter Niklas, Ortsvorsteher von Elben und Scheiderwald, vor Ort, um die Auszeichnung für den 2. Platz und 750 Euro entgegen zu nehmen. Die Mitglieder verwirklichen Jahr für Jahr Projekte, die von Nachhaltigkeit geprägt sind. Besonders hervorzuheben ist die jüngste Maßnahme, und zwar der Bau eines Schwalbenhauses in Scheiderwald, der von der Familie Peter Quast maßgeblich unterstützt wurde. In der Bewerbung ist aber noch von vielen weiteren Aktivitäten zu lesen. Zum Beispiel das Anlegen von Blumenfeldern auf Grünstreifen in der Dorfmitte. Viele Bürger seien dadurch angeregt worden, auch im eigenen Garten entsprechende Saatmischungen einzubringen. Federführend waren hier Kalli Stock und Ortsvorsteher Peter Niklas am Werk.

Auf einem privat gepachteten Grundstück mit Bachlauf legte Niklas auch eine weitere Obstwiese an. So gedeihen in Elben nicht nur Äpfel, sondern auch Birnen, Kirschen und Pflaumen. Das Stück Land wird ansonsten sich selbst überlassen, damit diverse Tiere ungestört leben können. Sogar eine Ringelnatter wurde schon gesichtet. Im Kräutergarten-Areal stehen außerdem neue Pflanzkübel mit Saatmischungen, die die Dörfer Elben und Scheiderwald von der Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ erhalten hatten. Die umrahmenden Holzkisten für die Kübel baute der Verein gemeinsam mit den Kindern der Gruppe „ELBkids“ aus Bauholzresten.

Erwähnenswert ist zudem der Beitrag zum Umweltschutz, den Tobias Alfes und Johannes Schulze leisten. Die beiden Männer sind nun geprüfte Imker und beherbergen eigene Bienenvölker. Damit leben in Elben gleich drei Imker, die für den Nachwuchs bereits Veranstaltungen zum Thema „Imkern“ durchgeführt haben.

„Weiter so“, betonte der Bürgermeister, der auch die Wichtigkeit des Klimaschutzes unterstrich. „Daher freue ich mich, dass wir heute hier sind.“ Der Schutz der Natur und der Umwelt sei vor dem Hintergrund der Pandemie viel zu sehr in den Hintergrund geraten. Klimaschutz sei immer das Topp-Thema gewesen – „und so soll es auch bleiben“.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen