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Industriebrache Apparatebau Rothemühle
Kreative Köpfe wünschen sich Kulturhalle

Die Halle 4 der riesig anmutenden Industriebrache in Rothemühle ist ins Visier von Kulturschaffenden geraten. Hier probte auch bereits der vielfach dekorierte Chor „BIGGEsang“ und ist begeistert.
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  • Die Halle 4 der riesig anmutenden Industriebrache in Rothemühle ist ins Visier von Kulturschaffenden geraten. Hier probte auch bereits der vielfach dekorierte Chor „BIGGEsang“ und ist begeistert.
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hobö Rothemühle. Die vielseitigen Diskussionen über die Zukunft der Industriebrache Balcke-Dürr bzw. Apparatebau Rothemühle haben auch die Aufmerksamkeit von Kulturschaffenden geweckt. Mehrere kreative Köpfe haben sich zu einem Ideenpool zusammengeschlossen, sich das Gelände angeschaut und die Halle 4 genauer ins Visier genommen. Chorproben, Kunstausstellungen, Operngesang, Lesungen und Musikvorträge initiierten die Beteiligten mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ergebnis: „Wir haben uns alle sofort in die Örtlichkeit verliebt.“ So fasst Opernsängerin Viola Zimmermann aus Heid die Gefühlswelt der Beteiligten zusammen.

hobö Rothemühle. Die vielseitigen Diskussionen über die Zukunft der Industriebrache Balcke-Dürr bzw. Apparatebau Rothemühle haben auch die Aufmerksamkeit von Kulturschaffenden geweckt. Mehrere kreative Köpfe haben sich zu einem Ideenpool zusammengeschlossen, sich das Gelände angeschaut und die Halle 4 genauer ins Visier genommen. Chorproben, Kunstausstellungen, Operngesang, Lesungen und Musikvorträge initiierten die Beteiligten mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ergebnis: „Wir haben uns alle sofort in die Örtlichkeit verliebt.“ So fasst Opernsängerin Viola Zimmermann aus Heid die Gefühlswelt der Beteiligten zusammen. Auch Volker Arns aus Elben, einer der profiliertesten und erfolgreichsten Chorleiter der Region, ist nach eigenem Bekunden „Feuer und Flamme“ für die Idee einer „Kulturhalle 4“.

"Das Projekt" im Biggetal

Wunsch nach "Kulturhalle 4" in Rothemühle

Die Begeisterung der Kulturliebhaber zeigt sich auf deren Homepage www.kulturhalle4.de. Dort stellen sich die Projektinteressierten vor und haben alle Ideen und Visionen zusammengetragen, visualisiert und textlich beschrieben. Vor allem der besondere Charme der traditionsreichen Firmenimmobilie mit der roten Backsteinfassade und dem einzigartigen Flair im Innern hat die Gedanken befeuert. Hier, da sind sich nicht nur Viola Zimmermann und Volker Arns einig, ließen sich Kulturveranstaltungen unterschiedlichster Art in einer einmaligen Kulisse realisieren.

Für Kunstausstellungen böte der Bereich im kleinen Obergeschoss der Halle 4 eine interessante Kulisse, wie diese Installation beweist.
  • Für Kunstausstellungen böte der Bereich im kleinen Obergeschoss der Halle 4 eine interessante Kulisse, wie diese Installation beweist.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Aber mit der Realisierung von Ideen ist das bekanntlich nicht immer einfach. So auch in diesem Fall. Wie mehrfach berichtet, hat der Gemeinderat eine Konzeptvergabe beschlossen, die bereits gestartet ist. Bis zum 27. August haben potentielle Interessenten die Möglichkeit, ihr Interesse am Kauf der gesamten, 58.000 Quadratmeter umfassenden Industriebrache Apparatebau Rothemühle mitsamt aller Immobilien und Freiflächen zu bekunden. Die Gemeinde erwartet dabei ein „aussagekräftiges Finanzierungskonzept“ sowie die Nennung eines Kaufpreises. Der Mindestkaufpreis beläuft sich auf 2,1 Millionen Euro.

"Eine einmalige Chance für die Gemeinde Wenden"

„Vermutlich sind wir zu spät“, vermutet Volker Arns im Gespräch mit der SZ. Die Zeit sei nun sehr knapp, um eventuelle Investoren für ein Kulturprojekt zu finden. Denn nicht nur die Halle 4 sei für Kulturveranstaltungen denkbar. Auf dem gesamten Gelände könnte ein Bildungs- und Kulturzentrum in Form einer „Kulturfabrik“ entstehen.

Aber bereits die Halle 4 zu erhalten und für Kulturzwecke herzurichten, wäre nach Ansicht von Viola Zimmermann „eine einmalige Chance in und für die Gemeinde Wenden“. Beim Betreten des Geländes und der Gebäude spüre man sofort die Nostalgie, frohlockt Volker Arns. Hier Kultur in all ihren Facetten zu präsentieren wäre für nahezu alle Vereine der Gemeinde und darüber hinaus höchst interessant – von den Zuschauern und Zuhörern ganz zu schweigen.

Der Bereich im Obergeschoss eigne sich perfekt für Ausstellungen, Lesungen und kleinere Konzerte, während der bis unter das Dach reichende Hallentrakt für größere Konzerte, Theateraufführungen und ähnliches geeignet sei. Die Bausubstanz sei hervorragend. Im östlichen Bereich könnte Gastronomie betrieben werden, zumal dort bald der Radweg von Rothemühle ins Wildenburger Land auf der ehemaligen Bahntrasse verwirklicht werden solle. Hier gebe es andernorts erfolgversprechende Beispiele, wo alte Industriebrachen gastronomische Publikumsmagneten geworden seien.
„Die spannende Frage ist also, wie wir unserem Ziel näher kommen“, fragt Volker Arns. „Wir werden wohl auf mögliche Investoren zugehen müssen.“

Ideengeber für Projekt "Gewerbepark Rothemühle" sehen Kultur als Teil des Konzepts

Bislang ist nicht bekannt, wie viele potenzielle Investoren sich an der Konzeptvergabe der Gemeinde Wenden beteiligen. Stefan Müller und Alexander Czenkusch, die ihr Projekt „Gewerbepark Rothemühle“ bereits mehrfach vorgestellt und beworben haben, werden sich beteiligen. „Die laufen bei uns offene Türen ein“, beantwortet Stefan Müller die Frage der SZ, ob er sich eine Kulturhalle vorstellen könne. Dies sei von Anfang an eine Säule seines Konzepts. Allerdings favorisiere er die Hallen 2 oder 3, die den gleichen Industriecharme versprühten, aber näher am Parkplatz und sanitären Anlagen lägen. Hierher ließen sich Besucherströme leichter steuern, was auch hinsichtlich der Nachbarn von Bedeutung wäre.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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