Manfred Meurer tritt ab

CDU-Fraktionsvorsitzender und auch Kunibert Solbach verzichten auf erneute Kandidatur

hobö Rothemühle. Was Beobachter der politischen Szenerie in der Gemeinde Wenden bereits vermuteten, hat sich bestätigt: Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Wendener Gemeinderat, Manfred Meurer, tritt von der Politikbühne ab. Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Rothemühle betonte Meurer am Freitagabend, dass er nicht erneut als Kandidat für den Wendener Gemeinderat zur Verfügung stehe. Auch CDU-Ratsherr Kunibert Solbach erklärte bei der Veranstaltung seinen Rückzug.

Er habe dem Vorstand des CDU-Gemeindeverbands seine Entscheidung bereits mündlich mitgeteilt, erklärte Manfred Meurer. Er war unmittelbar zuvor gebeten worden, der Versammlung aus dem Gemeinderat zu berichten. Doch der Dörnscheider erklärte: »Ich stehe nicht wieder zur Wahl, ich verzichte auf einen Beitrag zur Arbeit im Gemeinderat.« Schluss, Aus – mehr sagte Meurer, der seit 1999 Vorsitzender der CDU-Mehrheitsfraktion im Wendener Gemeinderat ist und diesem Gremium zwei Jahrzehnte angehörte, nicht mehr. Bis zur Gemeinderatswahl am 26. September wird Manfred Meurer seine Ämter behalten.

Kunibert Solbach aus Rothemühle, der seit zwei Wahlperioden dem Wendener Gemeinderat angehört, informierte kurz über seine politische Tätigkeit und die seinen Wahlbezirk betreffenden Entscheidungen im Rat. Danach erklärte auch er den Verzicht auf eine erneute Kandidatur. »Demokratie lebt von Wechsel und neuen Gesichtern. Ich bin aber weiter bereit, in der CDU mit zu arbeiten.« Mehr Hinweise für die Beweggründe gab es nicht. Patrick Bredebach, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Rothemühle, dankte den beiden Politikern für ihre bisherige Arbeit im Gemeinderat.

Der Vorstand der Ortsunion hatte ganz offensichtlich mit dem Rückzug Meurers und Solbachs gerechnet. Denn er präsentierte bei der anstehenden Nominierung von Kandidaten für die Gemeinderatswahl zwei Alternativvorschläge. Im Wahlbezirk Heid/Rothemühle/Trömbach, den bislang Kunibert Solbach für die CDU vertrat, soll nunmehr Bärbel Schneider für ein Direktmandat kandidieren. Die 34-jährige verheiratete Mutter von drei Kindern lebt seit 1997 in Rothemühle und ist seit knapp einem Jahr Mitglied in der CDU. Sie erhielt bei einer ungültigen Stimme und einer Enthaltung 24 Ja- und zwei Neinstimmen. Zu ihrem persönlichen Vertreter wurde Thomas Peters gewählt (28 Jastimmen, eine Enthaltung).

Für den Wahlbezirk Dörnscheid, Döingen, Römershagen, Vahlberg, Brün, Hoffnung und »Bins«, den bislang Manfred Meurer für die CDU vertrat, soll nunmehr Bernd Eichert kandidieren. Der 30-jährige gebürtige Ottfinger zieht am 1. April nach Bebbingen, um dort einen Bauernhof zu übernehmen. Auch er ist seit einem Jahr CDU-Mitglied. Er erhielt bei zwei Nein- 27 Jastimmen. Sein persönlicher Vertreter ist Dirk Klotz aus Rothemühle (25 Ja-, drei Neinstimmen, eine Enthaltung). Die Wahlen im Ortsverband Rothemühle müssen bekanntlich wie die Voten in den anderen CDU-Ortsverbänden noch von der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands am 25. März bestätigt werden (die SZ berichtete über das Prozedere mehrfach).

Bevor Meurer und Solbach ihren Kandidaturverzicht erklärten, hatte Kreistagsmitglied Kunibert Kinkel aus dem Kreistag berichtet, um dann die Versammlung wegen eines anderen Termins frühzeitig zu verlassen. Für eine erneute Kandidatur des Ottfingers um den Einzug in den Olper Kreistag votierten bei einer Enthaltung 27 Mitglieder.

CDU-Bürgermeisterkandidat Antonius Halbe erläuterte wie am Vortag in Schönau (die SZ berichtete), dass die Voten aus den Ortsverbänden vom Gemeindeverband akzeptiert werden sollten. Erneut appellierte er, in der CDU Geschlossenheit zu zeigen: »Wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir einen grandiosen Wahlerfolg erzielen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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