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Marienstraße erhielt Kreisel

Da ist er schon, der Minikreisel der Marienstraße in Altenhof. Bürgermeister Bernd Clemens und BPA-Vorsitzender Matthias Quast fassten einen Dringlichkeitsbeschluss, der den Bau ermöglichte. Der Fachausschuss ist nun gefragt, diesen Beschluss im Nachgang des bereits erfolgten Baus zu genehmigen.  Foto: hobö
  • Da ist er schon, der Minikreisel der Marienstraße in Altenhof. Bürgermeister Bernd Clemens und BPA-Vorsitzender Matthias Quast fassten einen Dringlichkeitsbeschluss, der den Bau ermöglichte. Der Fachausschuss ist nun gefragt, diesen Beschluss im Nachgang des bereits erfolgten Baus zu genehmigen. Foto: hobö
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hobö ■ Dass inmitten eines laufenden Straßenbaus ein Kreisverkehr neu eingeplant wird, gehört nicht zum Regelfall. Die Gemeinde Wenden ging diesen Schritt aber beim Ausbau der Marienstraße in Altenhof. Dafür fassten Bürgermeister Bernd Clemens und Matthias Quast, Vorsitzender des kommunalen Bau- und Planungsausschusses (BPA), am 10. Oktober einen Dringlichkeitsbeschluss. Diesen Beschluss, so der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, soll der BPA in seiner Sitzung am Mittwoch, 20. November, genehmigen. Gebaut ist der Kreisverkehr aber bereits.

Wie mehrfach berichtet, wird die Marienstraße derzeit ausgebaut. Die Maßnahme ist inzwischen so gut wie abgeschlossen, jedenfalls kann die Straße schon wieder komplett befahren werden. Die entsprechende Ausbauplanung, die vom BPA am 31.

hobö  Dass inmitten eines laufenden Straßenbaus ein Kreisverkehr neu eingeplant wird, gehört nicht zum Regelfall. Die Gemeinde Wenden ging diesen Schritt aber beim Ausbau der Marienstraße in Altenhof. Dafür fassten Bürgermeister Bernd Clemens und Matthias Quast, Vorsitzender des kommunalen Bau- und Planungsausschusses (BPA), am 10. Oktober einen Dringlichkeitsbeschluss. Diesen Beschluss, so der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, soll der BPA in seiner Sitzung am Mittwoch, 20. November, genehmigen. Gebaut ist der Kreisverkehr aber bereits.

Wie mehrfach berichtet, wird die Marienstraße derzeit ausgebaut. Die Maßnahme ist inzwischen so gut wie abgeschlossen, jedenfalls kann die Straße schon wieder komplett befahren werden. Die entsprechende Ausbauplanung, die vom BPA am 31. Oktober vergangenen Jahres beschlossen worden war, sah eigentlich vor, dass im Kreuzungsbereich zum Siedlungsweg nur die Decke erneuert werden sollte.

Im Zuge der Ausführung zeigte sich nach Angaben der Gemeindeverwaltung jedoch, dass die Frostschutzschicht in diesem Bereich nur unzureichend und außerdem teerhaltiges Material in der Tragschicht vorhanden ist. Daher entschied man, die Kreuzung – ebenso wie die Marienstraße selbst – im Vollausbau zu erneuern.

Das planende Büro SMR machte der Kommune in diesem Zusammenhang den Vorschlag, den besagten Kreuzungsbereich als Kreisverkehr auszubauen. Dafür spräche unter anderem, dass die vier Straßen-Äste nicht synchron in der Kreuzung miteinander verbunden seien, „so dass die Verkehrs- und Sichtbeziehungen suboptimal sind“. Die dort vorhandene Kuppenlage erschwere die Situation noch.

Außerdem würden mit einem Kreisel die Geschwindigkeiten reduziert. Insbesondere von Wenden (Altenhofer Weg) kommend, seien häufiger Verkehrsteilnehmer mit zu hohen Geschwindigkeiten gemessen worden. Das Tempo, so die Planer, werde sehr wahrscheinlich zunehmen, wenn die Marienstraße über eine neue Fahrbahn verfüge.

Diesen Vorschlag griff die Wendener Verwaltung auf, „weil diese Lösung im Zuge der Fertigstellung gut zu realisieren war“. Darüber hinaus lägen die Mehrkosten im Vergleich zum reinen Vollausbau nur bei rund 4000 Euro.

In der Sitzungvorlage für den BPA weist die Verwaltung darauf hin, dass es sich hier um einen Minikreisel mit einem Durchmesser von 14 Metern handele, der insbesondere wegen größerer Fahrzeuge (Lkw, Winterdienst, Müllentsorgung) überfahrbar bleiben müsse. Gleichwohl soll die „eingeschränkte Gestaltung in der Mitte des Kreisels“ dafür sorgen, dass nicht doch ungebremst über ihn hinweggefahren werde. Der Praxistest zeigt, dass die meisten Pkw-Fahrer zwar nicht über die Kreiselmitte fahren, sehr wohl aber eine „Abkürzung“ über die leicht erhöhte Fläche bevorzugen.

Die Dringlichkeit war laut Verwaltung dadurch begründet, dass die bauausführende Firma die Fertigstellung der Marienstraße für die 43. Kalenderwoche, also ab dem 21. Oktober, eingeplant hatte. Der Auftrag für die Ausbildung des Kreisels habe also kurzfristig erfolgen müssen, damit die Decken in einem Zuge eingebaut werden können.

Die Mehrkosten (Kreisverkehr anstelle Deckschicht) von insgesamt 36 000 Euro können laut Verwaltungsangaben gedeckt werden über Minderauszahlungen bei anderen Maßnahmen, z. B. für die Erschließung des Hofes Reer in Römershagen, die frühestens 2020 ansteht (die SZ berichtete).

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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