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Mehr Licht – weniger Kosten

Der SV Rothemühle möchte am Sportplatz „Am Rothenborn“ die Flutlichtanlage auf LED-Technik umrüsten. Neben einer besseren Ausleuchtung erhofft sich der Club Einsparungen hinsichtlich der Energiekosten.  SZ-Archivfoto: hobö
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  • Der SV Rothemühle möchte am Sportplatz „Am Rothenborn“ die Flutlichtanlage auf LED-Technik umrüsten. Neben einer besseren Ausleuchtung erhofft sich der Club Einsparungen hinsichtlich der Energiekosten. SZ-Archivfoto: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö ■ Im Amateur-Fußball herrscht zurzeit eher düstere Stimmung. Der Spielbetrieb ruht infolge der Corona-Restriktionen, die Clubs erleiden insbesondere wegen fehlender Zuschauereinnahmen zudem finanzielle Einbußen. Zwei aktuelle Entscheidungen des Wendener Gemeinderats sind zwar nicht das viel zitierte Licht am Ende des Tunnels, dienen aber sehr wohl einer Aufhellung – sowohl finanziell wie auch bei der Ausleuchtung der Spielfelder.

Denn der Fußball-Club Altenhof wie auch der Sportverein Rothemühle wollen ihre Flutlichtanlagen auf LED-Technik umrüsten. Entsprechende Zuschussanträge bei der Gemeinde Wenden lagen dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung vor.

hobö  Im Amateur-Fußball herrscht zurzeit eher düstere Stimmung. Der Spielbetrieb ruht infolge der Corona-Restriktionen, die Clubs erleiden insbesondere wegen fehlender Zuschauereinnahmen zudem finanzielle Einbußen. Zwei aktuelle Entscheidungen des Wendener Gemeinderats sind zwar nicht das viel zitierte Licht am Ende des Tunnels, dienen aber sehr wohl einer Aufhellung – sowohl finanziell wie auch bei der Ausleuchtung der Spielfelder.

Denn der Fußball-Club Altenhof wie auch der Sportverein Rothemühle wollen ihre Flutlichtanlagen auf LED-Technik umrüsten. Entsprechende Zuschussanträge bei der Gemeinde Wenden lagen dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung vor. Einstimmig beschloss das Gremium, die beantragte Unterstützung zu gewähren und folgte damit einhergehend den Empfehlungen der Verwaltung.

Der SV Rothemühle erhält einen Zuschuss in Höhe von 14 850,17 Euro, der FC Altenhof eine Förderung in Höhe von 4000 Euro. Die unterschiedlichen Summen erstaunen vordergründig, ihnen liegen aber verschiedene Förderanträge zugrunde.

Wie mehrfach berichtet, hat die Gemeinde Wenden Förderrichtlinien erarbeitet, die unter anderem die Bezuschussung einer Sanierung von Flutlicht- und Trainingsbeleuchtungsanlagen regelt.

Außerdem sind hier auch Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen geregelt. Gefördert werden demnach investive Klimaschutz- und Energiesparmaßnahmen an vereinseigenen Liegenschaften, wozu auch die Umrüstung von Flutlichtanlagen auf LED-Technologie gehört. „Diese Maßnahmen müssen auf der Grundlage der Prüfung und/oder Beratung durch einen zertifizierten Fachplaner/Bausachverständigen als energiesparend, emissionsmindernd eingestuft und ausgewiesen werden“, heißt es in den Förderrichtlinien.

Die Höhe der Fördersumme für investive Klimaschutz- und Energiesparmaßnahmen beträgt 75 Prozent der tatsächlich anfallenden, förderfähigen Kosten – höchstens jedoch 50 000 Euro. Die Förderrichtlinien sagen aber auch aus, dass Zuschüsse für die Sanierung von Flutlicht- und Trainingsbeleuchtungsanlagen frühestens nach Ablauf von 20 Nutzungsjahren beantragt werden.

Der SV Rothemühle hat aber noch 2005 einen Zuschuss für die Sanierung der Flutlichtanlage in Höhe von 750 Euro erhalten. Da die nun angestrebte Umrüstung nicht nur eine Sanierung, sondern auch eine Klimaschutz- und Energiesparmaßnahme darstelle, vertritt Bürgermeister Bernd Clemens die Auffassung, dass der 2005 für die „bloße“ Sanierung der Flutlichtbeleuchtung gewährte Zuschuss nicht als „förderschädlich“ für die aktuelle Maßnahme eingestuft werden dürfe. Er schlägt vor, für die verbleibenden fünf Jahre Restnutzungszeit einen Betrag abzuziehen, nämlich 190 Euro (750 Euro : 20 Jahre x 5 Jahre = 190 Euro).

Der SV Rothemühle legt seinem Zuschussantrag Gesamtkosten von 30 738,08 Euro zugrunde. Er bekommt 7684,52 Euro Bundesmittel sowie einen 3000-Euro-Zuschuss des Kreises Olpe. 75 Prozent Förderung der verbleibenden Kosten ergeben einen kommunalen Zuschuss in Höhe von 15 040,17 Euro. Hier fließt der oben errechnete Abzug noch ein, so dass die Gemeinde 14 850,17 Euro als Zuschuss zahlt. Somit muss der Verein noch Eigenmittel von 5203,39 Euro aufbringen. Die Maßnahme soll zwischen dem 1. und dem 31. August umgesetzt werden, kündigt der Verein in seinem Antrag an. Darin ist ferner ausgeführt, dass man mit Hilfe der Maßnahme etwas mehr als 1400 Euro an Energiekosten pro Jahr einsparen werde. Zudem würden mit dieser Maßnahme künftig 73 Tonnen CO2 weniger pro Jahr ausgestoßen.

Der FC Altenhof erhält einen Gemeindezuschuss von 4000 Euro für die Umrüstung der Fluchtlichtanlage auf LED-Technik. Die Trainingsbeleuchtung auf der Sportanlage „Am Winterhagen“ wurde im Jahr 1978 fertiggestellt, insofern sind die 20 Nutzungsjahre längst abgelaufen.

Der FC Altenhof legt in seinem Zuschussantrag Gesamtaufwendungen in Höhe von 23 990,40 Euro zugrunde. Auch hier zahlt der Kreis Olpe 3000 Euro Zuschuss, an Eigenleistungen sollen 4995,20 Euro einfließen.

Der FC Altenhof beantragt seitens der Gemeinde nicht die 75-prozentige Förderung für die Umrüstung auf LED-Leuchten, sondern 4000 Euro, die in den Förderrichtlinien generell für die Erneuerung von Flutlichtanlagen vorgesehen sind. Dieser Zuschuss reicht dem Verein, da er beim Gemeindesportverband Wenden über das Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ Zuschüsse in Höhe von 11 995,20 Euro beantragt hat.

Der FC Altenhof möchte die Umrüstung zügig durchführen. Ursprünglich war der April vorgesehen, doch infolge der Corona-Pandemie konnte der Gemeinderat die Gewährung der Zuschüsse erst jetzt beschließen. In Altenhof rechnet man mit jährlichen Einsparungen an Energiekosten zwischen 1300 und 1750 Euro, was abhängig davon ist, wie stark man das Licht auf der Sportanlage dimmt.

Der SV Rothemühle möchte am Sportplatz „Am Rothenborn“ die Flutlichtanlage auf LED-Technik umrüsten. Neben einer besseren Ausleuchtung erhofft sich der Club Einsparungen hinsichtlich der Energiekosten.  SZ-Archivfoto: hobö
Der FC Altenhof erhält ebenfalls einen kommunalen Zuschuss, um die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz „Am Winterhagen“ auch unter Gesichtspunkten des Klimaschutzes umzurüsten.  Foto: hobö
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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