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Pflanzaktion in Wenden
Mountainbiker forsten auf

Zahlreiche Helfer beteiligten sich an der Pflanzaktion auf der Kalamitätsfläche der Waldgenossenschaft Wenden an der Kreuzbergstraße zwischen Wenden und Elben.
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adz Wenden. Der schlechte Zustand unseres Waldes betrifft und beschäftigt auch die Mountainbiker. Daher hatte der Mountainbikeverein „MTB Wendener Land” für vergangenen Samstag zu einer Pflanzaktion eingeladen. 1000 Rotbuchen sollten auf einer Fläche der Waldgenossenschaft Wenden gepflanzt werden. „Wir wollten damit aktiv an der Aufforstung teilhaben und auch den Austausch mit der Waldgenossenschaft fördern“, erklärte MTB-Vorsitzender Thomas Clemens hinsichtlich der bekannten Vorbehalte gegenüber Mountainbikern in den Wäldern.

Besonders wichtig ist dem Verein der Dialog mit den Eigentümern und den Vertretern von Forst und Jagd, um das gegenseitige Verständnis zu fördern. „Durch die Abholzung der Wälder gehen für uns Mountainbiker viele Strecken verloren.

adz Wenden. Der schlechte Zustand unseres Waldes betrifft und beschäftigt auch die Mountainbiker. Daher hatte der Mountainbikeverein „MTB Wendener Land” für vergangenen Samstag zu einer Pflanzaktion eingeladen. 1000 Rotbuchen sollten auf einer Fläche der Waldgenossenschaft Wenden gepflanzt werden. „Wir wollten damit aktiv an der Aufforstung teilhaben und auch den Austausch mit der Waldgenossenschaft fördern“, erklärte MTB-Vorsitzender Thomas Clemens hinsichtlich der bekannten Vorbehalte gegenüber Mountainbikern in den Wäldern.

Besonders wichtig ist dem Verein der Dialog mit den Eigentümern und den Vertretern von Forst und Jagd, um das gegenseitige Verständnis zu fördern. „Durch die Abholzung der Wälder gehen für uns Mountainbiker viele Strecken verloren. Mit unserer Pflanzaktion möchten wir zum einen einen Beitrag zum Naturschutz leisten, zum anderen hoffen wir auch, dass uns ausgewiesene Mountainbikestrecken in den Neuaufforstungen ermöglicht werden“, so Clemens. Einen ersten kleinen Schritt machten die Mountainbiker dazu auf einer circa 2,5 Hektar großen Fläche der Waldgenossenschaft Wenden zwischen Wenden und Elben, die aufgrund des Borkenkäferbefall gerodet worden ist und nun aufgeforstet werden soll.

Tatkräftige Unterstützung

Dazu hatten die Mountainbiker tatkräftige Unterstützung. Neben dem neugewählten Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis I, Florian Müller, und dem Olper Landtagsabgeordneten, Jochen Ritter (beide CDU) waren auch der stellv. Bürgermeister der Gemeinde Wenden, Ludger Wurm (CDU), und weitere Kommunalpolitiker gekommen. Besonders engagiert zeigten sich darüber hinaus die vielen Familien, die bei der Aufforstung mithelfen wollten.
Die Idee für die Baumpflanzaktion kam von Michael Kull und dem Mountainbike-Profi Tobias Woggon. „Wir fahren als Mountainbiker immer durch den Wald. Jetzt, da der Wald unsere Hilfe braucht, möchten wir etwas zurückgeben“, erklärte Woggon.

Im Sommer ist der Radprofi zusammen mit Steffi Marth, mehrmalige Deutschen Meisterin im Mountainbike, durch Deutschland gefahren, um bei Unternehmen und Privatpersonen für die Baumpflanzaktion zu werben. „Wir haben sogar Cem Özdemir unser Projekt vorgestellt“, berichtete Woggon vom Treffen mit dem designierten Bundesagrarminister aus den Reihen der Grünen. Die gesammelten Gelder wollen Kull und Woggon, die beide aus dem Bergischen Land stammen, im näheren Umkreis verwenden. So ist der Kontakt zum „MTB Wendener Land“ entstanden.

Weitere Aktion im Frühjahr

Das Geld, das im Rahmen der Deutschlandtour zusammengekommen ist, wird allerdings erst im nächsten Jahr verwendet. Die 1000 Rotbuchen wurden durch das Programm der Landesregierung „2000 x 1000 Euro für Engagement“ angeschafft. Im nächsten Frühling wird eine weitere Pflanzaktion mit 2000 bis 3500 Bäumen stattfinden. „Hier wollen wir 15 verschiedene Arten anpflanzen, damit sich der Wald zu einem stabilen Mischwald entwickelt. Zudem möchten wir auch einige Obstbäume pflanzen“, erklärte Kull.

Auch Jörn Hessen vom Mountainbike-Tourismusforum war ins Wendener Land gekommen, um an der Pflanzaktion teilzuhaben. Auch er betonte noch einmal, dass Naturschutz und Mountainbiken zusammen gelingen können. „Wir brauchen und schätzen den Wald. Aber leider müssen wir uns heute Gedanken machen, wie Mountainbike funktionieren kann, wenn es keine Wälder mehr gibt. Um das zu verhindern, müssen wir alle zusammenarbeiten“, so Hessen. Und das taten die vielen freiwilligen Helfer auch, in kürzester Zeit pflanzten Jung und Alt zahlreiche Rotbuchen, die nicht nur in der Hoffnung aller Beteiligten irgendwann eine stattliche Größe erreichen und zur Erholung des gesamten Waldbestands beitragen.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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