"Wir alle sind Deutschland"
Muslimische Gemeinde hilft den Flutopfern

Wir haben in Deutschland Hilfe und ein neues Leben bekommen und möchten den Menschen in Not auch helfen“, sagt Qamar Warraich (6. v.l.) aus Wenden, der zusammen mit anderen Gemeindemitgliedern im Ahrtal konkrete Hilfe leistet.
  • Wir haben in Deutschland Hilfe und ein neues Leben bekommen und möchten den Menschen in Not auch helfen“, sagt Qamar Warraich (6. v.l.) aus Wenden, der zusammen mit anderen Gemeindemitgliedern im Ahrtal konkrete Hilfe leistet.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Bad-Neuenahr-Ahrweiler/Olpe/Siegen/Wenden. „Wir sind alle Deutschland“ steht auf den T-Shirts von Qamar Warraich aus Wenden und seinen Freunden, die täglich ehrenamtlich im Katastrophengebiet Kreis Ahrweiler und Umgebung als freiwillige Hilfskräfte unterwegs sind. Sie alle sind Mitglieder der muslimischen Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat, welche sich die grundlegenden Werte des Islams zum Motto macht: die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen.

Jeden Tag wird im Katastrophengebiet für 3000 Menschen gekocht

Aus diesem Grund scheint es für Aakash Mehmood, Qamar Warraich, Kashif Javeed und andere Gemeindemitglieder eine Selbstverständlichkeit, die Menschen, die Opfer der Flutkatastrophe wurden, tatkräftig zu unterstützen. Jeden Tag wird von den deutschlandweiten Spenden der Gemeinde für rund 3000 Menschen gekocht. Anschließend fahren die Gemeindemitglieder aus den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein in Fahrgemeinschaften in das Katastrophengebiet und treffen dort die anderen Gemeindemitglieder aus ganz Deutschland.

Sie teilen sich in kleine Gruppen auf und verteilen das Essen an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei, aber auch an den Haustüren der Bewohnerinnen und Bewohner. Infolge der Interaktion mit den Menschen vor Ort komme es immer wieder zu Gesprächen mit Betroffenen. Gespräche seien ganz wichtig – „und es fließen auch Tränen“, berichtete der Kölner Theologe und Imam Mahmood Ahmad Malhi.

"Wir möchten den Menschen helfen"

Nachdem das Essen verteilt ist, begeben sich die Hilfskräfte in vollgelaufene Keller und Wohnungen, um die Häuser von Matsch und zerstörtem Mobiliar zu befreien. Der Zuspruch und die Dankbarkeit der Menschen vor Ort sei groß. „Wir möchten Menschen helfen, egal welcher Religion sie angehören oder welche Hautfarbe sie haben. Wir haben in Deutschland Hilfe und ein neues Leben bekommen und möchten den Menschen in Not auch helfen“, erklärte Qamar Warraich. Er selbst ist vor einigen Jahren mit seiner Familie aus Pakistan nach Deutschland gekommen und lebt zurzeit in der Gemeinde Wenden.
„Wenn ein ereignisreicher Arbeitstag zu Ende geht, kann man zufrieden ins Bett gehen“, ergänzt Mahmood Ahmad Malhi.

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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