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Situation für Radweg-Nutzer soll einhergehend verbessert werden
„Netto“ will Markt vergrößern

Der Lebensmitteldiscounter „Netto“ möchte seinen Markt in Gerlingen vergrößern. Der Parkplatz wird einhergehend ebenfalls neu strukturiert. Über ihn verläuft der kommunale Radweg zwischen Gerlingen und Möllmicke – eine Markierung soll das künftig besser kenntlich machen. Ferner soll der Einmündungsbereich zur Koblenzer Straße zwei Abfahrtsspuren erhalten. Fotos: hobö
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  • Der Lebensmitteldiscounter „Netto“ möchte seinen Markt in Gerlingen vergrößern. Der Parkplatz wird einhergehend ebenfalls neu strukturiert. Über ihn verläuft der kommunale Radweg zwischen Gerlingen und Möllmicke – eine Markierung soll das künftig besser kenntlich machen. Ferner soll der Einmündungsbereich zur Koblenzer Straße zwei Abfahrtsspuren erhalten. Fotos: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö Wenden. Der Lebensmitteldiscounter „Netto“ möchte seinen Markt an der Koblenzer Straße in Gerlingen vergrößern. Mit diesem Vorhaben beschäftigte sich am Mittwochabend der Bau- und Planungsausschuss (BPA) der Gemeinde Wenden, weil für dieses Vorhaben der geltende Vorhabenbezogene Bebauungsplan „Lebensmittelmarkt Gerlingen“ geändert werden muss. Die Festsetzungen aus dem Jahr 2003 würden ein größeres Marktgebäude einschließlich der Folgen für die Außenanlagen nicht zulassen. Von öffentlichen Interesse ist das Projekt außerdem, weil über den Parkplatzes des Marktes ein Teilstück des kommunale Radwegs verläuft.

Rainer Hoffmann vom Büro für Architektur und Stadtplanung Horstmann & Hoffmann in Freudenberg stellte dem Ausschuss das Planungskonzept vor.

hobö Wenden. Der Lebensmitteldiscounter „Netto“ möchte seinen Markt an der Koblenzer Straße in Gerlingen vergrößern. Mit diesem Vorhaben beschäftigte sich am Mittwochabend der Bau- und Planungsausschuss (BPA) der Gemeinde Wenden, weil für dieses Vorhaben der geltende Vorhabenbezogene Bebauungsplan „Lebensmittelmarkt Gerlingen“ geändert werden muss. Die Festsetzungen aus dem Jahr 2003 würden ein größeres Marktgebäude einschließlich der Folgen für die Außenanlagen nicht zulassen. Von öffentlichen Interesse ist das Projekt außerdem, weil über den Parkplatzes des Marktes ein Teilstück des kommunale Radwegs verläuft.

Rainer Hoffmann vom Büro für Architektur und Stadtplanung Horstmann & Hoffmann in Freudenberg stellte dem Ausschuss das Planungskonzept vor. Er erläuterte, dass das Gebäude rund 500 m2 größer werde. Bisher stünden in dem Gebäude 750 m2 Verkaufsfläche zur Verfügung. Mit den anvisierten Änderungen soll diese um ca. 200 m2 erhöht und mit der zusätzlich geplanten Erweiterung des Backshops mitsamt Café auf dann insgesamt 1065 m2 erweitert werden.

Mit dieser Erweiterung gehe aber nicht eine Vergrößerung des Warenangebotes einher. Die Firma „Netto“ beabsichtige vielmehr, dem allgemeinen Trend in der Lebensmittelbranche zu folgen und die Warenpräsentation im Markt moderner und kundenfreundlicher zu gestalten. „Das Schmalspur-Ambiente der Discounter wird sich bald überholt haben“, prophezeite Rainer Hoffmann. Die Warenregale in dem Markt in Gerlingen würden niedriger, die Gänge breiter und die Kassenzonen komfortabler. Die Optik des Gebäudes ändere sich dabei nicht wesentlich, erklärte der Planer, in Breite und Länge würde es jeweils nur rund 5 Meter größer.

Im Außenbereich würden die Stellplätze neu angeordnet. Außerdem würde deren Zahl von 94 auf 90 geringfügig gesenkt. Die Zu- und Abfahrt an der vielbefahrenen Landesstraße  512 hält der Planer für „verbesserungswürdig“. Daher werde es künftig jeweils eine eigene Abfahrtsspur nach links und nach rechts geben. Dies sei auch geboten, so Hoffmann, da der Einmündungsbereich auch als Erschließung für das nebenstehende Wohn- und Geschäftshaus diene.

Keine Probleme gebe es hinsichtlich des Schallschutzes, versicherte Rainer Hoffmann. Dies habe ein Schallschutzgutachten ergeben, dass für das jetzige Planverfahren erstmals durchgeführt worden sei. Der Anlieferverkehr und die Abfallentsorgung würden künftig nicht mehr im Freien, sondern in einem Gebäudetunnel erfolgen. Und nach Geschäftssschluss werde der Parkplatz mit einer Schranke für den Autoverkehr gesperrt.

Bekanntlich mündet der kommunale Radweg von Wenden bzw. Möllmicke kommend auf dem „Netto“-Parkplatz in Gerlingen. „Er führt dann irgendwo über das Gelände, aber nicht sichtbar“, umschrieb Rainer Hoffmann die – zumindest für Auswärtige – unübersichtliche Situation. In Zukunft wolle man die Radfahrer auf einem besonders markierten Streifen über den Parkplatz leiten. Derzeit würden die meisten Radfahrer den Weg über den Parkplatz zur Koblenzer Straße (L 512) suchen, was die Situation im Einmüdungsbereich nicht wirklich verbessere. In Zukunft soll der markierte Weg zur Fortführung des Radwegs in Richtung Bruchstraße leiten.

BPA-Mitglied Robert Dornseifer (SPD) wollte wissen, welche Rechte die Radfahrer auf dem Areal überhaupt haben. Rainer Hoffmann dazu: „Es geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Der Radfahrer hat aber eher mehr Rechte, weil er als der schwächere Verkehrsteilnehmer gilt.“ Und wenn es dann noch einen markierten Fahrstreifen gebe, würden seiner Ansicht nach die Rechte der Radfahrer eher verbessert.

Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Wenden votierte einstimmig für eine Änderung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Lebensmittelmarkt Gerlingen“ und nahm einhergehend das vorgelegte Planungskonzept zustimmend zur Kenntnis. Sollte der Wendener Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 12. Februar, dieser Empfehlung folgen, kämen als nächste Verfahrensschritte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange.

Der Lebensmitteldiscounter „Netto“ möchte seinen Markt in Gerlingen vergrößern. Der Parkplatz wird einhergehend ebenfalls neu strukturiert. Über ihn verläuft der kommunale Radweg zwischen Gerlingen und Möllmicke – eine Markierung soll das künftig besser kenntlich machen. Ferner soll der Einmündungsbereich zur Koblenzer Straße zwei Abfahrtsspuren erhalten. Fotos: hobö
Kaum ein Radfahrer fährt über den Parkplatz zur Radweg-Fortführung in Richtung Bruchstraße oder in umgekehrte Richtung. Womöglich auch, weil die Sperrgeländer nicht wirklich leicht zu durchfahren sind.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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