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Miniponys sind ein Blickfang
Neues Fohlen an der Gerlinger Mühle

Zum Dahinschmelzen: Die Minipferde aus Gerlingen entlocken den Passanten viele "Ahs" und "Ohs".
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  • Zum Dahinschmelzen: Die Minipferde aus Gerlingen entlocken den Passanten viele "Ahs" und "Ohs".
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

 yve Gerlingen. „Ahs“ und „Ohs“ entfahren wohl den allermeisten, die über den Radweg entlang des Wendebachs in Richtung Gerlingen gehen und auf die Weide von Stefanie Schmidt schauen. Ab dem Spätfrühling geht dort kein Blick an den Minishetlandponyfohlen vorbei. Viele Hunde, die hier von ihren Besitzern ausgeführt werden, sind größer.

Aufgeweckt tapsen und tollen die Zwerge über die Wiese, müde vom munteren Toben fallen sie dann auf der Seite liegend scheinbar in einen Tiefschlaf – einfach zum Dahinschmelzen. Jetzt ist das erste Fohlen der neuen Generation aus der Zucht von Stefanie Schmidt geboren. Gerade einmal 10 Kilo schwer, noch ohne Zähne und nicht höher als bis zum Knie. „Das ist Pixie“, stellt die 42-Jährige der SZ den Neuzugang vor.

 yve Gerlingen. „Ahs“ und „Ohs“ entfahren wohl den allermeisten, die über den Radweg entlang des Wendebachs in Richtung Gerlingen gehen und auf die Weide von Stefanie Schmidt schauen. Ab dem Spätfrühling geht dort kein Blick an den Minishetlandponyfohlen vorbei. Viele Hunde, die hier von ihren Besitzern ausgeführt werden, sind größer.

Aufgeweckt tapsen und tollen die Zwerge über die Wiese, müde vom munteren Toben fallen sie dann auf der Seite liegend scheinbar in einen Tiefschlaf – einfach zum Dahinschmelzen. Jetzt ist das erste Fohlen der neuen Generation aus der Zucht von Stefanie Schmidt geboren. Gerade einmal 10 Kilo schwer, noch ohne Zähne und nicht höher als bis zum Knie. „Das ist Pixie“, stellt die 42-Jährige der SZ den Neuzugang vor. „Jeder, der es sieht, möchte es am liebsten sofort mitnehmen.“

Eine der kleinsten Rassen der Welt

Die Zucht von Minishetlandponys ist die große Leidenschaft der Gerlingerin. Vor 14 Jahren verfiel sie dem Charme der neben Fallabellas kleinsten Pferderasse der Welt. „Mit zwei Beistellern fing es an“, erzählt Stefanie Schmidt. Heute versorgt sie etwa 20 Tiere, ihre Zucht „Minishettys von der Gerlinger Mühle“ ist die größte im Kreis Olpe.

Viele unterschätzen die Rasse. Schnell wird im Gespräch mit der Hobbyzüchterin deutlich, dass die Tiere mehr als nur ein „Rasenmäher“ sind. Sie tragen bis zu 30 Kilogramm, „Kinder bis zu etwa sechs Jahren können auf ihnen reiten“. Nur im Stockmaß unterscheiden sich „Minis“ vom Shetlandpony. Die Tiere der 42-Jährigen sind maximal 86 Zentimeter hoch. Ihren Namen verdanken die Rassen ihrer Herkunft – den Shetlandinseln, die Heimat kleiner Pferde seit Jahrhunderten.

Echte Kraftbündel

„Sie sind erstaunlich robust“, weiß Stefanie Schmidt. Mit ihrer breiten Brust, den kurzen, kräftigen Beinen, klaren Gelenken und harten Hufen eigneten sich die ausdauernden Geschöpfe auch zum Kutschefahren. Es sind wahre Kraftbündel. „Minishetlandponys sind stärker als ein Kaltblut, sie ziehen das Zweifache ihres Gewichts. Im Vergleich zu ihrer Körpergröße gelten sie als die stärkste Pferderasse der Welt“, betont Stefanie Schmidt.

Ihre Niedlichkeit täusche aber manchmal darüber hinweg, dass sie Pflege und Aufmerksamkeit wie ihre großen Artgenossen bräuchten. „Die Tiere sind kein Spielzeug“, auch wenn sie sehr menschenbezogen und kinderlieb seien. Auf eben diese Charakterzüge achtet Stefanie Schmidt beim Züchten, „das ist viel wichtiger, als das Aussehen, zum Beispiel eine besondere Farbgebung des Fells oder der Augen.“

Lange unter Tage eingesetzt

Die geringe Größe, gepaart mit ihrer Leistungsfähigkeit und Genügsamkeit, habe die Ponys während der industriellen Revolution von den Shetlandinseln auf das britische Festland für den Einsatz unter Tage gebracht. Erst im Jahr 2000 wurden sie dort außer Dienst gestellt. In Deutschland verließ 1966 Schimmelwallach Seppel in Bochum als letztes Grubenpferd des Landes die Zeche Lothringen.

Heute entwickele sich das zähe Minishetlandpony mehr und mehr zum Trendtier. „Meist wird es von Menschen gekauft, die Pferde mögen, aber für die das das Reiten nicht Vordergrund steht.“ Der Markt sei aktuell wie leergefegt. Ein reger Handel mit den Miniaturpferden herrsche in den Niederlanden. „Das ist dort wie ein Volkssport“, bedauert Stefanie Schmidt. In einigen Höfen sei das Züchten nicht artgerecht, die Verkaufsstrategien vielfach fragwürdig, ähnlich wie der Handel mit „Kofferraumwelpen“.
Vor der Anschaffung der drolligen Arbeitstiere sollte unbedingt deren Herkunft beachtet werden, rät die 42-Jährige, die ihre Fohlen frühestens mit sechs Monaten abgibt – mit vollständigen Abstammungsnachweisen und Eintrag des Gestütsnamens im Rheinischen Pferdestammbuch.

Weitere Fohle in den nächsten Wochen

Pixie bleibt also noch genügend Zeit an der Seite der weißen Stute Pippilotta, die sich beim Fototermin mit ihrem großen Nüstern anhänglich an Stefanie Schmidt schmiegt.
In den nächsten Wochen kommen noch weitere Fohlen zur Welt, die ganz gewiss die Herzen der Spaziergänger im Nu erobern werden. Dann heißt es wieder „Minishetty-Alarm“ bei den Knuddelpaketen von der Gerlinger Mühle.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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