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Lebensmittel aus der Türkei
Özlem Ekizoglu eröffnet Ada-Markt in Möllmicke

Türkische Speisen und Gewürze sind enorm vielfältig. Özlem Ekizoglu eröffnet bald den Ada-Markt in Möllmicke.
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  • Türkische Speisen und Gewürze sind enorm vielfältig. Özlem Ekizoglu eröffnet bald den Ada-Markt in Möllmicke.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

yve Möllmicke. Auf Lebensmittel aus ihrer ursprünglichen Heimat kann Özlem Ekizoglu nicht verzichten. Essen spiele in der Türkei eine große Rolle, es bedeute auch Gemeinschaft. Essen und Zusammensitzen gehörten zu den Grundpfeilern der türkischen Kultur. Die Palette der oft raffinierten Speisen ist bunt – frisches Gemüse, Lamm- und Geflügelfleisch, Käse, Fisch und Obst, Kräuter und facettenreiche Gewürze. Nicht nur bei größeren Ereignissen sind mehrere Gänge meist Usus. „Das Essen wird bei uns zelebriert“, erzählt die 47-Jährige im Gespräch mit der SZ.

yve Möllmicke. Auf Lebensmittel aus ihrer ursprünglichen Heimat kann Özlem Ekizoglu nicht verzichten. Essen spiele in der Türkei eine große Rolle, es bedeute auch Gemeinschaft. Essen und Zusammensitzen gehörten zu den Grundpfeilern der türkischen Kultur. Die Palette der oft raffinierten Speisen ist bunt – frisches Gemüse, Lamm- und Geflügelfleisch, Käse, Fisch und Obst, Kräuter und facettenreiche Gewürze. Nicht nur bei größeren Ereignissen sind mehrere Gänge meist Usus. „Das Essen wird bei uns zelebriert“, erzählt die 47-Jährige im Gespräch mit der SZ.

Türkischer Einkaufsmarkt schließt seine Pforten

Einen Großteil der Produkte für Topf, Ofen, Grill und Pfanne kauft Özlem Ekizoglu im türkischen Einkaufsmarkt, noch bis vor Kurzem war sie regelmäßige Kundin im Geschäft an der Schubertstraße in Möllmicke. „Dann hörte ich, dass der Laden schließt“, die genauen Gründe seien ihr gar nicht bekannt. „Viele von unseren Freunden und Bekannten sind dorthin gefahren, viele Dinge, die so typisch für unsere Küche sind, gibt es gar nicht in den üblichen Supermärkten.“ Wenn doch, sei einfach der Geschmacksunterschied zu erkennen. Das fange schon beim Tomatenmark an. Türkische Würzpaste aus dem sonnengereiften Fruchtgemüse sei viel konzentrierter und daher auch aromatischer.

„Ich habe das richtig schade gefunden, nicht mehr ganz in der Nähe einkaufen gehen zu können.“ Özlem Ekizoglu lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Schönau, „bis nach Möllmicke ist es ja nur ein Katzensprung“. Bei ihr sei dann nach und nach die Idee gereift, den Laden zu übernehmen. „Das wollte ich aber nicht alleine entscheiden.“ Sie habe sichergehen müssen, auf Unterstützung ihrer engsten Vertrauten setzen zu können.

Türkische Speisen sind sehr vielfältig

„Ich habe mich dann mit meinen Eltern und Geschwistern an einen Tisch gesetzt und ihnen von meinen Plänen erzählt.“ Schnell stand für die Familien Ekizoglu, Erdemir, Dalman und Konal fest, den Aufbau des Geschäfts gemeinsam zu verwirklichen – vom Konzept bis zur Renovierung. „Das war für alle selbstverständlich“, freut sich die 47-Jährige. Nicht nur für Mitglieder der türkischen Gemeinde in Wenden sei es Gewinn, auch in Zukunft eine Anlaufstelle für Lebensmittel vor Ort zu haben. Die Familien aus Schönau kennen viele in ihrer Umgebung, die die Küche aus dem Süden zu schätzen wissen, angefangen beim klassischen Börek und gefüllten Weinblättern bis hin zu aufwendigeren Lamm- und Fischgerichten mit frischen Beilagen. Türkische Speisen seien unglaublich vielfältig. „Die passenden Zutaten stehen bald bei uns in den Regalen, das fängt bei Olivenöl, Joghurt und Gewürzen an und hört bei Teigwaren und Baklava auf.“ Die neue Betreiberin möchte aber auch auf die Wünsche der Kunden eingehen. „Das liegt mir sehr am Herzen.“

Özlem Ekizoglu kann es kaum erwarten, die ersten Einkaufsfreudigen an der Schubertstraße begrüßen zu dürfen. Ihre Familie habe Freunde aus verschiedenen Kulturkreisen. Das Brauchtum pflegen, sei wichtig. „So sind wir aufgewachsen“, ergänzt ihr Bruder Ersel Erdemir. Seine Eltern kamen im Jahr 1974 nach Deutschland, zu diesem Zeitpunkt war Özlem Ekizoglu ein Jahr alt, ihr Bruder noch gar nicht geboren. Von Anfang an lebt die Familie in Schönau. „Wir sind hier wunderbar aufgenommen worden“, weiß die 47-Jährige aus Erzählungen ihrer Eltern. „Bis heute fühlen wir uns alle richtig wohl in diesem Dorf.“

Mit dem Ada-Markt kommt ein Stück Heimat ins "Wendsche"

Zeit, den Frühling in ihrem Garten zu genießen, hat die gelernte Speditionskauffrau aktuell nicht. Die Renovierungsarbeiten schreiten zügig voran, starke Nerven seien gefragt, und natürlich falle jede Menge Papierkram an – „gut, dass ich jeden Menge Hilfe bekomme“. Im ersten Schritt sei der Bereich hinter dem Geschäft von den Kisten und Kartons befreit, dann die Innenräume in Angriff genommen worden. „Im Mai möchten wir die Türen zum neuen Laden öffnen.“

Mit Ada-Markt, dem Namen des neuen Ladens, holt Özlem Edemir ein Stück Heimat in „Wendsche“. Ihre Eltern stammen aus Giresun am Schwarzen Meer mit der dazugehörigen kleinen Insel Adasi. „Daran haben wir uns orientiert.“ Ihnen sei ein kurzer, leicht auszusprechender und im Gedächtnis bleibender Name wichtig. Ada bedeute Insel. Eine zu bereisen, sei aufgrund der Pandemie ja noch nicht in Sicht. Zumindest aber bei einem Abendessen mit Zutaten aus der Ferne könne sich Urlaub ein Stück weit nach Hause geholt werden.

Türkische Speisen und Gewürze sind enorm vielfältig. Özlem Ekizoglu eröffnet bald den Ada-Markt in Möllmicke.
Die gelernte Speditionskauffrau aus Schönau, Özlem Ekizoglu, eröffnet in Kürze den Ada-Markt an der Schubertstraße in Möllmicke.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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