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Bürger können Vorschläge einreichen
Ortsvorsteher in Gemeinde Wenden gesucht

Hubert Halbe ist seit 27 Jahren Ortsvorsteher von Ottfingen und Wilhelmstal. Nun kandidiert er nicht erneut für das Ehrenbeamtenverhältnis.
  • Hubert Halbe ist seit 27 Jahren Ortsvorsteher von Ottfingen und Wilhelmstal. Nun kandidiert er nicht erneut für das Ehrenbeamtenverhältnis.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Wenden. Mit Ablauf der Wahlzeit des Gemeinderates am 31. Oktober endet auch die Amtsperiode der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher in der Wendener Kommune. Bisher lud die Verwaltung zu Bürgerversammlungen in den Ortsvorsteherbezirken ein, um Vorschläge für die Wahl der neuen und bisherigen Ortsvorsteher einzuholen. Diesen Vorschlägen war der Gemeinderat in der Vergangenheit übrigens immer und ausnahmslos gefolgt und hat die entsprechenden Personen in das Ehrenbeamtenverhältnis gewählt. Doch wie in so vielen anderen Bereichen lassen die Corona-Pandemie und die wegen ihr verordneten Versammlungsbeschränkungen solche Zusammenkünfte nicht zu.
Unbürokratische Lösung nicht möglichWas tun also? Eigentlich wollte die Gemeindeverwaltung eine unbürokratische Lösung aus der Schublade ziehen.

hobö Wenden. Mit Ablauf der Wahlzeit des Gemeinderates am 31. Oktober endet auch die Amtsperiode der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher in der Wendener Kommune. Bisher lud die Verwaltung zu Bürgerversammlungen in den Ortsvorsteherbezirken ein, um Vorschläge für die Wahl der neuen und bisherigen Ortsvorsteher einzuholen. Diesen Vorschlägen war der Gemeinderat in der Vergangenheit übrigens immer und ausnahmslos gefolgt und hat die entsprechenden Personen in das Ehrenbeamtenverhältnis gewählt. Doch wie in so vielen anderen Bereichen lassen die Corona-Pandemie und die wegen ihr verordneten Versammlungsbeschränkungen solche Zusammenkünfte nicht zu.

Unbürokratische Lösung nicht möglich

Was tun also? Eigentlich wollte die Gemeindeverwaltung eine unbürokratische Lösung aus der Schublade ziehen. Bürgermeister Bernd Clemens hatte in der letzten Ratssitzung vor der Kommunalwahl vorgeschlagen, die Amtszeit der Ortsvorsteher zu verlängern, um im nächsten Jahr die Bürgerversammlungen nachzuholen und Vorschläge für die Ortsvorsteherwahlen einzuholen. Doch die rechtlichen Vorgaben lassen diese Variante nicht zu. Die Amtszeit der Ortsvorsteher endet definitiv am 31. Oktober, und die Wahl für die nächste Amtsperiode muss in der konstituierenden Ratssitzung am 4. November erfolgen.

Bürger können Vorsteher vorschlagen

Nun hat man im Rathaus einen Vorschlag erarbeitet, wie die Neuwahl der Ehrenbeamten vorbereitet werden kann. Die Bürgerschaft ist aufgerufen, für die 17 Bezirke Vorschläge für eine Ortsvorsteherin respektive einen Ortsvorsteher zu machen. Die meisten Ortsvorsteher, nämlich derer elf, stehen für eine Wiederwahl zur Verfügung. Hierfür spricht die Gemeinde bereits ein „herzliches Dankeschön“ aus. Neuer Vorschläge bedarf es aber in sechs Ortsvorsteherbezirken.

Fünf Ortsvorsteher beenden ihre Amtszeit

In Wendenerhütte gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt keinen Ortsvorsteher mehr, weil hier sich hier niemand für diese Aufgabe finden lässt. Darüber hinaus beenden in fünf Bezirken die bisherigen Ehrenbeamten ihre Amtszeit: Holger Grebe in Gerlingen, Hubert Halbe für Ottfingen und Wilhelmstal, Hubert Kaufmann in Hillmicke, Bernhard Klein für Altenhof und Girkhausen sowie Ralf Kleinow in Dörnscheid. Hubert Halbe hört übrigens nach 27 Jahren als Ortsvorsteher auf, eine beachtliche Zeit.
Für die Wiederwahl kandidieren derweil Brigitte Engel (Bebbingen, Büchen, Schwarzbruch, Huppen), Werner Kotula (Brün, Hoffnung), Peter Niklas (Elben, Scheiderwald), Stefan Weber (Heid, Trömbach), Gertrud Quast-Koch (Hünsborn, Löffelberg), Hermann Schymura (Römershagen, Döingen), Peter Arenz (Schönau, Altenwenden), Dietmar Häner (Wenden), Detlef Breidebach (Möllmicke), Thomas Sperling (Vahlberg) sowie Bruno Weber (Rothemühle, Rothenborn).
Die Gemeinde bittet die Bevölkerung nun also um Vorschläge für die sechs vakanten Stellen, Interessenten können sich auch selbst melden – und zwar beim Bürgermeister der Gemeinde Wenden, Bernd Clemens, oder per E-Mail an r.wurm@wenden.de.

Wichtiges Ehrenamt „Die Tätigkeit einer Ortsvorsteherin bzw. eines Ortsvorstehers ist ein wichtiges Ehrenamt und von allgemeinem Interesse“, betont die Wendener Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung. Der Ortsvorsteher bzw. die Ortsvorsteherin sei Bindeglied zwischen den Ortschaften, der Verwaltung und der Politik einer Gemeinde. Er oder sie trage die Anliegen der Einwohner, Vereine, Organisationen und örtlichen Interessengemeinschaften zusammen und leite diese an die Gemeinde weiter. Gleichzeitig organisierten sie in Absprache mit und im Auftrag der Verwaltung Aktionen wie etwa den jährlichen „Frühjahrsputz“, die Pflege von öffentlichen Plätzen und Einrichtungen und veröffentlicht Aushänge im Namen der Gemeinde Wenden. „Mit ihrem Einsatz sorgen die Ortsvorsteher(innen) für eine allgemeine Verbesserung des Zusammenlebens, ein gepflegtes Erscheinungsbild der Ortschaft und eine gut funktionierende, niedrigschwellige Kommunikation zwischen Verwaltung, Politik und Bevölkerung“, so der Wortlaut der Gemeindeverwaltung. Dabei hätten die Ortsvorsteher einen großen Gestaltungsfreiraum. Sie würden mitentscheiden, wie Dinge in der Ortschaft „auf einen guten Weg gebracht werden können“. Man sei vornehmlich Moderator, Initiator und sorge primär für eine gute Koordination der anstehenden Dinge. Die Gemeinde erklärt abschließend in ihrer Mitteilung: „Ortsvorsteher(innen) können sich über so manches Erfolgserlebnis für ihre Ortschaft freuen. Beispielhaft sei hier der Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft’ genannt. Mit der Teilnahme am Wettbewerb können gute Weichen gestellt werden, können Ortschaften wahrhaft ,fit für die Zukunft’ gemacht werden. Die Ortsvorsteher(innen) erhalten je nach Größe der Ortschaften eine Aufwandsentschädigung.“
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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