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„Brün-Arena“
Politik stellt Weichen für Multifunktionshalle

Auf diesem Areal soll die „Brün-Arena“ entstehen. Rechts ist das Schützenhaus zu sehen und links der erste Nachbar des anvisierten Vorhabens. Schon heute gibt es Spielgeräte auf dem Platz. Auch wenn es hier so aussieht, als liefe der Brüner Bach über das Gelände, so fließt er in Rohren darunter her. Er müsste ver- und offengelegt werden.
  • Auf diesem Areal soll die „Brün-Arena“ entstehen. Rechts ist das Schützenhaus zu sehen und links der erste Nachbar des anvisierten Vorhabens. Schon heute gibt es Spielgeräte auf dem Platz. Auch wenn es hier so aussieht, als liefe der Brüner Bach über das Gelände, so fließt er in Rohren darunter her. Er müsste ver- und offengelegt werden.
  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

hobö Wenden. Der Duden definiert Arena als „Kampfbahn, (sandbestreuter) Kampfplatz im Amphitheater der römischen Antike“ sowie „Sportplatz, Wettkampfstätte mit ringsum steigend angeordneten Zuschauersitzen“, ferner auch als „Vorführplatz für Stierkämpfe“ sowie „Manege eines Zirkus“. All das entspricht nicht den Vorstellungen, die die Initiatoren für die „Brün-Arena“ im Kopf haben. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses (BPA) der Gemeinde Wenden deutlich. Denn der beriet über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Brün-Arena“. Vorweg: Einstimmig votierte der Fachausschuss für den Einstieg in das entsprechende Planverfahren.
Schützen- und Sportverein wünschen sich eine Multifunktionshalle
Worum geht’s?

hobö Wenden. Der Duden definiert Arena als „Kampfbahn, (sandbestreuter) Kampfplatz im Amphitheater der römischen Antike“ sowie „Sportplatz, Wettkampfstätte mit ringsum steigend angeordneten Zuschauersitzen“, ferner auch als „Vorführplatz für Stierkämpfe“ sowie „Manege eines Zirkus“. All das entspricht nicht den Vorstellungen, die die Initiatoren für die „Brün-Arena“ im Kopf haben. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses (BPA) der Gemeinde Wenden deutlich. Denn der beriet über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Brün-Arena“. Vorweg: Einstimmig votierte der Fachausschuss für den Einstieg in das entsprechende Planverfahren.

Schützen- und Sportverein wünschen sich eine Multifunktionshalle

Worum geht’s? Ziel des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Multifunktionshalle zu schaffen, die im Falle einer Verwirklichung von dem örtlichen Schützen- sowie dem Sportverein betrieben und genutzt würde. Jedenfalls hat sich aus den Reihen des St.-Matthias-Schützenvereins und des Sportvereins Brün ein Projektteam gegründet, um eine Multifunktions-Freilufthalle auf dem Schützenplatz in Brün zu realisieren. Diese könnte als Kleinspielfeld für Fußball, Badminton, Volleyball und andere Aktivitäten sowie als Zelt für das Schützenfest genutzt werden.
Wie aus dem schalltechnischen Gutachten zu entnehmen ist, soll die Multifunktions-Freilufthalle seitlich offen bleiben und eine Kleinspielfläche mit Kunstrasen vorhalten. Das Dach dürfte eine Bespannung aus Kunststoffgewebe erhalten. Die Außenabmessungen der geplanten Multifunktions-Freiluft-Halle belaufen sich nach der aktuellen Planung auf 30,5 x 17,5 x 6,5 Meter (Länge, Breite, Höhe). Der Geltungsbereich des Bebauungsplans hat eine Gesamtgröße von ca. 4200 Quadratmetern.

Bebauungsplan soll Voraussetzungen für Förderung schaffen

Die Verwirklichung der „Brün-Arena“ ist mit dem Votum aus dem BPA noch nicht in trockenen Tüchern. Vielmehr möchte man mit dem Bebauungsplan die Voraussetzungen für eine finanzielle Förderung schaffen. Die Finanzierung des Projekts soll nämlich über LEADER-Programm erfolgen. Derzeit ist nach Auskunft aus dem Wendener Rathaus allerdings die neue Förderperiode nicht abschließend geklärt. Die Verantwortlichen aber hätten das Projekt bei dem LEADER-Regionalmanagement vorgestellt und eine „grundsätzliche Förderfähigkeit in Aussicht gestellt bekommen“. Um eine Förderfähigkeit zu erreichen, muss die Umsetzung des Vorhabens sichergestellt sein. Dazu dient das Planverfahren.
Mit dem Start desselben signalisiert die Gemeinde Wenden, das Projekt zu befürworten. Dies wäre wichtig für den Förderantrag, um beurteilen zu können, ob das Projekt an diesem Standort überhaupt realisiert werden kann. Es wurden bereits Voruntersuchungen hinsichtlich Arten- und Schallschutz sowie Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde vorgenommen, um die Machbarkeit zu eruieren.
Da die Verrohrung des Brüner Bachs das Grundstück mittig „durchschneidet“ und von der „Arena“ überbaut würde, muss nach Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde das Gewässer ver- und offengelegt werden. Auch derartige Renaturierungsmaßnahmen sind nach Einschätzung der Gemeinde Wenden „grundsätzlich förderfähig“.

Vorhaben muss für die Anlieger zumutbar sein

Eine schalltechnische Untersuchung hat ergeben, dass die Nutzung der „Brün-Arena“ zeitlich beschränkt werden müsste, um die angrenzende Wohnbebauung, oder besser gesagt die Anwohner, zu schützen.
Durch die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens wird die Verwaltung ermächtigt, weitere grundlegende Untersuchungen – wie Artenschutzprüfung, Umweltbericht, Landschaftspflegerischer Fachbeitrag, Renaturierungsplanung etc. – zu erarbeiten. Zunächst soll aber abgewartet werden, ob eine LEADER-Förderung infrage kommt.
Ulrich Heinrich (UWG) bezeichnete das Vorhaben im BPA als „sehr ambitioniert“. Er wünscht sich, dass die Projektgruppe ihre Ziele der Politik vorstellt. Dies, so Markus Hohmann, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung der Gemeinde, werde sicher noch erfolgen. Derweil verwies Elmar Holterhof, Fraktionsvorsitzender der Grünen, darauf, dass die Sache grundsätzlich zu unterstützen sei. Wichtig sei aber, dass sie für die Anlieger zumutbar sei.
Ob das Planverfahren wirklich startet, muss der Gemeinderat am bevorstehenden Mittwoch entscheiden.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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