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Offizielle Eröffnung Dorfladen Ottfingen
Schwerpunkt auf regionalen Produkten

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mari Ottfingen. „Wow, es ist einfach toll, was hier geschaffen wurde.“ Nur lobende Worte fand Bürgermeister Bernd Clemens am Samstag bei der offiziellen Eröffnung des Ottfinger Dorfladens: Es sei ein „großartiges Ereignis, nicht nur für Ottfingen, sondern für die ganze Gemeinde Wenden“. Clemens: „Er ist, liebe Ottfinger, euer Laden. Dahinter stecken Unternehmungsgeist, Risikobereitschaft, der Einsatz für andere, Solidarität und eine große Tat- und Schaffenskraft.“ Er sprach den Initiatoren des Vereins „Zukunftswerkstatt Ottfingen“ und dem Aufsichtsrats- und Vorstandsteam der am 6. März gegründeten Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft Ottfingen für das mit viel Herzblut vorangetriebene Projekt Respekt und Anerkennung aus.

mari Ottfingen. „Wow, es ist einfach toll, was hier geschaffen wurde.“ Nur lobende Worte fand Bürgermeister Bernd Clemens am Samstag bei der offiziellen Eröffnung des Ottfinger Dorfladens: Es sei ein „großartiges Ereignis, nicht nur für Ottfingen, sondern für die ganze Gemeinde Wenden“. Clemens: „Er ist, liebe Ottfinger, euer Laden. Dahinter stecken Unternehmungsgeist, Risikobereitschaft, der Einsatz für andere, Solidarität und eine große Tat- und Schaffenskraft.“ Er sprach den Initiatoren des Vereins „Zukunftswerkstatt Ottfingen“ und dem Aufsichtsrats- und Vorstandsteam der am 6. März gegründeten Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft Ottfingen für das mit viel Herzblut vorangetriebene Projekt Respekt und Anerkennung aus. Das mitgebrachte Bronzewappen der Gemeinde Wenden soll im neuen Dorfladen einen würdigen Platz finden.

Engagement und Zuverlässigkeit in Ottfingen

„Es ist typisch für die Ottfinger und wendsche Geschichte, dass sich Menschen zusammentun und Engagement zeigen. Ebenso ist Zuverlässigkeit eine typische wendsche Eigenschaft, die zählt. Hier haben sich Mitstreiter zusammengetan, und es kamen immer mehr Zusagen mitzumachen. Auch das ist typisch wendsch“, sprach Stefan Clemens, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Genossenschaft, seinen Mitstreitern, der Belegschaft, den Förderern der Institutionen und der Politik Respekt und Anerkennung aus. Nun gelte es, dieses Projekt weiter zu fördern, denn es gebe noch einige Ideen. „Es kann nur nachhaltig werden, wenn hier auch eingekauft wird. Und es wird erst zu einem richtigen Schatz, wenn Anteile gekauft werden. Dann geht man hier einkaufen und unterstützt die eigene Genossenschaft.“ Mittlerweile sind 530 Anteile verkauft, die sich auf 430 Genossen verteilen.

Begeistert über neuen Dorfladen

„Man hat sofort gemerkt, dass der Ort seit der stillen Eröffnung am Donnerstag belebter ist.“ Man sehe wieder Leute auf den Straßen. Mütter mit Kinderwagen kämen, um einzukaufen, Berufstätige deckten sich vor der Arbeit ein, und die Schulkinder kauften sich vor oder nach der Schule Kaugummi. „Das ist einfach das Schöne: Die Leute kommen, kaufen ein und klönen. Im Bistro haben wir seit Donnerstag 250 Tassen Kaffee verkauft“, konnte Olaf Arns beim Rundgang mit der Presse durch den neuen Dorfladen seine Begeisterung nicht zurückhalten. Er bildet gemeinsam mit Robert Kirchner-Quehl, Janina Stock, Christina Spelz-Euteneuer, Stefan Klör und Jochen Bruch das Vorstandsteam der Einkaufs- und Versorgungsgenossenschaft Ottfingen. Mit Recht, denn seit den ersten Gesprächen im Dezember 2018 waren die Monate bis zur Eröffnung für die Initiatoren der Projektgruppe „Dorfladen“ des Vereins „Zukunftswerkstatt“ und der Genossenschaft, die das Projekt am 6. März nach der Gründung nahtlos weiterführte, mit viel Arbeit und Gesprächen verbunden. „Fast die Hälfte der Ottfinger war anfangs skeptisch“, meinte Olaf Arns. „Doch wir haben es geschafft.“

250.000 Euro investiert

Das beispielhafte Projekt schlägt mit den Kosten für Umbau, Einrichtung und Erstausstattung mit 250.000 Euro zu Buche. In den vergangenen Wochen erfolgten mit Eigenleistungen zahlreiche Renovierungs- und Umbaumaßnahmen.
Durch europäische Fördergelder des LEADER-Programms in Höhe von 84.000 Euro wurde es möglich, vollständig neues Inventar zu beschaffen und das Ladenlokal mit moderner Technik und in neuem Design zu gestalten. Zusätzlich waren zahlreiche Gespräche und Verhandlungen mit Lieferanten notwendig,

Moderner "Tante Emma"-Laden

Doch nun kann sich das Ergebnis wahrlich sehen lassen. Der Dorfladen, der sowohl an den früheren „Tante Emma“-Laden erinnert als auch durch Moderne besticht, bietet auf seiner 270 Quadratmeter großen Fläche ein hochwertiges Warenwirtschaftssystem.
Die Regalbestückung wurde mit einem Systemlieferanten abgesprochen. Das Ladenlokal bietet 20 bis 30 Prozent mehr Regalflächen als der frühere Lebensmittelladen Arns und so auch ein größeres Portfolio an Waren.

Schwerpunkt auf regionalen Produkten

Dabei wurde der Schwerpunkt auf Frische- und Regionalprodukte gelegt. „Hier gibt es Kartoffeln aus Olpe und Nosbach, Bio-Eier aus Hillmicke und Freilandeier aus Olpe, Röstkaffee aus Seelbach, Honig aus Ottfingen, Senf von einer Manufaktur aus Siegen, Mehl aus Seelscheid, Brände und Liköre aus Olpe und Weine aus der Erzeugerabfüllung von zwei Winzern“, erklärte Olaf Arns.

Klönen im Bistro

Gleich nebenan befindet sich das Bistro mit historischen Bildern der Lebensmittelgeschichte von Ottfingen, in dem es Platz für 19 Kunden gibt. Sie können sich sowohl Kaffee und Kuchen von der großen Brottheke als auch frisch gebratene Schnitzel oder Frikadellen und selbstgemachten Kartoffel- und Nudelsalat aus dem Wurst- und Fleischbereich schmecken lassen. In den Regalen ist alles für den täglichen Gebrauch erhältlich, auch der angrenzende Getränkemarkt bietet ein sehr großes Angebot.
Im vergangenen Jahr machte das Vorstandsteam anhand von 35 Produkten einen Preisvergleich mit anderen großen Supermärkten, wobei der neue Dorfladen gut abschnitt. Die Waren sind nicht teurer.

Alle helfen mit

„Es ist einfach super, dass wir wieder einen Dorfladen haben. Nun müssen wir nicht immer nach Wenden zum Einkaufen fahren. Und hier trifft man nach der Zeit ohne Laden endlich wieder Leute. Wir haben auch die Klönecke schon ausgenutzt und gefrühstückt“, freuten sich Ralf Heinrich und seine Frau Chiara Morell-Heinrich. Ein Strahlen im Gesicht hatte auch die neue Marktleiterin, Anne Noehl. „Seit der stillen Eröffnung am Donnerstag ist hier sehr viel los. Man spürt die Begeisterung im Ort. Die Leute wollen einfach. Und man spürt das Miteinander. Als am Montag das Trockenangebot eintraf, stand unser Verkaufsteam vor einer mindestens fünfstündigen Arbeit. Wir haben in die Whatsapp-Gruppe ‚Ottfingen hilft‘ geschrieben, und prompt waren mehr als zehn Leute, darunter auch Kinder und zwei Polizisten, die sich auf dem Heimweg befanden, hier und haben mit angepackt. Da waren wir in einer Stunde durch.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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