Sehr seltenes Zertifikat erhalten

St. Elisabeth seit gestern einer von nur zwei anerkannten Kneipp-Kindergärten in NRW

hobö Schönau. Viel Anerkennung und Lob heimsten gestern die Erzieherinnen und Kinder des St.-Elisabeth-Kindergartens in Schönau ein. Als erster Kindergarten im Kreis Olpe und als zweiter in Nordrhein-Westfalen erhielt die Einrichtung von der Vizepräsidentin des Kneipp-Bund-Landesverbandes NRW, Eva Wünsche, ein Anerkennungs-Zertifikat. Fortan darf er sich Kneipp-Kindergarten nennen. Zu der von Liedern und Sketchen begleiteten Feierstunde fanden sich gestern Vormittag neben Landrat Frank Beckehoff und Bürgermeister Peter Brüser der heimische Landtagsabgeordnete Reinhard Jung, Pfarrer Heiner Diehl sowie Vertreter der heimischen Kreditinstitute und der Vorstand des Kneipp-Vereins Olpe ein.

Vor mehr als zwei Jahren machte sich der Schönauer Kindergarten auf den Weg, sich näher mit der Kneipp-Lehre zu beschäftigen. Viel Engagement und Arbeit waren vonnöten, um die für die Zertifizierung notwendigen Anforderungen zu erfüllen. Das Zertifikat war aber nicht das eigentliche Ziel. Vielmehr wollten die Erzieherinnen den Kindern eine gesunde Lebensweise aufzeigen. Sie versuchten, dem Nachwuchs die fünf Säulen im Sinne der Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp zu vermitteln: Bewegung, Wasser, Lebensrhythmus, Ernährung und Heilpflanzen. Viele Menschen bringen die Kneipp- Lehre einzig mit Wasser und den hinlänglich bekannten Tretbecken in Verbindung. Sie umfasst aber viel mehr ––immer im Mittelpunkt: die Gesundheit. »Die Seele soll sich in einem gesunden Körper wohlfühlen«, erklärte Rita Wurm, Leiterin des Kindergartens in Schönau.

Ob gesunde Ernährung, viel Bewegung, das Anpflanzen und Gebrauchen von Heilkräutern, und natürlich die bekannten Wasser-Fußbäder – alles fand Einzug in den Alltag des Schönauer Kindergartens. Der spielerische Umgang mit dem Thema Gesundheit weckte bei den Kindern Begeisterung und Freude. »Und lachen gehört zu einer gesunden Lebensordnung«, betonte Eva Wünsche vom Kneipp-Landesverband NRW. »Die Kleinen müssen wir stärken, und mit Kneipp groß zu werden, macht viel Freude.« Das Programm des Schönauer Kindergartens sowie die »kneippliche Innenausstattung« des St.-Elisabeth-Kindergartens imponierten ihr.

»Wir sind stolz auf Euch, dass ihr als zweiter Kindergarten in NRW das Zertifikat erreicht habt«, lobte Bianca Clemens vom Elternrat die Leistung der Kinder sowie das Engagement von Erzieherinnen, das weit über das normale hinausreiche. Was so auf die Beine gestellt worden sei, sei »einsame spitze«. Als Anerkennung überreichte Bianca Clemens 275e, die in der Elternschaft gesammelt worden sind. Lob erhielt der Elternrat dann umgehend von Rita Wurm zurück. Ohne die Begleitung und Unterstützung der Eltern wäre das Projekt nicht erfolgreich gelaufen.

Als »besonders tolle und nicht selbstverständliche Leistung« bewertete Bürgermeister Peter Brüser die Aktion. Er überreichte einen Scheck, mit dessen Hilfe man ein paar Kilo gesunden Tee kaufen könne. Landrat Frank Beckehoff gratulierte ebenfalls zur Zertifizierung. Er sei sehr neugierig auf die Umsetzung der Kneipp-Lehre in einem Kindergarten gewesen. Da er in Bad Laasphe aufgewachsen sei, das ein anerkanntes Kneipp-Heilbad ist, habe er Vorkenntnisse zu diesem Thema. Aber die Anwendung im Kindergarten sei für ihn Neuland. Beckehoff hofft, dass alsbald weitere Kindergärten im Kreis dem Schönauer Beispiel folgten.

Diesbezüglich machte ihm Rita Wurm Mut. Denn die beiden Schönauer Erzieherinnen Mariele Quast und Sabine Schoske seien Mitglieder im Vorstand des Kneipp-Vereins Olpe und würden bereits andere Erzieherinnen mit Blick auf die Kneipp-Lehre unterrichten.

Peter Rähles, Vorsitzender des Olper und einzigen Kneipp-Vereins im Kreisgebiet, unterstrich die große Bedeutung, bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für Gesundheit zu schärfen. Kinder könnten übrigens kostenlos Mitglied im Olper Kneipp-Verein werden.

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