Gerlingen
So soll der Verkehrsfluss auf der Koblenzer Straße verbessert werden

Die Ortsdurchfahrt von Gerlingen ist mit rund 20.000 Fahrzeugen täglich belastet. Die bevorstehende Inbetriebnahme eines Amazon-Verteilzentrums wird die Lage verschärfen, daher wird nun nach Lösungen für einen besseren Verkehrsfluss gesucht.
  • Die Ortsdurchfahrt von Gerlingen ist mit rund 20.000 Fahrzeugen täglich belastet. Die bevorstehende Inbetriebnahme eines Amazon-Verteilzentrums wird die Lage verschärfen, daher wird nun nach Lösungen für einen besseren Verkehrsfluss gesucht.
  • Foto: hobö (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

hobö Gerlingen. In der eigens anberaumten Sondersitzung des Wendener Gemeinderats hat selbiger am 28. April mehrere Beschlüsse zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt Gerlingen gefasst. Die Gemeindeverwaltung ist in dieser Sache tätig geworden und hat besagte Beschlüsse mit dem zuständigen Straßenbaulastträger, Straßen NRW, erörtert. Ohne den kann die Kommune keinerlei Veränderungen vornehmen, und auch die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd sind in Teilbereichen einzubinden. In der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses )BPA) am Mittwoch, 16. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus wird die Verwaltung über diese Abstimmungsgespräche informieren.
Probebetrieb einer Baustellenampel am Knotenpunkt Ludwig-Erhardt-Straße/L512: Die Gemeinde will zwischen der Firma Panattoni als Vorhabenträger für die Einrichtung eines Amazon-Verteilzentrums im Gerlinger Industriegebiet „Auf der Mark“ und Straßen NRW vermitteln, „wann und auf wessen Kosten eine Baustellenampel als Probebetrieb installiert werden könnte“. Wegen der Corona-Pandemie einerseits und dem anvisierten Betriebsbeginn von Amazon im Frühjahr 2022 andererseits soll der Probebetrieb frühestens im ersten Quartal nächsten Jahres gesehen.

Absage an "Amazon-Ampel"

Die Baustellenampel sollte nach Ansicht aus dem Wendener Rathaus „kompatibel mit den übrigen Lichtsignalanlagen in Gerlingen sein“.

Abstimmung der Ampelschaltungen an der gesamten Ortsdurchfahrt Gerlingen sowie der Autobahn-Anschlussstelle: Die nördliche Ampelanlage an der Anschlussstelle Wenden (beim Pendlerparkplatz) wurde den Angaben zufolge erst zum 1. Januar dieses Jahres von Straßen NRW vom seinerzeitigen Autobahnamt Hamm übernommen. Straßen NRW bekundet gegenüber der Gemeinde Wenden, die Abstimmungen mit den übrigen Ampelanlagen zu „überprüfen“. Im Übrigen seien alle anderen Ampeln miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt, was viele Verkehrsteilnehmer, die die Koblenzer Straße tagtäglich befahren, bislang aber ganz anders einschätzen.

Fußgängerampel bei der Buswendeschleife: Die Gemeinde weist auf die mit 45 Sekunden zu geringe Wartezeit zwischen zwei Ampelschaltungen für Fußgänger hin (Sollzeit: 90 Sekunden). Straßen NRW möchte dies ebenfalls überprüfen. Eine Differenzierung zwischen dem morgendlichen Schülerverkehr und den Nachmittagszeiten sei bereits „in den Parametereinstellungen enthalten“.

Bus-Kap in Höhe des Netto-Marktes: Die Gemeinde will die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) ansprechen, um einen Wegfall der Bushaltestelle bzw. deren Verlagerung zu der nördlich gelegenen Buswendeschleife anzuregen. Das Thema werde in der nächsten Verkehrskommission mit allen Beteiligten erörtert, heißt es aus dem Wendener Rathaus. Der Umbau zu einer Bus-Bucht werde parallel dazu geprüft.

Rechtsabbiegespur auf der L512, um von Rothemühle kommend nach Wenden abzubiegen: In Zusammenhang mit einer möglichen Verlängerung der Rechtsabbiegespur wird auch ein Wegfall des Gehweges vor den Häusern Koblenzer Straße 105 bis 111 bei gleichzeitiger Verbreiterung und Absicherung des auf nördlicher Seite gegenüberliegenden Radwegs diskutiert. Straßen NRW wird laut Wendener Gemeindeverwaltung hierzu eine Planung in Auftrag geben. An dem Radweg hätte sich die Gemeinde Wenden mit 50 Prozent zu beteiligen. Wegen der gemeinsamen Interessen kommt letztendlich auch eine Drittelung der Kosten zwischen dem Land NRW, der Gemeinde und der Firma Amazon infrage. Die Gemeinde will diesbezüglich mit Amazon über eine mögliche Kostenbeteiligung sprechen.

Ferner kündigt die Verwaltung an, dass im Herbst dieses Jahres Vertreter von Straßen NRW im BPA über die Ergebnisse vorgenannter Prüfungen und deren Umsetzung berichten sollen.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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