SPD will CDU-Mehrheit im Wendschen brechen

Kämpferische Sozialdemokraten zum Jahreswechsel

hobö Wenden. Große Ziele hat sich die SPD in der Gemeinde Wenden für das Wahljahr 2004 gesteckt. Bei ihrem inzwischen traditionellen Jahresabschlussgespräch erklärten die Sozialdemokraten, dass sie zusammen mit den anderen Oppositionsparteien versuchen wollen, bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 die CDU-Mehrheit im Wendener Gemeinderat zu brechen. Ein kühnes Ziel, blickt man auf mehr als fünf Jahrzehnte der CDU-Regentschaft in der Gemeinde Wenden. Bei der letzten Kommunalwahl erzielten die Christdemokraten gar über 60 Prozent der Wählerstimmen.

Die innere Zerrissenheit der CDU in der südlichsten Kommune des Kreises aber stimmt die Sozialdemokraten zuversichtlich. Durch die Wahl von Antonius Halbe zum CDU-Spitzenkandidaten und der damit verbundenen Abkehr vom amtierenden Bürgermeister Peter Brüser habe sich die CDU in eine »besondere Situation manövriert«, erklärte Robert Dornseifer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Wendener Gemeinderat. Die Befürworter von Peter Brüser innerhalb der CDU und besonders CDU-Fraktionsvorsitzender Manfred Meurer müssten nun Farbe bekennen. Die Bürger der Gemeinde hätten ein Recht, zu erfahren, wie sich die CDU die Politik und die Zusammenarbeit mit dem amtierenden Bürgermeister in den nächsten Monaten vorstelle.

Jochen Sauermann, Vorsitzender der SPD Wenden, ging noch einen Schritt weiter. Er betonte, dass die Befürworter Brüsers eigentlich nicht mehr für die CDU zur Wahl antreten dürften. Zumal gemunkelt würde, ergänzte Dornseifer, dass der ehemalige Wendener Bürgermeister und inzwischen zum politischen Gegner Brüsers avancierte Kunibert Kinkel CDU-Fraktionsvorsitzender im neu zu wählenden Gemeinderat werden wolle (vergl. gesonderten Artikel auf dieser Seite).

In der bevorstehenden Haushaltsdebatte im Wendener Gemeinderat will die SPD einen Antrag stellen, eine Resolution der Gemeinde Finnentrop zu unterstützen. Dort haben die drei Ratsfraktionen in einer Resolution »eine deutliche Senkung« der Kreisumlage für 2004 gefordert. Dies sei möglich durch den zu erwartenden kommunalen Finanzausgleich, die ersten Zahlungen für den Verkauf der RWE-Gas-Aktien sowie stärkeren Sparanstrengungen insbesondere bei den Personalkosten. Es könne nicht sein, so Dornseifer, dass der Kreis in Zeiten leerer kommunaler Kassen keinen Sparwillen zeige.

Ratsherr Lutz Schabelon erklärte bei dem Gespräch der SPD Wenden, dass die pauschalierten Sportfördermittel des Landes Vorteile für die Gemeinde Wenden hätten. Da die Kommune sowie die Vereine ihre Hausaufgaben gemacht hätten, wirke die pauschalierte gegenüber der bisherigen projektbezogenen Förderung positiv. Vor allem der geplante Bau der drei weiteren Kunstrasenplätze sei mit den nun jährlich fließenden 55000e einfacher und beweglicher zu realisieren. Mit einer projektbezogenen Förderung wäre aufgrund der drei bisher bereits geförderten Kunstrasenplätze in der Gemeinde erst in einigen Jahren zu rechnen gewesen, erklärte der Hünsborner Politiker. Über die Verwendung der pauschalierten Sportfördermittel sowie der Übungsleiterpauschale werde im Detail in der nächsten Sitzung des gemeindlichen Sportausschusses debattiert, kündigte Schabelon als Vorsitzender dieses Fachausschusses abschließend an.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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