Der „Aschenbrödel-Abend“ - eine Party von Frauen nur für Frauen - erbrachte 2000 Euro
Spenden verschenkt

Das Team „Aschenbrödel“ übergab am Montag insgesamt 2000 Euro an Katrin Schadeberg und Monika Leuenberg (5. und 6. v. l.) vom Verein „Frauen helfen Frauen“, an Thorsten Voß (5. v. r.) für seine Initiative „Sternenlicht“ sowie an Elke Stellbrink (3. v. r.) vom Tierschutzverein für den Kreis Olpe.  Foto: privat
  • Das Team „Aschenbrödel“ übergab am Montag insgesamt 2000 Euro an Katrin Schadeberg und Monika Leuenberg (5. und 6. v. l.) vom Verein „Frauen helfen Frauen“, an Thorsten Voß (5. v. r.) für seine Initiative „Sternenlicht“ sowie an Elke Stellbrink (3. v. r.) vom Tierschutzverein für den Kreis Olpe. Foto: privat
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yve  Eine vorgezogene Bescherung bereitete am Montag das Team „Aschenbrödel“ der Initiative „Sternenlicht“ von Thorsten Voß aus Rothemühle, dem Olper Verein „Frauen helfen Frauen“ sowie dem Tierschutzverein für den Kreis Olpe. Hinter dem Team verbergen sich acht Frauen, die zum wiederholten Male eine Sozialaktion organisiert hatten. Mit dieser wurde sich nicht nur einmal mehr für die gute Sache eingesetzt, sondern am 9. November etwa 100 Frauen unvergessliche Stunden geschenkt.

Erneut hatte das Team zum „Aschenbrödel-Abend“ eingeladen – für viele bereits ein fester Termin im Kalender. Zum dritten Mal wurde in der SGV-Wanderhütte in Wenden im „großen Stil“ gefeiert. Sinn und Zweck der Zusammenkunft: Vor der eigentlichen Party gemeinsam den Kult-„Streifen“ „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ schauen und  den Spendentopf füllen.

Dass am Ende 2000 Euro ausgeschüttet werden konnten, liegt an vielen Faktoren. Getränke und Lebensmittelspenden gingen im Vorfeld ein, die Organisatorinnen verzichteten auf die Rückerstattung ihrer persönlichen Ausgaben und auch die spannende Versteigerung ließ die Spendensumme kräftig wachsen. So kam ein übergroßes – von einem Schreiner gebautes – Vogelhaus, eine liebevoll gravierte Taschenflasche von Gold- und Silberschmiedemeisterin Ursula von Sobbe-Bitzer sowie ein gemaltes Bild von Künstlerin Christiane Mengel, die zusätzlich einen Gutschein für ein Porträt des Haustiers spendierte, unter den Hammer. Und selbstredend durfte bei der Party von Frauen nur für Frauen auch die passende musikalische Umrahmung nicht fehlen. DJane Vanessa Moll hatte sich sofort bereit erklärt, diesen „Job“ zu übernehmen und verzichtete gänzlich auf Honorar. Eine bis in die Morgenstunden gefüllte Tanzfläche stellte ihr gutes „Händchen“ an der Musikanlage unter Beweis. Querbeet lobten die Besucherinnen zudem die von Vanessa Moll ausgewählten Stücke. „Einfach klasse“ oder „super, dass Vanessa heute hier ist“ war immer wieder zu hören.

Ins Leben gerufen wurde der „Aschenbrödel-Abend“ bereits vor 16 Jahren im Wendener Land – seinerzeit initiiert von einer kleinen Gruppen von Frauen. Jahr für Jahr steigerte sich das Interesse an dem Event im privaten Kreis. Und immer stand auch eine Spendendose auf dem Tisch, um Tierschutzprojekte zu fördern. Dann kam der Gedanke auf, den beliebten Filmabend auf größere Beine zu stellen. Zum einen reichte der Platz in den eigenen vier Wänden der Organisatorinnen nicht mehr aus, zum anderen waren sie auch gewillt, einen höheren Betrag zu „erwirtschaften“. Das gelang allemal, so dass in der Vergangenheit auch gleich an mehrere Stellen gespendet werden konnte. In diesem Jahr herrschte Einigkeit darüber, 1000 Euro dem Verein „Frauen helfen Frauen“, 500 Euro der Jnitiative „Sternenlicht“ von Thorsten Voß sowie 500 Euro dem Tierschutzverein zukommen zu lassen.

Für „Frauen helfen Frauen“ nahmen gestern Monika Leuenberg und Katrin Schadeberg die willkommene Finanzspritze entgegen. Der Verein ist Träger der Frauenberatungsstelle und des Frauenhauses. Er wird zwar öffentlich seitens des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und des Kreises Olpe bezuschusst, ist jedoch auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen, um laufende Kosten zu decken. Monika Leuenberg berichtete, dass mit dem Geld auch Frauen unbürokratisch geholfen werden könne, die meist völlig mittellos Zuflucht im Frauenhaus finden. Auch an die Kinder in dieser Einrichtung werde gedacht, indem der Verein ihnen Angebote offeriere, die von der neuen Situation im Frauenhaus ablenkten.

Thorsten Voß ist an der bislang unheilbaren Nervenerkrankung ALS erkrankt. Wie mehrfach berichtet, gründete er die Initiative „Sternenlicht“. Er möchte erreichen, dass die Forschung im Kampf gegen ALS vorangetrieben wird. Der gebürtige Hillmicker hat sich bereiterklärt, an einem Forschungsprojekt teilzunehmen. Damit möchte er diejenigen Mediziner unterstützen, die unermüdlich versuchen, ALS zu bekämpfen. Die Spenden, die er für die Initiative sammelt, sind ausschließlich für die ALS-Forschung bestimmt. Thorsten Voß ist davon überzeugt, dass es in den nächsten fünf bis zehn Jahren Erfolge bei der Bekämpfung der Krankheit gibt – „auch wenn mir das vielleicht nicht mehr helfen kann“. Doch solange es seine Krankheit zulässt, möchte er sich weiter dafür stark machen, dass es Hoffnung auf Heilungschancen gibt.

Dankend nahm auch Elke Stellbrink, Vorsitzende des Tierschutzvereins, die Spende vom „Aschenbrödel“-Komitee entgegen. Denn auch dieser Verein ist stets auf Spenden angewiesen. „Aktuell benötigen wird Geld für notwendige Behandlungen von Hunden und Katzen“, so die Vorsitzende.

Jetzt kehrt auch für Spendenüberbringerinnen erstmal die besinnliche Zeit ein, um im neuen Jahr frohen Mutes Anlauf für die Planungen der nächsten Sozialaktion zu nehmen. Die durchweg positiven Rückmeldungen animieren dabei zu genüge. Die überzeugendste kam wohl von Besucherin Marianne Klein, die sagte: „Der ,Aschenbrödel-Abend’ kommt direkt nach der Kirmes.“ „Das ist im Wendschen schon eine hohe Auszeichnung“, freute sich am Montag bei der Spendenübergabe Mitorganisatorin Barbara Wurm.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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