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Bürgermeister Clemens stellt Sinn infrage
Streit um weitere E-Ladestationen in Wenden

Auch diese Ladestation auf einem Parkplatz an der vielbefahrenen Koblenzer Straße in Gerlingen ist überwiegend verwaist.
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  • Foto: hobö
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

hobö Wenden. Ungeduld zeigte sich zuletzt in der Wendener Kommunalpolitik. So wollten Mitglieder des Gemeinderats in der jüngsten Sitzung von der Verwaltung wissen, warum Beschlüsse aus dem Jahr 2019 noch immer nicht umgesetzt worden sind. Hierzu bezog die Verwaltung nun Stellung.
Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 war auf Antrag der SPD im Dezember 2019 beschlossen worden, die Verwaltung zu beauftragen, die Voraussetzungen für die Anlage eines Solarparks zur Verbesserung der gemeindlichen Klimabilanz zu prüfen und in einem Jahr über die Ergebnisse eben jener Prüfung zu berichten.Da aber binnen eines Jahres keinerlei Informationen geflossen sind, bat SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Reuber nunmehr um eben diese.

hobö Wenden. Ungeduld zeigte sich zuletzt in der Wendener Kommunalpolitik. So wollten Mitglieder des Gemeinderats in der jüngsten Sitzung von der Verwaltung wissen, warum Beschlüsse aus dem Jahr 2019 noch immer nicht umgesetzt worden sind. Hierzu bezog die Verwaltung nun Stellung.
Im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 war auf Antrag der SPD im Dezember 2019 beschlossen worden, die Verwaltung zu beauftragen, die Voraussetzungen für die Anlage eines Solarparks zur Verbesserung der gemeindlichen Klimabilanz zu prüfen und in einem Jahr über die Ergebnisse eben jener Prüfung zu berichten.Da aber binnen eines Jahres keinerlei Informationen geflossen sind, bat SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Reuber nunmehr um eben diese. Kämmerer Thomas Munschek erläuterte dem Rat, dass man das Thema am 3. Dezember im Beirat der Netzgesellschaft Wenden zusammen mit dem „strategischen Partner“, dem Energieversorger „Bigge-Energie“, erörtert habe. Zunächst, so Munschek weiter, sei die Frage zu klären, ob es überhaupt geeignete Flächen für einen Solarpark in der Gemeinde gebe. Antworten auf diese Frage sollen nun im Rahmen einer Potenzialflächenanalyse geklärt werden. Derzeit sei die Verwaltung dabei, Angebote für eine derartige Analyse einzuholen, um eventuell Anfang dieses Jahres den entsprechenden Untersuchungsauftrag erteilen zu können.

Weitere E-Ladestationen in Wenden sinnvoll?

In den besagten Haushaltsberatungen für 2020 waren auf Antrag der CDU-Fraktion 100.000 Euro in den Finanzplan eingestellt worden, um weitere Ladestationen für Elektro-Pkw und -Fahrräder im Gemeindegebiet zu errichten. Diesbezüglich hatte unlängst bereits Grünen-Fraktionschef Elmar Holterhof angemahnt, die Verwaltung möge endlich tätig werden.
Franz-Josef Henke (CDU) erklärte nun in der zurückliegenden Ratssitzung, dass die bestehenden öffentlichen Ladestationen für Elektroautos so gut wie nie benutzt würden. Das jedenfalls hätten Vertreter von „Bigge-Energie“ berichtet. Die meisten Besitzer würden die Batterien ihrer Fahrzeuge zuhause aufladen.

"Weigere mich, Geld in den Sand zu setzen"

„Es wird aber mal die Situation eintreten, dass Besuch aus anderen Regionen kommt, der das Auto aufladen möchte“, skizzierte Elmar Holterhof eine vermeintlich doch bestehende Notwendigkeit. Zumindest in den größeren Ortschaften sollte eine Ladestation vorhanden sein.
Dies sei doch bereits der Fall, reagierte Bürgermeister Bernd Clemens. Die Lademöglichkeiten würden aber in der Tat so gut wie gar nicht genutzt. Insofern sehe er auch keinen Sinn darin, weitere Ladestationen zu installieren, die gar nicht benötigt würden. Der Bürgermeister: „Ich weigere mich, Geld in den Sand zu setzen.“ Gleichwohl führe die Verwaltung Gespräche mit Gewerbetreibenden in der Kommune, ob Ladestationen für die Mitarbeiter sinnvoll und vonnöten seien.
Der Beschluss, 100.000 Euro in neue Ladestationen für Elektro-Pkw und -Fahrräder zu investieren, besteht aber weiterhin. Daher darf man gespannt sein, welche konzeptionelle Herangehensweise die Verwaltung diesbezüglich nun anstrebt.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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