Tödliche Dosis im Keller

Im dem hinter dem Feuerwehrfahrzeug gelegenen Gebäude an der Wendebachstraße in Wenden sorgte ein fahrlässig mit Kraftstoff betriebenes Stromaggregat für die gefährliche Konzentration an Kohlenstoffmonoxid. Im Keller der einstigen Bäckerei trafen die Einsatzkräfte gar auf eine tödliche Dosis dieses gefährliches Gases.  Foto: hobö
  • Im dem hinter dem Feuerwehrfahrzeug gelegenen Gebäude an der Wendebachstraße in Wenden sorgte ein fahrlässig mit Kraftstoff betriebenes Stromaggregat für die gefährliche Konzentration an Kohlenstoffmonoxid. Im Keller der einstigen Bäckerei trafen die Einsatzkräfte gar auf eine tödliche Dosis dieses gefährliches Gases. Foto: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö  Großes Aufsehen rief am Donnerstagvormittag ein Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst im Zentrum von Wenden hervor. Was vordergründig zunächst wenig spektakulär wirkte, entpuppte sich aber als gefährlicher und offenbar auch lebensrettender Einsatz.

Die Einheit Wenden der Freiwilligen Gemeinde-Feuerwehr war kurz nach 10 Uhr zusammen mit dem Rettungsdienst des Kreises Olpe zu einer Türöffnung alarmiert worden. Als die Feuerwehr an der Einsatzstelle an der Wendebachstraße eintraf, war die Tür zu dem ehemals auch als Bäckerei genutzten Gebäude bereits geöffnet.

Die Mitarbeiter der Rettungsdienstes betraten das Gebäude – und sofort schlugen die mitgeführten Kohlenmonoxidmelder Alarm. Aufgrund dessen, dass eine Person im Haus vermisst wurde und die gefährliche Konzentration an Kohlenstoffmonoxid vorhanden war, veranlasste der Einsatzleiter, Gemeindebrandinspektor Wolfgang Solbach, umgehend eine Stichworterhöhung in der Alarmierung. Mit dem Stichwort „Technische Hilfeleistung Gas“ wurde auch die Feuerwehr-Einheit Gerlingen nach Wenden beordert.

Der derweil eingesetzte Angriffstrupp ging unter Atemschutz sofort zur Menschenrettung vor. Die vordringenden Kräfte fanden den vermissten Mann im Erdgeschoss und übergaben ihn an den Rettungsdienst. Nachdem auch alle weiteren Räume nach vermeidlich vermissten Personen durchsucht worden waren, machte man sich auf Suche nach der Ursache für diese hohe Konzentration an Kohlenstoffmonoxid.

Dabei entdeckten die Feuerwehrleute im Keller des Hauses ein fahrlässig kraftstoffbetriebenes Stromaggregat. Das vom Angriffstrupp mitgeführte Messgerät zeigte im Bereich des Kellers eine sogar tödliche Dosis Kohlenstoffmonoxid an.

Der schwerverletzte Patient wurde sodann mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik mit Druckkammer geflogen. Drei weitere Bewohner des Hauses behandelte unterdessen der Rettungsdienst des Kreises Olpe. Sie mussten jedoch nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.

Um eine Entlüftung des Kellers vorzunehmen, orderte der Einsatzleiter das Be- und Entlüftungsgerät der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Olpe zur Einsatzstelle. Die kommunalen Feuerwehren von Wenden und Olpe waren mit 15 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen im Einsatz. Ebenso war der Rettungsdienst des Kreises Olpe, ein Rettungshubschrauber und die Polizei vor Ort – was selbstredend die große Aufmerksamkeit im Dorfzentrum von Wenden hervorrief.

Bewohner des Hauses an der Wendebachstraße sorgen seit geraumer Zeit ohnehin für Aufmerksamkeit, da sie direkt am viel benutzten Fußweg zum benachbarten Kindergarten ständig und frei zugänglich Berge von Müll anhäufen. Auch im politischen Raum sind diese Zustände des Öfteren angeprangert worden, Abhilfe schuf bisher aber niemand.

Aufgrund dieses Vorfalls, erinnert die Feuerwehr der Gemeinde Wenden daran, dass kraftstoffbetriebene Geräte ausschließlich im Freien zu betreiben sind. Kohlenstoffmonoxid als geruchloses, geschmackloses und farbloses Gas gilt als eines der gefährlichsten seiner Art. Es verdrängt den Sauerstoff und kann bereits in geringen Konzentrationen schädlich bis tödlich für den Menschen sein.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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