VdK will alte Ziele im Auge behalten

Behinderten soll noch mehr geholfen werden / Reisen und Bildungsfahrten geplant

dos Wenden. Zum »Jahr der Menschen mit Behinderung« hat die Europäische Union das Jahr 2003 erklärt. Ansporn und Verpflichtung für den Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Rentner (VdK), für ihre Mitglieder auch und besonders 2003 ein kleines Stück Gerechtigkeit zu erkämpfen. Gerechte Lösungen bei den anstehenden Sozialreformen und eine Beitrags- und Generationengerechtigkeit wünschte sich Kreisverbandsgeschäftsführer Thomas Zander. Er versprach am Samstag während der Jahreshauptversammlung des VdK Wenden im Gasthof »Zur alten Schmiede«, diese Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren.

Elsbeth Rickers, Ehrenvorstandsmitglied des Kreisverbandes, verkündete, schon zum 55. Mal ein Grußwort für den VdK-Ortsverband Wenden verfasst zu haben. Sie war es, die als erste Ortsbetreuerin für Wenden nach dem Zweiten Weltkrieg den Ortsverband tatkräftig aufgebaut hat. An diese Zeit erinnerte sie in ihrem Grußwort. »Der VdK wurde aus der Not der Nachkriegszeit heraus aufgebaut von Versehrten des Ersten Weltkrieges, die die Notlage kannten und sich der vielen jungen Frauen annahmen und der vielen Kriegsverletzten«. Sie dankte ausdrücklich all jenen, die den Verband mitaufgebaut haben und nun den jungen Menschen, die heute etwas von ihm erwarten, große Solidarität entgegenbringen. Heute habe sich das Denken der Menschen geändert und sie hoffe, das kleine Stück Gerechtigkeit des Sozialverbandes bewahren zu können – ebenso wie Menschlichkeit, Solidarität und ein bisschen Zuwendung älteren Menschen gegenüber. An diesem Nachmittag wurden drei dieser Menschen geehrt, die sich schon seit 25 Jahren als Mitglieder der Ortsgruppe Wenden für den VdK einsetzen. Heinrich Solbach aus Ottfingen, Gabriele Koch aus Wenden und Franz Alfes aus Möllmicke wurden vom stellv. Kreisverbandsvorsitzenden, Walter Faulenbach, und von Elsbeth Rickers für ihre Verbandstreue ausgezeichnet. Die beiden Jubilare Walburga Koch und Hermann Lohr, die schon seit 50 Jahren Mitglieder des VdK sind, nahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Jahreshauptversammlung teil. Ihre Ehrung wird zu Hause erfolgen.

Nach dem Ausscheiden von Alois Schneider ist Joachim Beims neuer Ortsbeauftragter für Wenden. Manfred Flehmer aus Altenhof wird von Agnes Holweg abgelöst, will seine Nachfolgerin aber noch nach Kräften in ihrem Amt unterstützen.

Auch Walter Faulenbach richtete ein Grußwort an den versammelten Ortsverband Wenden. Rückblickend auf das Jahr 2002, stellte er fest, dass das Sozialsystem zwar nicht mehr bezahlbar sei, die Politiker aber aus Angst vor Stimmenverlusten schweigen würden, wenn es um konkrete Maßnahmen gegen die Misere des Sozialstaates ginge. Faulenbach unterstrich die Notwendigkeit von Reformen. »Wir wollen den Sozialstaat nicht kaputt machen, aber wir müssen auch an die junge Generation denken!« Da das Renten-, Gesundheits- und Pflegesystem nicht mehr in herkömmlicher Weise weitergeführt werden könne, berichtete der stellv. Kreisverbandsvorsitzende von alternativen Ansätzen aus anderen europäischen Staaten und der Idee einer Eigenversicherung sportlicher Aktivitäten für junge Leute.

Stolz berichtete Faulenbach von der Verbandsarbeit auf Kreisebene, dass im vergangenen Jahr 1000 neue Mitglieder beigetreten seien und die aktuelle Zahl nun 20741 betrage – ein Zuwachs, der im Vergleich mit anderen Kreisverbänden als ungewöhnlich hoch gelten kann. »Wir haben die Mitglieder geworben durch unsere gute Arbeit in der Bezirksberatungsstelle in Siegen und in den Ortsverbänden.« Als Ziel der künftigen Arbeit wolle man besonders den Behinderten noch mehr bei der Integration helfen und sie bei der Arbeitsplatzsuche unterstützen.

Maria Rasche, die den Posten der Betreuerin besetzt, berichtete aus ihrer VdK-Arbeit. Im Sommer habe sie zusammen mit einer weiteren Betreuerin 79 VdK-Mitglieder besucht, die das 80. Lebensjahr schon erreicht haben. Im Advent standen Besuche bei den Kranken auf dem Programm. »Wir wollen ihnen das Gefühl geben, dass der VdK sie nicht vergessen hat«.

Vergessen wird der VdK seine Mitglieder sicher auch nicht in diesem Jahr – schließlich gilt es für den größten Sozialverband Deutschlands auch 2003, gerechte Lösungen für sie zu erkämpfen. Neben der politisch-rechtlichen Komponente wird aber auch das Freizeitvergnügen nicht zu kurz kommen. Tagesfahren nach Aachen (25. April) und zum WDR-Gelände »Bocklemünd« in Köln (9. August) sind geplant. Außerdem will der VdK vom 15. bis 19. Juni nach Trier, Luxemburg und Saarbrücken reisen und am 20. September ein Sommer- und Familienfest in Wenden veranstalten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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