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Regelunterricht an Gesamtschule Wenden läuft weiter
Vier Schüler infiziert

An der Gesamtschule Wenden sind vier Schüler an Covid-19 erkrankt.

hobö Wenden. Nachdem in der vergangenen Woche die Infektion einer Lehrerin mit dem neuen Coronavirus vermeldet worden war, schreckte am Mittwoch die Nachricht, dass auch vier Schüler der Gesamtschule Wenden positiv auf Covid-19 getestet worden sind, doch so manche Eltern auf. Einige wandten sich an die SZ-Redaktion und schilderten ihre Sorgen. „Diese Sorgen können wir ja nachvollziehen“, erklärt Julia Cruz Fernandez. Aber die Leiterin der Gesamtschule Wenden wundert sich, warum die Eltern nicht in der Schule anriefen, um etwaige Sorgen oder Missverständnisse zu besprechen respektive zu klären. Sie habe das Sekretariat angewiesen, alle diesbezüglichen Anrufe zu ihr durchzustellen.

hobö Wenden. Nachdem in der vergangenen Woche die Infektion einer Lehrerin mit dem neuen Coronavirus vermeldet worden war, schreckte am Mittwoch die Nachricht, dass auch vier Schüler der Gesamtschule Wenden positiv auf Covid-19 getestet worden sind, doch so manche Eltern auf. Einige wandten sich an die SZ-Redaktion und schilderten ihre Sorgen. „Diese Sorgen können wir ja nachvollziehen“, erklärt Julia Cruz Fernandez. Aber die Leiterin der Gesamtschule Wenden wundert sich, warum die Eltern nicht in der Schule anriefen, um etwaige Sorgen oder Missverständnisse zu besprechen respektive zu klären. Sie habe das Sekretariat angewiesen, alle diesbezüglichen Anrufe zu ihr durchzustellen.

Infizierungen außerhalb der Schule möglich

Sie sei am späten Dienstagabend vom Gesundheitsamt des Kreises Olpe über die positiven Testergebnisse von vier Schülern informiert worden. Diese seien alle aus der bereits in Quarantäne befindlichen 10. Klasse, deren Klassenlehrerin in der Vorwoche positiv getestet worden sei. Sie habe daraufhin noch am selben Abend die Bezirksregierung telefonisch sowie die Eltern der betroffenen Klasse über einen digitalen Classroom schriftlich informiert.
Einhergehend hat sich das Gesundheitsamt nach Angaben von Kreisdirektor Theo Melcher darangemacht, „Kausalzusammenhänge zu ermitteln“. Man habe aber keine Zusammenhänge hinsichtlich der Infizierungen erkennen können. Es sei auch nicht erkennbar, ob die Schüler von der Lehrerin oder umgekehrt angesteckt worden seien. Die Infizierungen könnten durchaus außerhalb der Schule passiert sein.
Natürlich habe das Gesundheitsamt die engeren Kontaktpersonen ermittelt und diese auch ohne erkennbare Symptome in Quarantäne gesetzt, um mögliche Infektionsketten zu vermeiden. Das Gerücht, ein Geschwisterkind eines infizierten Schülers gehe weiterhin zur Gesamtschule, dementiert derweil Schulleiterin Julia Cruz Fernandez. Dies sei nicht der Fall.

Schulleiterin kann Kritik am Gesundheitsamt nicht teilen

Sie könne im Übrigen etwaige Kritik am Gesundheitsamt nicht teilen. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit mit dem Amt funktioniere gut. Die Mitarbeiter seien stets erreichbar, führten viele intensive Gespräche und seien sensibel.
Kreisdirektor Melcher erklärt unterdessen, dass nun keine besonderen Maßnahmen an der Gesamtschule Wenden durchgeführt würden. „Wir gehen bei allen Einrichtungen gleich vor: Wir identifizieren die Kontaktpersonen und setzen diese für 14 Tage in Quarantäne.“ Die Schulen hätten alle ein Hygienekonzept, das nach seinen Informationen auch stringent gehandhabt werde. Gleichwohl gebe es inzwischen auch Infizierungen an anderen Schulen im Kreis Olpe (vergl. gesonderten Bericht). Doch wo sich die Betroffenen angesteckt hätten, sei zum Teil nicht zu eruieren. „Einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht“, betont Melcher weiter. Zumal die Schülerinnen und Schüler ja nicht nur in der Schule Kontakt zu anderen Personen hätten. Der Kreisdirektor: „Das Virus ist virulent und unterwegs, aber wir dürfen nicht in Panik verfallen.“ Und Melcher appelliert eindringlich: „Kranke sind Opfer, nicht Täter – wir müssen respektvoll mit ihnen umgehen. Außerdem gilt für jeden, sich an die AHA-Regeln zu halten – Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.“

"Natürlich ist die Situation zurzeit emotional schwer"

Diesbezüglich bemängelt eine Mutter gegenüber der SZ, dass „Kinder wie Hühner in Legebatterien“ in Bussen zur Schule gefahren würden. Das seien „Keimschleudern“. Hier gehe man zu leichtfertig mit der Krankheit um, die immer noch keiner genau kenne. Als Eltern falle es jedenfalls sehr schwer, sein Kind zur Schule zu schicken, ohne Angst zu haben und ihm Angst zu machen.
„Natürlich ist die Situation zurzeit emotional schwer“, meint Julia Cruz Fernandez. Aber der Regelunterricht finde entsprechend der Entscheidungen des Landes statt. „Und das ist gut so.“ Sie erfreue sich jedenfalls an lachenden Kindern, die sich freuten, wieder in die Schule gehen zu dürfen.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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