Vierschilling legt Jahresbericht vor

Wieder überdurchschnittlich hohe Einsatzzahl der Gemeinde-Feuerwehr in 2002

sz Wenden. Die Zahl der typischen Brände füllt immer weniger Einsätze der Feuerwehren aus. Dies wurde aus dem umfangreichen Jahresbericht des Gemeindebrandinspektors Antonius Vierschillings ersichtlich, der jetzt der Gemeinde Wenden vorgelegt wurde.

Von 152 Einsätzen, zu denen die Löschzüge Gerlingen, Hillmicke, Hünsborn und Wenden insgesamt ausrückten, fielen gerade einmal 38 in den Bereich der Brände. Kraftfahrzeug-, aber vor allem Gebäudebrände erforderten dabei vorwiegend die Aufmerksamkeit der Wehrmänner. Wesentlich mehr Freizeit mussten die Kameraden jedoch so genannten »sonstigen Hilfeleistungen« widmen. 73 Mal rückte man zu entsprechend deklarierten Gefahrensituationen aus. Insbesondere umgestürzte Bäume mussten dabei beseitigt werden – allein 49 Mal wurde zum »Sturmeinsatz« gerufen. »Die überwiegende Zahl dieser Einsätze war wieder sonntags zu fahren. Dieses trägt zu einer wesentlichen Kostenminimierung bei, da der Gemeinde Wenden keine Lohnkosten entstehen,« bemerkte Vierschilling in diesem Zusammenhang, »unsere Feuerwehrmänner sind jedoch immer wieder bereit, sich den Aufgaben zu stellen und im Notfall zu helfen.« Doch auch bei Verkehrsunfällen werden die Blauröcke zunehmend »eingespannt«. 16 Einsätze mit hydraulischen Gerätschaften galt es, in diesem Bereich zu bewältigen. Dabei wurde den Kameraden auch in 2002 wieder ins Gedächtnis gerufen, welchen Gefahren sie sich immer wieder aussetzen: Zwei Feuerwehrmänner wurden im vergangenen Jahr – wenn auch nicht folgenschwer – verletzt.

Insgesamt lässt sich die Einsatzzahl der zurzeit 157 Aktiven in 2002 wieder »überdurchschnittlich hoch« einstufen. »Die Vielzahl und die Unterschiedlichkeit der Feuerwehreinsätze zwingt das Einsatzpersonal, ständig zu üben und Lehrgänge und Lehrgänge zu absolvieren«, so Vierschilling.

Auch im vergangenen Jahr konzentrierte man sich auf die Aspekte der Fortbildung und entsandte eine Vielzahl an Feuerwehrmännern der Gemeinde zu unterschiedlichen Lehrgängen auf Gemeinde- und Kreisebene sowie zum Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen in Münster.

Unter anderem können die erfolgreichen Teilnehmer ihr neu erworbenes Wissen bei der Ausbildung der Jugendfeuerwehr unter Beweis stellen. Dieser gehören zurzeit 37 Jungen und Mädchen an, die mit großer Begeisterung an rund 40 Treffen jährlich teilnehmen. Dabei besteht die Ausbildung sowohl innerhalb der eigenen Einheit als auch auf Gemeindeebene zu gleichen Teilen aus feuerwehrtechnischem Dienst sowie allgemeiner Jugendarbeit. Bereits beim Nachwuchs sei die »richtige Einstellung« zu spüren, so Vierschilling. »Sozialverhalten und das Gefühl, im Einsatz auf den anderen angewiesen zu sein, tragen dazu bei, dass bei der Übernahme in die Einsatzabteilung gutes Personal aufgenommen wird.« Dies stellte die Truppe nicht nur bei der großen Einsatzübung im Oktober unter Beweis, auch das erneute Erringen der »Leistungsspange« bezeugte gute Jugendarbeit.

Diese Basis wollen Werner Frohnenberg als Feuerwehrwart sowie Wolfgang Käseberg als dessen Stellvertreter weiter ausbauen. Sie traten im vergangenen Jahr die Nachfolge Klaus Beutlers sowie Holger Kaufmanns an.

Neben dem Personal ist natürlich auch die Gerätschaft und Ausrüstung ein Garant für zuverlässige Arbeit der Wehr. Erfreut zeigte sich Vierschilling deshalb über den Beschluss des Gemeinderates, ausstehende Anschaffungen im Fahrzeugbereich sowie den Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Gerlingen nicht länger zurückzustellen. »Die Ersatzbeschaffung der Fahrzeuge und der Feuerwehrgerätehaus-Anbau werden maßgeblich dazu beitragen, dass wird unseren Bürgerinnen und Bürgern noch schneller und besser helfen können,« so Vierschilling. »Wir sind auch zukünftig bereit, uns den Aufgaben zu stellen, Fahrzeuge und Geräte nach besten Kräften zu pflegen und im Schadensfall einzusetzen.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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