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„Wandern ist der Hit“

Vorstand und Jubilare der SGV-Abteilung Wenden (v. l.): Werner Junge, 2. Vorsitzende Marlies Verbücheln, Magdalene Junge, Elsbeth Roperz, Wanderwart Peter Quast, Heinrich Roperz, stellv. Kassierer Thomas Geers, Vorsitzende Sibille Niklas, Helmut und Dorothea Rosenberger, Kassierer Karl-Josef Niklas und Emmy Ohm (vorne sitzend).  Foto: hobö
  • Vorstand und Jubilare der SGV-Abteilung Wenden (v. l.): Werner Junge, 2. Vorsitzende Marlies Verbücheln, Magdalene Junge, Elsbeth Roperz, Wanderwart Peter Quast, Heinrich Roperz, stellv. Kassierer Thomas Geers, Vorsitzende Sibille Niklas, Helmut und Dorothea Rosenberger, Kassierer Karl-Josef Niklas und Emmy Ohm (vorne sitzend). Foto: hobö
  • hochgeladen von Holger Böhler (Redakteur)

hobö ■ Die Abteilung Wenden im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) ist in erster Linie ein Wanderverein. Dass hier aber vielmehr geleistet wird als die Wanderstiefel zu schnüren, offenbarte die Jahreshauptversammlung am Freitagabend im vollbesetzten Wanderheim in der Stemmicke in Wenden.

Natürlich kamen in dieser Runde auch die erheblichen Schäden zur Sprache, die bislang noch unbekannte Täter vor zwei Wochen an der vereinseigenen Hütte angerichtet hatten. „Wir sind immer noch furchtbar entsetzt“, erklärte SGV-Vorsitzende Sibille Niklas aus Wenden angesichts der sinnlosen Brutalität, mit der die „Vandalen“ Fensterscheiben eingeworfen, Blumenkübel entleert und zerstört sowie schwere Holzbänke und -tische beschädigt hatten (die SZ berichtete ausführlich).

hobö  Die Abteilung Wenden im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) ist in erster Linie ein Wanderverein. Dass hier aber vielmehr geleistet wird als die Wanderstiefel zu schnüren, offenbarte die Jahreshauptversammlung am Freitagabend im vollbesetzten Wanderheim in der Stemmicke in Wenden.

Natürlich kamen in dieser Runde auch die erheblichen Schäden zur Sprache, die bislang noch unbekannte Täter vor zwei Wochen an der vereinseigenen Hütte angerichtet hatten. „Wir sind immer noch furchtbar entsetzt“, erklärte SGV-Vorsitzende Sibille Niklas aus Wenden angesichts der sinnlosen Brutalität, mit der die „Vandalen“ Fensterscheiben eingeworfen, Blumenkübel entleert und zerstört sowie schwere Holzbänke und -tische beschädigt hatten (die SZ berichtete ausführlich). Der Vorstand überlegt nunmehr, den bislang frei zugänglichen Vorraum künftig abzusperren.

Apropos Wanderheim: Das vereinseigene Haus wurde im vergangenen Jahr 32-mal an Privatpersonen, Vereine und Einrichtungen vermietet. Außerdem öffnete die SGV-Abteilung die Hütte an 18 Sonntagen, um Besuchern Kaffee und Kuchen zu offerieren. Hierbei waren insgesamt 38 Mitglieder aktiv und akquirierten wichtige Einnahmen für den Verein.

Sibille Niklas trug in ihrem Jahresbericht weiterhin vor, dass 35 Helfer am 1. Mai im Einsatz waren, um die Gäste mit Speisen und Getränke zu versorgen. Ohne deren Engagement und das der fleißigen Kuchenbäcker wäre die Veranstaltung erneut nicht möglich gewesen. Das „Kappesfest“ erfreue sich zunehmender Beliebtheit, und das erstmalig angebotene Schinkenräuchern sei sehr gut angekommen. Wegen des Kooperationsvertrags mit dem Familienzentrum in Wenden sollte wieder eine Kindergartenwanderung durchgeführt werden, die aber wegen schlechten Wetters habe ausfallen müssen. Mit der Helferparty habe sich der Verein bei allen Unterstützern bedankt. Das Jahresprogramm sei mit der Wanderung zur Dörnschlade mit anschließender Weihnachtsfeier geendet.

Wander- und Naturschutzwart Peter Quast aus Ottfingen sprach in seinem Bericht von einem „erfolgreichen Wanderjahr mit vielen Wanderungen“. 382 Mitglieder hätten an den elf Halbtageswanderungen teilgenommen und dabei 1926 km zurückgelegt. Die 14 Ganztagswanderungen hätten 186 Wanderer „angelockt“, die 2678 km gewandert seien. An den drei Mehrtageswanderungen nahmen laut Quast 66 Wanderer teil und absolvierten hier 3096 km. Zudem habe es eine Radwanderung gegeben, an der sieben Teilnehmer 343 km gefahren seien. Die E-Bike-Touren würden ohnehin immer beliebter, betonte Peter Quast.

Er dankte den neun aktiven Wanderführern, die die Touren vorbildlich geplant und durchgeführt hätten. Die meisten Kilometer seien bei den Männern Karl Gundermann (249 km) und bei den Frauen Renate Grafe (141,5 km) gewandert.

In dem Bericht von Wegewart Karl Gundermann, den Sibille Niklas vortrug, wurde deutlich, dass die Wegezeichner des SGV Wenden im vergangenen Jahr 45,16 km Wanderwege gezeichnet und freigeschnitten haben. In diesem Jahr sind 37,3 km geplant.

Kassierer Karl-Josef Niklas aus Ottfingen erinnerte an die im Jahr 2019 getätigten Investitionen am Wanderheim. Die Abdichtung des Hochbehälters, der Zaun um den Gasbehälter und die Gabionenwand hätten zusammen 7817 Euro gekostet. Überdies seien 2200 Euro an Beiträgen an den Dachverband geflossen. Dennoch habe der Verein insgesamt ein Plus erwirtschaftet, womit die Abteilung Wenden finanziell auf sicheren Füßen stehe. In diesem Jahr sei der Umbau der Thekenanlage geplant, da der Verein aus hygienischen Gründen fortan nur noch Flaschenbier offeriere. Außerdem müsse man wegen des Vandalismus an eine Absicherung des Vorraums denken, und auch ein Beitrag für die beantragte Beleuchtung der Zuwegung sei möglich. Insgesamt rechne der Verein im laufenden Jahr mit Investitionen in Höhe von 14 500 Euro. Karl-Josef Niklas dankte für die geleistete Arbeit und hob insbesondere die gebackenen und gespendeten Kuchen hervor. Willi Bröcher meldete sich zu Wort und nannte den Preis von 1,50 Euro pro Kuchenstück für zu günstig, woraufhin Niklas ankündigte, dass man den Stückpreis auf 2 Euro zu erhöhen gedenke.

Kassenprüferin Marlies Verbücheln aus Möllmicke dankte für die perfekte Kassenführung und bat um Entlastung des Vorstands, die sodann einstimmig erfolgte.

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen wurde Kassierer Karl-Josef Niklas einstimmig wiedergewählt. Mit reichlich Beifall belohnte die Versammlung die Bereitschaft von Marlies Verbücheln, für die seit Jahren vakante Position der stellv. Vorsitzenden zu kandidieren. Einstimmig wurde sie sodann gewählt. Unbesetzt bleibt allerdings weiterhin der Schriftführerposten, und hinzu gesellt sich nun eine weitere Vakanz. Denn Wegewart Karl Gundermann kann diese Funktion aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Für den „Boss“ der acht Wegezeichner konnte in der Versammlung kein Nachfolger gefunden werden. Sibille Niklas appellierte an die Wegezeichner, die Wege auch ohne die Leitung des Wegewartes weiter zu kennzeichnen und freizuschneiden. Der Vorstand werde sie alsbald zu einer Zusammenkunft einladen, um die Arbeit zu organisieren. Diesbezüglich kam der Vorschlag aus der Versammlung, um Unterstützung der Gemeinde Wenden zu bitten. Schließlich werbe die Kommune nach außen hin mit den ausgezeichneten Wanderwegen, da müsse ihr die Pflege auch etwas wert sein.

Zu Beisitzern wurden Werner Jung wieder- und Karl Gundermann erstmals gewählt – jeweils einstimmig. Ebenso einmütig wurden Wolfgang Wendel und Rudi Bongers (in Abwesenheit) zu Kassenprüfern gewählt.

Ehrungen standen auch auf der Tagesordnung. Sibille Niklas dankte den treuen Mitgliedern für deren lange Zeit der Vereinszugehörigkeit. Ein besonderer Dank galt Emmy Ohm, die dem SGV seit bereits 40 Jahren angehört. Sie erhielt Urkunde, Nadel und eine Armbanduhr. Beate Kinkel und Josef Heuel sind ebenfalls seit vier Jahrzehnten SGV-Mitglieder, waren aber nicht anwesend. Seit 25 Jahren gehören dem Verein Magdalene und Werner Junge, Elsbeth und Heinrich Roperz, Dorothea und Helmut Rosenberger, Günter Grebe, Martina Rütting, Matthias Schneider, Marlies Schrage, Hildegard Schrage, Friedhelm Schrage, Claudia Schuchert, Anja Stracke, Peter Stracke, Regina und Peter Weingarten sowie Michael Wurm an.

Im vergangen Jahr gratulierte der SGV 35 Mitgliedern zum Geburtstag (ab 70 Jahre alle fünf Jahre), jeweils zwei Ehepaaren zur goldenen und zur diamantenen Hochzeit.

Erfreut zeigte Sibille Niklas der Versammlung den „Heimatpreis“, den die SGV-Abteilung Wenden von der Gemeinde Wenden erhalten hat. Der mit 1500 Euro dotierte 2. Preis sei dem Verein wegen Heimatverbundenheit, Brauchtumspflege, ehrenamtlicher Arbeit sowie Ortsverbundenheit verliehen worden. Die Beleuchtung am Stemmicker Weg (die SZ berichtete mehrfach) gerate derweil zur „unendlichen Geschichte“. Derzeit erprobe die Gemeinde zwei Solarleuchten. Ob sie nach der Probephase mehrere dieser Leuchten aufstelle, so Sibille Niklas, „müssen wir abwarten“.

Bevor die rund 60 Anwesenden einen kleinen Imbiss verköstigten und noch einige Stunden gemütlich miteinander verbrachten, dankte Marlies Verbücheln dem Vorstand und allen Helfern: „Ihr leistet so viel für uns alle. Ehrenamt ist Arbeit, die nicht bezahlt wird, weil sie unbezahlbar ist.“ Die neue stellv. Vorsitzende sprach sodann aber den Mangel jüngerer Mitglieder an. „Wandern ist momentan der Hit, auch bei jungen Leuten. Nur hier bei uns sind sie nicht.“ Hier müsse vermehrt geworben werden.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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