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Gemeinschaftsaktion vor Praxis in Hünsborm
Wartezimmer im Container

In einer dörflichen Gemeinschaftsaktion wurde ein geschützter Wartebereich für Patienten geschaffen. Stolz auf die Aktion (v. l.): Stefan Spieren, Bernd Arns, Bürgermeister Bernd Clemens, Daniel Kaufmann und Wolfram Schlüter.
  • In einer dörflichen Gemeinschaftsaktion wurde ein geschützter Wartebereich für Patienten geschaffen. Stolz auf die Aktion (v. l.): Stefan Spieren, Bernd Arns, Bürgermeister Bernd Clemens, Daniel Kaufmann und Wolfram Schlüter.
  • Foto: win
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Hünsborn. Da griff ein Rad ins andere: Es dauerte exakt vier Tage von der Idee bis zur Umsetzung, und nun verfügt die Arztpraxis Spieren in Hünsborn über einen geschützten Wartebereich für Patientinnen und Patienten. „Bisher war es ja möglich, draußen zu stehen“, so Arzt Stefan Spieren, „doch angesichts sinkender Temperaturen und der Niederschläge der letzten Wochen mussten wir uns etwas überlegen“. Denn das normale Wartezimmer ist in Coronazeiten eine denkbar schlechte Örtlichkeit, um auf die Untersuchung zu warten. Spieren: „Wir vergeben die Termine so, dass eigentlich niemand warten soll. Aber natürlich kann immer etwas dazwischenkommen, daher lässt es sich nie vermeiden, dass es doch zu Wartezeiten kommt.

win Hünsborn. Da griff ein Rad ins andere: Es dauerte exakt vier Tage von der Idee bis zur Umsetzung, und nun verfügt die Arztpraxis Spieren in Hünsborn über einen geschützten Wartebereich für Patientinnen und Patienten. „Bisher war es ja möglich, draußen zu stehen“, so Arzt Stefan Spieren, „doch angesichts sinkender Temperaturen und der Niederschläge der letzten Wochen mussten wir uns etwas überlegen“. Denn das normale Wartezimmer ist in Coronazeiten eine denkbar schlechte Örtlichkeit, um auf die Untersuchung zu warten. Spieren: „Wir vergeben die Termine so, dass eigentlich niemand warten soll. Aber natürlich kann immer etwas dazwischenkommen, daher lässt es sich nie vermeiden, dass es doch zu Wartezeiten kommt.“

Container vor der Praxis

Nun hat Spieren sich schon seit Längerem etwas überlegt, was im Auto ankommenden Patienten hilft. Ein schwacher UKW-Sender mit einigen Dutzend Metern Reichweite wurde installiert, der auf einer freien Frequenz Musik spielt und die Wartenummern ansagt. Allerdings kommen auch Patientinnen oder Patienten zu Fuß. „Manche Praxen stellen Zelte auf, aber das heißt: ständig auf- und abbauen, und bei Sturm ist es weg“, so Spieren. Also plante er, einen Container auf den Parkplatz vor der Praxis zu stellen. Doch angesichts der Corona-Pandemie sind die mobilen Unterkünfte heißbegehrt. „Wenn Sie einen wollen, heißt das nicht, dass Sie einen bekommen“, erfuhr Spieren schnell. Doch Hünsborn ist ein Dorf, und das heißt: Man ist vernetzt.

Gute Zusammenarbeit

Über Mund-zu-Mund-Propaganda wurde Spieren mitgeteilt, dass auf einer Baustelle des Drolshagener Unternehmens Paclog, für das die Hünsborner Bauunternehmung Arns tätig ist, ein solcher Bürocontainer frei wurde. Ramiz Kastrati mit seiner Hünsborner Trockenbaufirma hatte die mobile Unterkunft gerade erworben, verkaufte sie aber weiter an Spieren, als Kastrati erfuhr, für welchen Zweck dieser einen solchen Container suchte. Und Wolfram Schlüter, Wahl-Hünsborner und früher jahrzehntelang bei der Stadt Olpe für die Baugenehmigungen zuständig, kümmerte sich um die genehmigungsrechtlichen Fragen. Zwar sei ein solcher Container je nach Nutzung ein genehmigungsfreier Bau, dies aber müsse geklärt sein, bevor die Aufstellung vorgenommen werde, so Schlüter. Hier sei er beim Kreis als für die Gemeinde Wenden zuständige Genehmigungsbehörde auf großes Entgegenkommen gestoßen. Kreisdirektor Theo Melcher selbst habe sich dafür eingesetzt, dass alle Steine aus dem Weg geräumt wurden. Ein weiterer Anruf bei Bernd Arns genügte, und ein Lkw des Hünsborner Bauunternehmens lieferte den Container an, der Stunden später fest auf dem Parkplatz vor der Praxis stand.

Gefahr einer Ansteckung minimieren

Daniel Kaufmann von der Wendener Firma Helmut Kaufmann sorgte am Dienstag beim Übergabetermin für die letzten Handgriffe, um eine Lüftungsanlage zu installieren, damit für die Wartenden die Ansteckungsgefahr minimiert wird. Farbige Punkte auf dem Boden zeigen den korrekten Sicherheitsabstand an, und somit ist garantiert, dass die Hünsborner auch in der bevorstehenden kühlen Jahreszeit unabhängig von den Unbilden der Witterung auf den Arzttermin warten können. Der Wendener Bürgermeister Bernd Clemens ist begeistert: „Da wurde unbürokratisch zusammengearbeitet zum Wohl der Patienten. Das finde ich vorbildlich und lobenswert.“

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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