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Rat Wenden mit Sondersitzung
Was hat Amazon in Gerlingen vor?

Amazon prüft, ein Verteilzentrum in Wenden zu eröffnen.

hobö Wenden/Gerlingen. Nachdem im Juli erste Gerüchte die Runde machten, dass sich Amazon im Industriegebiet „Auf der Mark“ bei Gerlingen niederlassen möchte, begannen umgehend die Diskussionen, inwieweit die Ansiedlung des weltweit größten Online-Händlers die ohnehin schon über Gebühr belastete Ortsdurchfahrt von Gerlingen zusätzlich mit Verkehr eindeckt.
Und damit einhergehend wurden Forderungen an die Gemeinde erhoben, die Ansiedlung zu unterbinden. Bürgermeister Bernd Clemens informierte den Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung Mitte Juli darüber, dass die Gemeinde nicht an den Planungen beteiligt sei. Im Gegenteil, so der Verwaltungschef, „wir sind nicht Herr des Verfahrens, und in mögliche Kaufgespräche wird die Gemeinde nicht eingebunden“.

hobö Wenden/Gerlingen. Nachdem im Juli erste Gerüchte die Runde machten, dass sich Amazon im Industriegebiet „Auf der Mark“ bei Gerlingen niederlassen möchte, begannen umgehend die Diskussionen, inwieweit die Ansiedlung des weltweit größten Online-Händlers die ohnehin schon über Gebühr belastete Ortsdurchfahrt von Gerlingen zusätzlich mit Verkehr eindeckt.
Und damit einhergehend wurden Forderungen an die Gemeinde erhoben, die Ansiedlung zu unterbinden. Bürgermeister Bernd Clemens informierte den Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung Mitte Juli darüber, dass die Gemeinde nicht an den Planungen beteiligt sei. Im Gegenteil, so der Verwaltungschef, „wir sind nicht Herr des Verfahrens, und in mögliche Kaufgespräche wird die Gemeinde nicht eingebunden“.

Amazon kann Gelände ohne Wendener Zustimmung kaufen

Das besagte Grundstück, am besten bekannt als ehemaliges Otto-Gelände, gehört der Kommune nicht, über etwaige Bauanträge hat überdies die Untere Bauaufsicht des Kreises Olpe zu entscheiden, nicht die Gemeinde.  Gleichwohl hat die Wendener Kommune nun einen Vertreter von Amazon eingeladen, um im Gemeinderat Auskunft über das Vorhaben zu geben. Am Dienstag, 15. Dezember, findet nun ab 17.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule eine Sondersitzung des Gemeinderates statt, in dem nur ein Punkt im öffentlichen Teil auf der Tagesordnung steht: „Vorstellung Bauvorhaben Fa. Amazon“. Hierin soll die Firma Auskunft über die Pläne an dem Standort geben und für Fragen der Ratsmitglieder zur Verfügung stehen. Ob und inwieweit die Gemeinde aber Einfluss auf das Vorhaben nehmen kann, ist nicht absehbar.

100 bis 150 Mitarbeiter könnten bei Amazon in Wenden entstehen

Wie Amazon im Juli gegenüber der SZ bestätigt hatte, soll es sich bei dem Vorhaben um ein Verteilzentrum handeln, die kleinste logistische Einheit des Unternehmens. Unternehmenssprecherin Nadiya Lubnina betonte seinerzeit, dass es sich ausdrücklich nicht um ein Logistikzentrum handeln werde, sondern lediglich um das Lager für die „letzte Meile“ zum Kunden. Nachts träfen hier stündlich ein bis zwei Lkw ein, die entladen würden. Gleichzeitig werde nachts kommissioniert, so dass ab 9 Uhr Kleinlieferfahrzeuge die Versandgüter zu den Kunden bringen könnten. Für einen Standort wie Wenden typisch sei eine Mitarbeiterzahl von 100 bis 150.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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