Weißtaler Titel-Traum erfüllte sich

Aufstieg in die Landesliga Südwestfalen geschafft:

TSV sicherte sich die Bezirksliga-Meisterschaft / Thomas Scherzer der »Vater des Erfolges«

ubau Rothemühle. Der TSV Weißtal ist am Ziel seiner Träume angelangt: Die Fußballer aus Gernsdorf und Rudersdorf sicherten sich durch einen 2:0-Triumph gegen Rot-Weiß Hünsborn die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Siegerland und den damit verbundenen Aufstieg in Landesliga Südwestfalen, aus der der Fusionsverein 1982 abgestiegen war. Klar, dass die Freude bei Spielern, Betreuern und den rund 600 Anhängern gestern Nachmittag keine Grenzen kannte!

Als der Unparteiische gestern um 16.47 Uhr die Partie auf dem Henneberg-Sportplatz abpfiff, gab er gleichzeitig das Startsignal zu einer Jubelorgie in grün-weiß-schwarz. Sektkorken knallten, Spieler und Betreuer des TSV Weißtal lagen sich feiernd in den Armen und Coach Thomas Scherzer wurde von seinen euphorisierten Schützlingen kurzerhand in die Luft katapultiert. Danach ging’s Richtung »Fankurve«, um gemeinsam mit den zahlreichen Anhängern aus Gernsdorf und Rudersdorf die »La-Ola«-Welle zu zelebrieren. Freude pur bei den Akteuren in weiß, von denen es einige noch gar nicht so richtig fassen konnten. Gefeiert wurde – natürlich bei reichlich Gerstensaft – bis in die heutigen, frühen Morgenstunden hinein. Teil 2 der Meister-Sause folgt in den nächsten Tagen, ehe der krönende Abschluss der Festivitäten dann auf der Mannschaftfahrt nach »Malle« erfolgt.

Scherzer der »Vater des Erfolges«

Als »Vater des Erfolges« gilt bei vielen Spielertrainer Thomas Scherzer, der ehemalige Regionalliga-Spieler der Sportfr. Siegen. Vor der Saison vom Verbandsligisten TuS Erndtebrück an den Henneberg gewechselt, machte der 30-Jährige gleich bei seiner ersten Trainerstation das Meisterstück. Doch Scherzer wäre nicht Scherzer, wenn er die Komplimente, die auf ihn einprasselten, nicht artig weitergeben würde: »Riesenkompliment an die Mannschaft. Sie hat in dieser Saison Grandioses geleistet. Alle haben super mitgezogen«, zollte der passionierte HSV-Fan seinen Spielern Respekt. Ausschlag gebend für den Titelgewinn, so Scherzer, seien vor allem die »mannschaftliche Geschlossenheit und die Konstanz« gewesen. »Wichtig war darüber hinaus, dass wir uns nach Nackenschlägen immer wieder aufgerafft haben und in den Spitzenspielen stets auf den Punkt topfit waren.«

Optimale Ausbeute gegen die Verfolger

In der Tat räumten die Weißtaler gegen die direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen mächtig ab. Optimale 18 Punkte verbuchte der TSV aus den Spielen gegen die drei Verfolger Mudersbach, Netphen und Niederschelden. Den Grundstein zur Meisterschaft legten die Weißtaler auf dem heimischen Hennerberg-Sportplatz. Dort trumpften die Scherzer-Buben groß auf. Beeindruckende zwölf Siege und drei Unentschieden weist die Bilanz aus. Aber auch auswärts wusste der TSV durchaus zu überzeugen. Nur zwei Mal (in Altenhof und in Salchendorf) verließen die TSV-Kicker in dieser Spielzeit als Verlierer den Platz. Diese Bilanz lässt nur einen Schluss zu: Weißtal ist ein würdiger Champion.

In allen Mannschaftsteilen passte es

Beim TSV passte es in dieser Spielzeit in allen Mannschaftsteilen: Hinten war Torwart Stefan Stark in vielen Spielen ein Rückhalt, »wenngleich er noch einige Problemzonen hat, an denen er arbeiten muss«, analysierte Scherzer. Im Abwehrbereich verkörperten »Kapitän« Dennis Schmidt und Timo Thimm jeweils die Zuverlässigkeit in Person. Weitere Stützen in der Defensive neben »Abräumer« Thomas Scherzer waren Christian »Slater« Vitt, der in der Hinrunde einen überragenden Libero spielte, nach der Winterpause dann aber durch die Vorbereitungen auf seine Meisterprüfung zurückgeworfen wurde, und Andreas Kroh. »Der Andi wird von vielen verkannt. Ich halte aber sehr viel von ihm«, stellte Scherzer dem sensiblen »Recken« ein gutes Zeugnis aus.

Aus dem spielstarken Mittelfeld des TSV ragt Wirbelwind Daniel Ruiz heraus. »Ein Ausnahmespieler für die Bezirksliga«, so Scherzer. Nach anfänglichen Verletzungsproblemen, kam der »Torero« in den letzten Monaten richtig auf Touren. Zu einer wichtigen Figur avancierte nach der Winterpause auch Achim Werthebach. Scherzer: »Hut ab vor Achim. Nach seinem Achillessehnenanriss hat er sich mit unglaublichem Ehrgeiz wieder herangekämpft.« Einen großen Satz nach vorn machte in dieser Spielzeit Youngster André Neuser. Der laufstarke Esat Jusufi, der fußballerisch beschlagene Mehdi Ben Mansour, der talentierte Florian »Flo« Schäfer (Scherzer: »Mein Lieblingsspieler«), Boban Aritonovic, Sven Klein und Markus Schmeck komplettierten das Weißtaler Mittelfeld.

»Hoffmann eine Institution beim TSV«

Im Angriff war der TSV besonders stark besetzt. Das Offensiv-Triumvirat, bestehend aus Marek Seruga, Michael Hoffmann und Patrick Schneider, brachte die gegnerischen Abwehrreihen öfter als denen lieb war in die Bredouille. Schneider hatte seine Schussstiefel besonders gut geschnürt – imponierende 20 »Buden« weist das Torekonto des langen »Schlaks« bislang aus. Darüber hinaus glänzte Schneider oft als Vorbereiter. Der vielleicht wichtigste Akteur im weißen Weißtaler Sweater ist Blondschopf Michael Hoffmann. »Er ist eine Institution hier und mein wichtigster Ansprechpartner. Mit seiner Art, Fußball zu spielen, ist er in der Lage, die Mannschaft mitzureißen«, zog Scherzer verbal den Hut vor der »Nummer 10«. Last but not least ist noch Sebastian Schneider zu nennen. Der stieß in der Winterpause zum TSV und entwickelte sich nach Startschwierigkeiten zum Stammspieler.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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