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Photovoltaik wird gefördert
Wenden geht Energiewende aktiv an

Mit dem „100-Dächer-Programm“ will die Gemeinde  Wenden den Klimaschutz fördern.
  • Mit dem „100-Dächer-Programm“ will die Gemeinde Wenden den Klimaschutz fördern.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

hobö Wenden. „Da stehen schon viele in den Startlöchern“, versichert Elmar Holterhof. Der Grünen-Fraktionschef bezog sich mit dieser Aussage in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses auf das „100-Dächer-Programm“ der Gemeinde Wenden, mit dem die Kommune ab April die Installation von 100 zusätzlichen Photovoltaikanlagen bezuschussen möchte.
Der Gemeinderat folgte am 9. Dezember vergangenen Jahres dem entsprechenden Antrag von SPD, Grünen und UWG. Nun hat die Gemeindeverwaltung die detaillierten Förderrichtlinien ausgearbeitet, die der Umweltausschuss einstimmig befürwortete und die am Mittwoch, 17. März, den Gemeinderat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit passieren werden.

hobö Wenden. „Da stehen schon viele in den Startlöchern“, versichert Elmar Holterhof. Der Grünen-Fraktionschef bezog sich mit dieser Aussage in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses auf das „100-Dächer-Programm“ der Gemeinde Wenden, mit dem die Kommune ab April die Installation von 100 zusätzlichen Photovoltaikanlagen bezuschussen möchte.
Der Gemeinderat folgte am 9. Dezember vergangenen Jahres dem entsprechenden Antrag von SPD, Grünen und UWG. Nun hat die Gemeindeverwaltung die detaillierten Förderrichtlinien ausgearbeitet, die der Umweltausschuss einstimmig befürwortete und die am Mittwoch, 17. März, den Gemeinderat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit passieren werden.

Privathaushalte und Unternehmen können Förderung beantragen

Als Zielgruppe werden in den Förderrichtlinien Unternehmen (unabhängig von der Größe), Privatpersonen, gemeinnützige Antragsteller, Genossenschaften und Stiftungen genannt, die beabsichtigen, eine Anlage auf ihrem Eigentum in der Gemeinde Wenden zu installieren. Vereine werden hier entgegen erster Planungen nun doch explizit ausgeklammert, da diese bereits über die allgemeinen Förderrichtlinien der Gemeinde Wenden deutlich höhere Zuschüsse erhalten können.
Voraussetzung für eine Förderung privater Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) ist eine einzelfallbezogene Energieberatung der Verbraucherzentrale Lennestadt, die vor der Durchführung der Maßnahme erfolgen soll.

Das Förderprogramm beginnt am 1. April. Gefördert wird die Errichtung von neuen PV-Anlagen mit einer Mindestleistung von 4 kWp, die auf dem Dach, der Fassade oder an einem anderen, gebäudenahen Standort installiert werden. Pro Grundstück ist nur eine PV-Anlage förderfähig. Von einer Förderung ausgeschlossen sind Vorhaben, die vor dem 1. April oder vor Eingang des Bewilligungsbescheids in Auftrag gegeben wurden, Erweiterungsmaßnahmen bestehender PV-Anlagen des gleichen Funktionsprinzips (Solarthermie, Photovoltaik), Eigenanlagen oder selbstgebaute Anlagen sowie PV-Anlagen mit einem Investitionsrichtwert unter 2500 Euro. Die Förderhöhe beträgt einmalig 1000 Euro.
Die Förderung muss schriftlich beantragt werden. Anträge, die vor diesem Datum eingereicht werden, werden nicht berücksichtigt. Die Antragsunterlagen sind beim Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wenden oder als Download auf der Homepage www.wenden.de erhältlich.
Das Budget des „100-Dächer-Programms“ ist begrenzt. Sobald die Gesamtsumme von 100.000 Euro ausgezahlt ist, gibt es vorerst kein Geld mehr. Ob es eine Fortsetzung des Programms gibt, ist derzeit unklar. Die Auszahlung erfolgt im Übrigen entsprechend der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Antragsunterlagen.

Wenden kämpft aktiv gegen Klimawandel

„Beim Kampf gegen den Klimawandel dürfen wir keine Zeit verlieren. Die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere seit den trockenen Sommern 2018 bis 2020, sind gerade hier in der Gemeinde bedrohlich sichtbar geworden“, hatten SPD, UWG und Grüne ihren Antrag begründet. Weiter heißt es in dem Antrag, dass „auch wir Bürgerinnen und Bürger gefordert sind und die Möglichkeit, ja sogar die Pflicht haben, unsere Anstrengungen im Klimaschutz zu intensivieren. Wenn künftige Generationen noch eine Lebensgrundlage haben wollen, dann müssen wir uns diesen Fragen verstärkt zuwenden und jetzt eine Trendwende schaffen.“

Außerdem, so hatte Elmar Holterhof im Dezember vorgerechnet, sei das „100-Dächer-Programm“ ein kleines Konjunkturprogramm. Wenn 100 Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet würden, seien dies Aufträge von mindestens 1,5 Millionen Euro für heimische Handwerker. Überdies würden die Besitzer von der Stromerzeugung profitieren – „und das Klima sowieso“.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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