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Deutsche Glasfaser GmbH und Gemeinde starten Bedarfsanalyse
Wenden: Glasfaser bis in die Haushalte

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser will in Wenden leistungsfähige Glasfaser-Direktanschlüsse bis in die Privathaushalte und Unternehmen verlegen.
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  • Das Unternehmen Deutsche Glasfaser will in Wenden leistungsfähige Glasfaser-Direktanschlüsse bis in die Privathaushalte und Unternehmen verlegen.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

hobö Wenden. Die Autobahn 45 und später auch die A4 haben zweifelsohne hohen Anteil an der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung der hiesigen Region. Nun zeichnet sich ab, dass neben der Verkehrsinfrastruktur eine weitere Anbindung von immer größerer Bedeutung wird, nämlich jene ins Internet. Viele Bürger und auch Firmen werden aber auf ihrem Weg ins weltweite Netz förmlich ausgebremst. Die Anbindung ist einfach zu schlecht, um eine zügige Datenübermittlung zu gewährleisten. Nun möchte die Deutsche Glasfaser GmbH in Kooperation mit der Gemeinde Wenden eine gleichermaßen leistungsfähige wie schnelle Zufahrt auf die Datenautobahn legen.

hobö Wenden. Die Autobahn 45 und später auch die A4 haben zweifelsohne hohen Anteil an der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung der hiesigen Region. Nun zeichnet sich ab, dass neben der Verkehrsinfrastruktur eine weitere Anbindung von immer größerer Bedeutung wird, nämlich jene ins Internet. Viele Bürger und auch Firmen werden aber auf ihrem Weg ins weltweite Netz förmlich ausgebremst. Die Anbindung ist einfach zu schlecht, um eine zügige Datenübermittlung zu gewährleisten. Nun möchte die Deutsche Glasfaser GmbH in Kooperation mit der Gemeinde Wenden eine gleichermaßen leistungsfähige wie schnelle Zufahrt auf die Datenautobahn legen.

Glasfaseranschluss für 95 Prozent der Haushalte in Wenden

Jedenfalls schlossen das Privatunternehmen und die Kommune einen Kooperationsvertrag, der den Weg zu einer Glasfaseranschluss für bis zu 95 Prozent aller Haushalte ebnen soll bzw. kann. Kann deshalb, weil nun die Bürger selbst gefragt sind. Sie müssen oder dürfen mit entscheiden, ob sie Glasfaser bis ins Haus gelegt bekommen. Aber das Unternehmen hat eine Hürde aufgestellt, die es zu überwinden gilt. Erst wenn in den einzelnen Orten bzw. „Polygonen“, wie sie die Unternehmen nennt, mehr als 40 Prozent der Befragten sich für einen Anschluss der Deutschen Glasfaser entscheiden, wird die Unternehmensgruppe in diesem Bereich tätig. Kann also bedeuten, dass in Ottfingen Glasfaser verlegt wird, in Hünsborn aber nicht – je nachdem wie die Entscheidung der Bürger ausfällt.

Politik Wenden stimmt dem Vertrag zu

Dieser Tage informierte Ingo Teimann, Regionalmanager der Deutschen Glasfaser, die Wendener Politik von dem Vorhaben. Der Gemeinderat stimmte in nicht öffentlicher Sitzung nach durchaus auch kritischer Beratung dem Abschluss eines Kooperationsvertrags zu. Die Tinte auf diesem Vertrag ist nun kaum getrocknet, da erfolgt in dieser Woche bereits der Startschuss für das Projekt, das für viele Bürger von besonderer Tragweite ist.

Denn nach wie vor gibt es zahlreiche Haushalte, in denen die Teilnahme an Homeoffice, Distanzunterricht für Schüler, Videokonferenzen und andere digitale Angebote nicht zu denken ist. Dies untermauert eine Umfrage, die beispielsweise Daniel Halbe in Ottfingen gestartet hat. In 100 Haushalten zeigte die Messkampagne, dass mehr als 31 Prozent eine Datenübertragung im Download von unter 10 Megabit pro Sekunde haben (10 Mb/s). 39 Prozent der beteiligten Ottfinger Haushalte liegen bei unter 30 Mb/s, 10 Prozent über 30 Mb/s und 19 Prozent gar über 100 Mb/s.
Vorab: Wer einen Anschluss der Deutschen Glasfaser erhält, startet bei einer Download-Geschwindigkeit von 300 Mb/s und kann in Privathaushalten gar bis zu 1000 Mb/s bzw. 1 Gigabit/s erreichen. „Sie entscheiden also, ob Sie weiter Radfahren oder in ein schnelles E-Auto umsteigen wollen“, wählte Ingo Teimann vor den Wendener Kommunalpolitikern einen metaphorischen Vergleich.

Haushalte Wenden bekommen Post von der Deute Glasfaser

Am Samstag werden die ersten Haushalte in der Gemeinde Wenden Post von der Deutsche Glasfaser GmbH bekommen. Insgesamt werden für die Bedarfsanalyse 7650 Haushalte im Wendener Land angeschrieben, dies entspricht in etwa 95 Prozent aller in der Kommune. Einige kleine Ortsteile werden außen vor bleiben, weil der Aufwand nach Auskunft des Unternehmens wirtschaftlich nicht darstellbar ist. Dennoch, erklärt Bastian Dröge, Leiter des Fachdienstes Zentrale Dienste der Gemeinde Wenden, übertrifft der 95-prozentige Anteil der Haushalte bei weitem das Angebot des Unternehmens in anderen Kommunen.

Mithilfe der besagten Post soll der Bedarf an einem Glasfaseranschluss ermittelt werden. Wie erwähnt, wird das Unternehmen überall dort tätig, wo 40 Prozent der Haushalte einen Anschluss wünschen. „Erst wenn wir die Wirtschaftlichkeit darstellen können, werden wir das Vorhaben angehen“, so Ingo Teimann. Heißt also: Dort wo weniger als 40-prozentiger Zuspruch eruiert wird, gucken selbst jene in Röhre, die für einen Anschluss gestimmt haben.

Glasfaser-Analyse in Wenden dauert mehrere Wochen

Die Mindestvertragslaufzeit für die Bürger betrage zwei Jahre, danach werde jeweils um ein Jahr verlängert. Man könne dann auch wieder zurück zu einem Anbieter über Kupferanschluss wechseln. Und für die zukunftsweisende Technologie verlange sein Unternehmen „absolut marktgerechte Preise“, versichert der Regionalmanager der Deutsche Glasfaser. Dies sei möglich, weil man langfristig plane und nicht eine schnelle Amortisierung der Investitionskosten anstrebe.

Die Bedarfsanalyse, so Ingo Teichmann in seinem Vortrag vor den Wendener Kommunalpolitikern, werde etwa acht bis zwölf Wochen dauern. Da derzeit Bürgerversammlungen nicht durchzuführen sind, will das Unternehmen nicht allein mit Postzusendungen für das Projekt werben, sondern unter anderem mit digitalen Informationsveranstaltungen, deren Termine noch bekanntgegeben werden. Überdies setzt man auf das Beratungsangebot in einem eigens eingerichteten Büro an der Hauptstraße 63 in Wenden. Dort war bis vor kurzem das Geschäft „Trend Fashion“ heimisch. Hier sollen sich Bürger umfassend informieren können. Einhergehend wird auch in mobiles Beratungsbüro auf die Straße geschickt.
Und letztlich finden sich auf der Homepage www.deutsche-glasfaser.de umfangreiche Informationen über das Unternehmen, die Vertragsoptionen sowie auch über den Fortgang des Projekts in der Gemeinde Wenden.

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser will in Wenden leistungsfähige Glasfaser-Direktanschlüsse bis in die Privathaushalte und Unternehmen verlegen.
In diesem Haus an der Hauptstraße 63 in Wenden hat die Deutsche Glasfaser ein Büro eingerichtet, in dem ab Samstag über den Ausbau des Glasfaser-Netzes bis in einzelne Häuser hinein informiert wird.
Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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