SZ

„Neulich an der Ladesäule“
Wendener Youtube-Kanal zu E-Mobilität

Während des SZ-Interviews mit den beiden Youtubern erschien Bürgermeister Bernd Clemens an seinem am Tag zuvor gelieferten neuen Dienstwagen. Auch er tankt nun Strom in sein Auto.
  • Während des SZ-Interviews mit den beiden Youtubern erschien Bürgermeister Bernd Clemens an seinem am Tag zuvor gelieferten neuen Dienstwagen. Auch er tankt nun Strom in sein Auto.
  • Foto: Holger Böhler
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

hobö Wenden. „Die ersten drei Folgen sind in der Tonne gelandet“, gibt Daniel Schmidt aus Schönau unumwunden zu, dass der Mediendesigner mit den ersten Beiträgen für den eigenen Youtube-Kanal „Neulich an der Ladesäule“ nicht zufrieden war. Nun aber ist er zusammen mit Laserfachkraft Thomas Haase aus Cobbenrode im Fluss. Inzwischen haben sie 40 Folgen rund um die Elektromobilität aufgenommen, geschnitten und veröffentlicht. Alle zu sehen auf Youtube und der Suche nach „Neulich an der Ladesäule“ oder über einen Link auf der Homepage. Eine der nächsten Episoden wird das Interview mit der SZ an den Ladesäulen unterhalb des Wendener Rathauses sein.

Schmidt und Haase arbeiten in benachbarten Betrieben.

hobö Wenden. „Die ersten drei Folgen sind in der Tonne gelandet“, gibt Daniel Schmidt aus Schönau unumwunden zu, dass der Mediendesigner mit den ersten Beiträgen für den eigenen Youtube-Kanal „Neulich an der Ladesäule“ nicht zufrieden war. Nun aber ist er zusammen mit Laserfachkraft Thomas Haase aus Cobbenrode im Fluss. Inzwischen haben sie 40 Folgen rund um die Elektromobilität aufgenommen, geschnitten und veröffentlicht. Alle zu sehen auf Youtube und der Suche nach „Neulich an der Ladesäule“ oder über einen Link auf der Homepage. Eine der nächsten Episoden wird das Interview mit der SZ an den Ladesäulen unterhalb des Wendener Rathauses sein.

Schmidt und Haase arbeiten in benachbarten Betrieben. Kurz nachdem sich die beiden Protagonisten Anfang 2019 E-Autos angeschafft hatten, unterhielten sie sich in Pausen und auf dem Parkplatz fortwährend über die Elektromobilität und ihre eigenen Erfahrungen. Derart häufig, dass andere ihnen empfahlen, die Gespräche doch aufzunehmen und anderen zuteil werden zu lassen. Im September 2019 war es dann soweit, seither betreiben die beiden begeisterten E-Autofahrer den Youtube-Kanal, ohne damit finanzielle Interessen zu verfolgen.

Es gibt noch viele Vorbehalte

„Wir wollen informieren und bestenfalls helfen“, erklärt Daniel Schmidt. Außerdem mache es Spaß, mit anderen zu kommunizieren, ergänzt Thomas Haase. Viele neue Kontakte seien entstanden. Beide spüren so etwas wie Pioniergeist in sich. Denn noch immer gebe es viele Vorbehalte und Zweifel an der nach wie vor neuen Form des Vorankommens.

Auch wenn sie nicht mehr verstehen, warum heute noch Verbrenner gekauft würden, wollen sie diese Autos oder deren Besitzer nicht schlecht reden. Sie sind sich aber sicher: Wer einmal ein E-Auto gefahren hat, wolle nicht mehr davon weg. Von der sprichwörtlich atemberaubenden Kraftentfaltung bis hin zum Fahrgefühl und der Technik – Daniel Schmidt und Thomas Haase sind von E-Autos begeistert.
Der Kritik an der Herstellung von Batterien entgegnen sie unter anderem, dass diese sich ständig weiterentwickeln würden und die Autobatterien mehrere Leben hätten. Denn selbst wenn sie im Fahrzeug nicht mehr dienlich seien, könnten sie als Speicher für Photovoltaikstrom locker weitergenutzt werden. Und die herkömmliche Kraftstoff-Gewinnung gewinne unter Umweltschutzaspekten wahrlich keinen Preis.

Keine Probleme im Stau

Viele Themen ihrer Beiträge ergeben sich aus Nachfragen der nun annähernd 3000 Abonnenten oder anderer Zuschauer. Im Vordergrund stehen Erfahrungsberichte, Alltagsthemen – durchaus aber auch spezielle Technikfragen. So wundert sich Daniel Schmidt immer, wenn gesagt werde, was denn mit einem E-Auto im Stau passiere. „Nichts“, entgegnet Schmidt. Der Wagen stehe und verbrauche daher null Energie. Und selbst wenn er im Winter die Heizung nutze, würde er in der Stunde etwa 2 Kilowatt verbrauchen. „Ich habe aber 70 davon in der Batterie.“

Ohnehin verbrauche ein strombetriebenes Auto im Stau weniger Energie als ein Verbrenner. Auf bergischen Passagen auch, weil beim schlichten Bergabfahren und beim Bremsen neue Energie in die Batterien geladen werde.

Bürgermeister Clemens steigt ein

Viele Gespräche entstehen mit Passanten während des Ladevorgangs, bei Probefahrten, mit Skeptikern von E-Autos sowie mit Menschen, die hinter der Technologie der Elektromobilität stecken. Oder spontan mit Bernd Clemens, dem Bürgermeister der Gemeinde Wenden. Beim Gespräch mit der SZ kam der Verwaltungschef zu den beiden Ladesäulen, weil dort sein am Tag zuvor gelieferter neuer Dienstwagen Strom „zog“.

Clemens hat sich einen sogenannten Plug-In-Hybrid-Wagen bestellt. Hier sind ein E-Motor sowie auch ein Verbrennungsmotor verbaut. Die Batterie lädt sich aber nicht nur über den Verbrennungsmotor und/oder das Bremsen, sondern kann beim Plug-In-System auch über ein Steckersystem mit Strom „getankt“ werden. Er wolle hier durchaus Erfahrung mit der E-Mobilität sammeln, erklärt Clemens.

Hier und hier gibt es weitere Artikel zum Thema.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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