Wenig Sorgen in Schönau

Ortstermin des Bürgermeisters: Geringfügige Probleme aufgezeigt / Abhilfe zugesagt

win Schönau. Zum Ortstermin traf sich am Mittwoch der Wendener Bürgermeister Peter Brüser mit den Schönauer Ratsvertretern, Ortsvorsteher Gerhard Jung und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Rund zwei Stunden nahm Brüser sich Zeit, um bei einem Rundgang durch den Ort Probleme in Augenschein zu nehmen und sofort über Abhilfe nachzudenken. Ihn begleitete Baudezernent Reiner Jung.

Ausgehend vom Gasthof Wurm (»Bützers«), führte die erste Etappe nur wenige Meter weit auf die andere Seite der St.-Elisabeth-Straße. Ein Anwohner wies dort auf eine unbefestigte, mit Splitt bedeckte Fläche. Er schlug vor, der Bauhof solle doch ein paar Quadratmeter gebrauchten Verbundsteinpflasters und einige Zentner Splitt vorbeibringen, dann würde eine Handvoll Rentner das schon in Ordnung bringen.

Bürgermeister Brüser und Baudezernent Jung stimmten mit dem Mann überein, dass die Fläche einen wenig erbaulichen Anblick biete, aber Pflastern mitten im Ortskern sei nun wirklich nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Brüser: »Das Amt für Agrarordnung würde uns die Ohren lang ziehen, wenn wir eine solche Fläche versiegeln.«

Er schlug vor, wie auf anderen Splissparzellen in direkter Nähe eine Bepflanzung anzuordnen oder den direkten Anliegern das Grundstück zum Kauf anzubieten, damit diese es in ihren Vorgarten einbeziehen. Es handelt sich um ein Grundstück, das früher zur Straße gehörte und bei der Umlegung der St.-Elisabeth-Straße offenbar vergessen wurde.

Der Weg führte weiter zum Standort der Altglascontainer. Dort wird derzeit die Gasleitung verlegt. Zum einen wiesen Anwohner darauf hin, dass die Verlegung wohl nicht gerade fachmännisch erfolge, denn der Unterbau der Fahrbahn werde nicht korrekt verdichtet, bevor die Leitung in den Graben gelegt werde. Bürgermeister und Dezernent sagten zu, sich dem Problem anzunehmen. In unmittelbarer Nähe zum Altglascontainer verläuft ein Rohr, das Oberflächenwasser abführen soll. Das funktioniert aber nicht: Die Leitung ist vollkommen verstopft. Auch hier soll Abhilfe geschaffen werden.

Weiter führte der Weg bergauf zum Friedhof. Dort zeigten sich gleich zwei größere Probleme. Zum Friedhof gehören exakt null Parkplätze. Das heißt, dass die zahlreichen Besucher ihre Autos am Straßenrand abstellen. Die Straße besteht aus einem asphaltierten Feldweg aus den 60er Jahren. Dementsprechend sieht das Bankett aus: Verschiedene Asphalt- und Teerschichten vergangener Jahre treten in unterschiedlicher Dicke zu Tage. Schotter, Splitt und Feldsteine rieseln und bröckeln ab. Bei jedem Regenguss wird Geröll abgespült.

Die Schönauer, die an dem Rundgang teilnahmen, sehen nur zwei Möglichkeiten: asphaltieren oder pflastern. Der Bürgermeister stimmte zu, dass hier eine Befestigung des Randstreifens in Frage komme. Allerdings, so Baudezernent Jung, müsse die Wasserführung geklärt werden, denn sonst verschiebe sich das Problem nur um ein paar Meter bergab.

Das andere Problem tritt nicht allzu häufig auf, muss aber ebenfalls mittelfristig behoben werden. Wenn Beerdigungen auf der Erweiterungsfläche stattfinden, die auf der anderen Straßenseite als der eigentliche Friedhof liegt, setzt der Sargkarren auf. Vor jeder Beerdigung muss der Straßengraben mit Splitt ausgeglichen werden, eine Maßnahme, die nur bis zum nächsten Regen vorhält. Die Anwesenden zeigten sich zuversichtlich, dass dieses Problem bei einer Befestigung des Seitenstreifens beseitigt werden könne.

Beim weiteren Weg durch den Ort wurden weitere kleine Probleme angesprochen: Hier ein paar Schlaglöcher, dort ein zu hoher Kanaldeckel, hier fehlendes Pflaster und dort eine marode Stützmauer. Baudezernent Jung machte sich eifrig Notizen. Angesprochen wurde ebenfalls, dass unmittelbar neben dem Übergangswohnheim an der Girkhausener Straße ein regelrechter Schrottplatz entstanden sei. Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Geräte würde dort im Wald abgestellt.

Bürgermeister Brüser erklärte, eine solche Ortsbegehung bringe oft mehr als eine Bürgerversammlung. Viele kleine Probleme ließen sich nach einer Inaugenscheinnahme beseitigen, bevor sie zu großen Ärgernissen würden. Andererseits habe der Rundgang bewiesen, dass Schönau im Allgemeinen eine sehr gepflegte Ortschaft sei, in der im Wesentlichen nichts im Argen liege.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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