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Lebendfalle aufgestellt
Wildkatze und Hauskatze gefangen im Eisenkorb

 Die streng geschützte Wildkatze neben einem halben Huhn gefangen im Eisenkorb.
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  • Die streng geschützte Wildkatze neben einem halben Huhn gefangen im Eisenkorb.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Michael Sauer

yve Wenden. „,Schneeweißchen’ wurde schon schmerzlich von seinen Besitzern vermisst.“ Eine ehrenamtliche Tierschützerin spricht von einem zahmen, schwarz-weißen und kastrierten Hauskätzchen, das vorübergehend im Tierheim in Rüblinghausen untergebracht werden musste. Es habe vermutlich in einer Lebendfalle auf einem Grundstück im Bereich des Stemmicker Weges in Wenden gesessen und sei dann vom Fallenaufsteller zu einem Tierarzt gebracht worden.

Mitarbeiterinnen des „Pfötchenclubs“, eine Unterabteilung des Tierschutzvereins für den Kreis Olpe, hätten die junge Katze dort abgeholt. Sie setzen sich seit Jahren für eine Kastrationspflicht für Katzen im Kreis Olpe ein und kooperieren mit der Katzenhilfe für den Kreis Olpe.

yve Wenden. „,Schneeweißchen’ wurde schon schmerzlich von seinen Besitzern vermisst.“ Eine ehrenamtliche Tierschützerin spricht von einem zahmen, schwarz-weißen und kastrierten Hauskätzchen, das vorübergehend im Tierheim in Rüblinghausen untergebracht werden musste. Es habe vermutlich in einer Lebendfalle auf einem Grundstück im Bereich des Stemmicker Weges in Wenden gesessen und sei dann vom Fallenaufsteller zu einem Tierarzt gebracht worden.

Mitarbeiterinnen des „Pfötchenclubs“, eine Unterabteilung des Tierschutzvereins für den Kreis Olpe, hätten die junge Katze dort abgeholt. Sie setzen sich seit Jahren für eine Kastrationspflicht für Katzen im Kreis Olpe ein und kooperieren mit der Katzenhilfe für den Kreis Olpe.
Den Vierbeiner vor Ort in seiner gewohnten Umgebung wieder auszusetzen, sei nicht möglich gewesen. Der Mann habe geäußert, das Tier dann in den Weiher zu werfen.

Lebendfalle in Wenden: Auch Hauskatze „Schneeweißchen“ gefangen

Viola Zimmermann vom „Pfötchenclub“ hat daraufhin einen Post in der Facebook-Gruppe „Du bis aus Wenden wenn …“ verfasst, um Katzenbesitzer aus Wenden zu warnen. „Schneeweißchen“ ist nach einer Nacht im Tierheim von seinen Haltern jedenfalls wohlbehalten nach Hause geholt worden – zurück an den Stemmicker Weg.

Eine Ehrenamtliche  kennt das besagte Areal am Stemmicker Weg. „Dort wird Federvieh gehalten.“ Offenbar werde versucht, mit Lebendfallen Katzen, Marder und Füchse von Eiern und Vögeln fernzuhalten. Nicht nur „Schneeweißchen“ sei in die Falle getappt „Im Eisenkorb saß eine streng geschützte Wildkatze“ – neben einem halben Huhn, das als Lockmittel verwendet worden sei. „Wenn die Sache nicht so traurig wäre, müsste man fast schon darüber lachen.“

Lebendfalle in Wenden: Fachdienst Umwelt prüft Vorfall

Zunächst hätten die Tierschützer gar nicht gewusst, dass es sich um eine Wildkatze gehandelt habe. Die Sorge um eine offensichtliche Erkrankung des Katers habe im Vordergrund gestanden. „Wir haben ihn zum Tierarzt gebracht.“ Dort sei festgestellt worden, welche Art von Katze eigentlich auf dem Behandlungstisch liege. „Der Kater ist jedenfalls auf dem Weg der Besserung.“ Der Fachdienst Umwelt des Kreises Olpe sei umgehend über die Vorgänge am Stemmicker Weg in Wenden sowie über die Inobhutnahme der Wildkatze unterrichtet worden.

Sie wird nach erfolgreicher Behandlung am Ort des Fangens wieder ausgesetzt.
Stefanie Gerlach
Pressesprecherin Kreis Olpe

Der Fachdienst Umwelt bestätigte den Fang der Wildkatze. Das Tier werde aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes zunächst medizinisch betreut, so die Pressesprecherin des Kreises Olpe, Stefanie Gerlach. „Sie wird nach erfolgreicher Behandlung am Ort des Fangens wieder ausgesetzt.“
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sei es verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu fangen. Und die Wildkatze sei eine streng geschützte Art. Inwieweit in diesem Fall artenschutzrechtliche Ausnahmetatbestände für das Fangen gelten könnten oder gegebenenfalls die Handlungen eine Ordnungswidrigkeit oder gar Straftat darstellten, sei noch zu prüfen.
Wolfgang Grimstein vom Ordnungsamt der Gemeinde Wenden erklärte, dass am Dienstagmorgen ein Außendienstmitarbeiter am Stemmicker Weg zur Nachschau gewesen sei. „Es war keine Falle mehr zu sehen.“

 Die streng geschützte Wildkatze neben einem halben Huhn gefangen im Eisenkorb.
„Schneeweißchen“ musste vorübergehend in Tierheim untergebracht werden. Über eine Facebook-Gruppe wurden die Besitzer aufmerksam – sie hatte ihr Haustier schon schmerzlich vermisst.
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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