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Besucher können für Flutopfer spenden
Winterwunderland wie in den USA

Seit 2010 erstrahlt das Haus an der Peter-Arns-Straße in Hünsborn im Lichterglanz.
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  • Seit 2010 erstrahlt das Haus an der Peter-Arns-Straße in Hünsborn im Lichterglanz.

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yve Hünsborn. Wenn es dunkel wird, wird es an der Peter-Arns-Straße in Hünsborn hell. Zuckerstangen leuchten, Elche strahlen, Weihnachtsbären grüßen, Schneeflocken legten sich bereits um große „Blow ups“ – durch Dauerluftzufuhr aufgeblasene Figuren.
Lichtermeer in der Vorweihnachtszeit
Das Winterwunderland der Familie Goll ist fast schon legendär. Sie dekoriert ihr Haus und ihren Vorgarten mit Leidenschaft, heißt die Vorweihnachtszeit mit einem wahren Lichtermeer willkommen – farbenfroh und vor allem auffällig. Für die Golls seit nunmehr elf Jahren der ganz normale Adventswahnsinn, und das ganz ohne Wettrüsten. Dürfte das Weihnachtshaus in Wenden und näherer Umgebung wohl einzigartig sein.

Nicht ohne Grund erinnert der schillernde Anblick an geschmückte Häuser in den USA.

yve Hünsborn. Wenn es dunkel wird, wird es an der Peter-Arns-Straße in Hünsborn hell. Zuckerstangen leuchten, Elche strahlen, Weihnachtsbären grüßen, Schneeflocken legten sich bereits um große „Blow ups“ – durch Dauerluftzufuhr aufgeblasene Figuren.

Lichtermeer in der Vorweihnachtszeit

Das Winterwunderland der Familie Goll ist fast schon legendär. Sie dekoriert ihr Haus und ihren Vorgarten mit Leidenschaft, heißt die Vorweihnachtszeit mit einem wahren Lichtermeer willkommen – farbenfroh und vor allem auffällig. Für die Golls seit nunmehr elf Jahren der ganz normale Adventswahnsinn, und das ganz ohne Wettrüsten. Dürfte das Weihnachtshaus in Wenden und näherer Umgebung wohl einzigartig sein.

Bianca, Gina, Michael und Gian Goll (v. l.) holen sich in der Vorweihnachtszeit ein Stück Amerika in ihren Vorgarten. Beim dreitägigen Aufbau helfen die Nachbarn.
  • Bianca, Gina, Michael und Gian Goll (v. l.) holen sich in der Vorweihnachtszeit ein Stück Amerika in ihren Vorgarten. Beim dreitägigen Aufbau helfen die Nachbarn.

  • Foto: Yvonne Clemens
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Nicht ohne Grund erinnert der schillernde Anblick an geschmückte Häuser in den USA. Vier Jahre lebten Bianca und Michael Goll mit ihren Kindern in El Paso in Texas. Dort kam ihr jüngster Sohn Gian auf die Welt, er hat zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Bianca und Thomas Goll sind bei der Bundeswehr beschäftigt, seit 2010 arbeitet das Ehepaar wieder in Deutschland und lebt in Hünsborn. Die Zeit in den USA haben die Golls in bester Erinnerung, und jedes Jahr vor Weihnachten holen sie sich Amerika nach Hause – mit opulenter Ausstaffierung ihres Grundstücks. „Drei Tage brauchen wir dafür“, sagt Bianca Goll.

Elchnachwuchs in Hünsborn

Die 45-Jährige erzählt, dass jedes Jahr neu arrangiert werde. Wer das Haus der Familie kennt, wird bemerkt haben, dass die große Tanne nicht mehr im Garten steht. „Die mussten wir fällen.“ Ihren Platz habe eine Elchfamilie eingenommen. „Das haben sich die Nachbarn gewünscht, sie wollten Nachwuchs“, lacht die 45-Jährige. Und nun sei die Elchdame aus Acryl offenbar eine Verbindung mit dem „Blow up“-Elch eingegangen.

In diesem Jahr sammelt die Familie Goll für die Aktion „Lichtblicke“. Der Verein leitet das gespendete Geld aus der geschmückten Spendendose an die Opfer der Flutkatastrophe weiter.
  • In diesem Jahr sammelt die Familie Goll für die Aktion „Lichtblicke“. Der Verein leitet das gespendete Geld aus der geschmückten Spendendose an die Opfer der Flutkatastrophe weiter.
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Und die Nachbarn sind es auch, die den Golls beim Kabellegen, Aufstellen und Schmücken helfen. Die Belohnung erfolgt per Knopfdruck oder vielmehr via Touchscreen, wenn es nach getaner Arbeit plötzlich überall funkelt und glitzert und Luft die teils mannshohen Figuren aufbläst. „Dazu haben wir Glühwein getrunken und Gulasch aus dem Dutch Oven gegessen“, erzählt Bianca Goll. Vor der Pandemie sei auf den Lichterglanz größer angestoßen worden, „dann hatten wir hier immer ein Straßenfest“.
Wie hoch die Stromkosten für die Attraktion sind, weiß sie gar nicht genau. Am Anfang habe sie sich einmal die Mühe gemacht und die Zusatzkosten ausgerechnet. „Das waren damals 180 Euro.“ Mittlerweile seien nur noch LEDs im Einsatz. Auch die gestiegenen Energiepreise werde die Familie nicht davon abhalten, die Lichter am Haus Nummer 3 an der Peter-Arns-Straße auszuschalten.

Beliebtes Ausflugsziel für Kinder und Klassen

Die Golls erfreuen übrigens nicht nur sich selbst und ihre Nachbarn mit ihrem Winterwunderland. „Jeder, der möchte, kann sich bei uns umschauen.“ Kinder klingelten bereits Mitte November an der Haustür. „Sie wollen wissen, wann endlich die Lichter angehen.“ In den vergangenen Jahren sei auch regelmäßig der Kindergarten gekommen. „Meine Klasse möchte sogar einen Ausflug zu uns machen“, ergänzt ihre 16-jährige Tochter Gina. „Es waren jedenfalls schon sehr viele Leute hier“, hält die 45-Jährige fest. Und einige lassen etwas an der Peter-Arns-Straße zurück – eine Spende für die Aktion „Lichtblicke“. Der Verein leitet das bei den Golls abgegeben Geld an Opfer der Flutkatstrophe weiter. Die Spendendose ist leicht zu finden, sie ist natürlich beleuchtet und geschmückt.

„Santa stop here“: Das Schild erinnert an den US-Mythos vom Weihnachtsmann mit fliegendem Rentier-Schlitten.
  • „Santa stop here“: Das Schild erinnert an den US-Mythos vom Weihnachtsmann mit fliegendem Rentier-Schlitten.
  • Foto: yve
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Bis Ende Januar möchten die Golls mit ihrem Winterwunderland noch erfreuen. Dann warten Rentier, Elch, Weihnachtsbär und Co. sowie -zig Lichterketten im Keller, Dachboden und Büro auf ihren nächsten Einsatz. Und die Familie aus Hünsborn hat dann Zeit, sich Gedanken über die nächste Überraschung in ihrem Vorgarten zu machen.

Michael Goll hat bereits einen Wunsch. „Aber das scheint unmöglich zu sein“, sagt er. Er habe schon mehrmals bei der Krombacher Brauerei angefragt, ob er den großen „Blow up“-Weihnachtsmann mit der Kiste Bier erwerben könne, der vor dem Unternehmen stehe. „Leider ist er unverkäuflich.“ Aber der 51-Jährige möchte am Ball bleiben – „ich gebe nicht auf“.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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