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Durch Vielfalt der Veranstaltungen
Zirkuszelt wird zum "Leuchtturmprojekt"

Die Zirkus-Wochen der KOT Wenden in den Sommerferien erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Mit einem eigenen Zelt mitsamt Sitztribüne für ca. 340 Personen möchte die Jugendfreizeitstätte in Zukunft eine Vielzahl an Projekten durchführen und diese besondere Örtlichkeit auch für Aktivitäten anderer Einrichtungen zur Verfügung stellen.
  • Die Zirkus-Wochen der KOT Wenden in den Sommerferien erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Mit einem eigenen Zelt mitsamt Sitztribüne für ca. 340 Personen möchte die Jugendfreizeitstätte in Zukunft eine Vielzahl an Projekten durchführen und diese besondere Örtlichkeit auch für Aktivitäten anderer Einrichtungen zur Verfügung stellen.
  • Foto: sz-Archiv: yve
  • hochgeladen von Marc Thomas

hobö Wenden. Der Begriff „Leuchtturmprojekt“ ist in jüngerer Zeit häufig genannt worden – insbesondere bei manch bedeutenden Vorhaben in der Gemeinde Wenden. Nun hat die Kinder- und Jugendfreizeitstätte KOT (Kleine Offene Tür) der kath. Kirchengemeinde St. Severinus Wenden einen Antrag an die Kommune gestellt, ein „Leuchtturmprojekt“ finanziell zu unterstützen. Mit Erfolg, denn der Gemeinderat entschied am Mittwochabend mit großer Mehrheit – bei zwei Neinstimmen (Sven Scharz und Thorsten Heß, beide SPD) sowie sechs Enthaltungen (SPD) –, einen Zuschuss von maximal 50 000 Euro für die Anschaffung eines Zirkuszelts inklusive einer Sitztribüne (für ca. 340 Personen) sowie zweier Container für die Lagerung im Winter zu zahlen.

hobö Wenden. Der Begriff „Leuchtturmprojekt“ ist in jüngerer Zeit häufig genannt worden – insbesondere bei manch bedeutenden Vorhaben in der Gemeinde Wenden. Nun hat die Kinder- und Jugendfreizeitstätte KOT (Kleine Offene Tür) der kath. Kirchengemeinde St. Severinus Wenden einen Antrag an die Kommune gestellt, ein „Leuchtturmprojekt“ finanziell zu unterstützen. Mit Erfolg, denn der Gemeinderat entschied am Mittwochabend mit großer Mehrheit – bei zwei Neinstimmen (Sven Scharz und Thorsten Heß, beide SPD) sowie sechs Enthaltungen (SPD) –, einen Zuschuss von maximal 50 000 Euro für die Anschaffung eines Zirkuszelts inklusive einer Sitztribüne (für ca. 340 Personen) sowie zweier Container für die Lagerung im Winter zu zahlen.

Das Zirkuszelt (Durchmesser: 18 Meter) soll von Mai bis September/Oktober auf der Wiese unterhalb des Pfarrheims positioniert werden. Dort kann es auch von anderen Einrichtungen genutzt werden, möglich wäre ebenfalls eine Ausleihe für andere Standorte. Der Gemeinderat beschloss nämlich auch, dass „über die Nutzung des Zirkuszelts für gemeindliche Veranstaltungen (z. B. im Kulturprogramm der Gemeinde Wenden, Zirkuswochen in Schulen und Kindergärten usw.) eine vertragliche Vereinbarung mit der KOT abzuschließen ist“. Im Winter wird das Zelt in zwei Seecontainern eingelagert, die zum einen die Logistik vor Ort als auch eine entsprechene Mobilität garantieren sollen.

Fördervoraussetzungen erfüllt

Die KOT möchte mit dem Projekt „Begegnungen im Zirkuszelt – Kirche und Kultur“ die Kinder- und Jugendarbeit im Wendener Land erweitern. Als mögliche Projekte werden genannt: Zirkuswoche in den Ferien, Zirkuswochen mit Schulen und Kindergärten, Zeltlager für 100 Kinder (regelmäßiges Angebot vor den Sommerferien), Sommertraining „Zirkus Pfiffikus“, Festival der Kulturen, Projekt mit Flüchtlingskindern, Inklusionsprojekte, Projekttag für Pflegefamilien, Wendener Kirmes (Unterstützung „Lago Da Pedra“, Konzerte, Showprogramm, Kinderbetreuungsangebot), Kleinkunstveranstaltungen (Kabarett, Musik, Artistik etc.), Konzerte und Eventlocation für hiesige Vereine (Chöre, Musikvereine, Sportvereine), Kino mit besonderen Filmen. Selbstredend soll das Zelt auch für kirchliche Angebote zur Verfügung stehen: „Alphakurse“, Kirchenkaffee (Talkrunden z. B. zur neuen Sozialenzyklika, Begegnungsraum nach Gottesdiensten), Bibelwochen, Bibelerzählabende, Gottesdienste in neuen Formaten), Familiengottesdienste, Kinderkirche und Familiensonntage. In der Sitzungsvorlage bezieht Bürgermeister Bernd Clemens Stellung und sieht die Fördervoraussetzungen entsprechend der Förderrichtlinien der Gemeinde als gegeben an. „Das Zirkuszeltprojekt hat ein Alleinstellungsmerkmal, es ist einzigartig und bietet die Möglichkeit, sich von anderen Kommunen abgrenzend nach außen zu kommunizieren und zu vermarkten.“

Zirkus sei ein Kunstgenre, das für Kinder und Jugendliche eine besondere Attraktivität und Faszination besitzt und einen idealen Spielraum zur Persönlichkeitsentwicklung biete, so Clemens weiter. Mit der Möglichkeit, Konzerte und Events von heimischen Vereinen, Kleinkunstveranstaltungen sowie Veranstaltungen im Kulturprogramm der Gemeinde Wenden durchführen zu können, werde das Zirkuszelt unter anderem zu einer kulturell geprägten Einrichtung.

Zuschüsse von verschiedenen Institutionen

Die KOT rechnet insgesamt mit Kosten von rund 138 000 Euro. Enthalten sind auch die Herrichtung des Geländes sowie Kostüme und Zirkusmaterial. Neben dem Zuschuss der Gemeinde fließen knapp 20 000 Euro an Eigenleistung, eine Spende der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen in Höhe von 10 000 Euro, Zuschüsse vom Landschaftsverband (ca. 4500 Euro) und vom Kreis Olpe (rund 4000 Euro) ein. Und das Erzbistum Paderborn überweist 50 000 Euro aus dem Fonds „Innovative Projekte“.

KOT-Leiter Andreas Stein erklärte in den Vorberatungen im Sport- und Kulturausschuss, dass keine 40 bis 50 Veranstaltungen im Jahr geplant seien. „Es sollen kleine, aber feine Veranstaltungen werden. Wir können so etwas wie den Olper Kultursommer nach Wenden holen.“

Die SPD-Fraktion begrüßte und lobte zwar das Projekt, sieht aber in der Förderung einen Widerspruch zu den Förderrichtlinien. Ihrer Ansicht nach wären nur 20 000 Euro förderfähig. Der SPD-Antrag, nur 20 000 Euro zu zahlen und die anderen 30 000 Euro als Corona-Hilfe an Vereine auszuzahlen, fand in den anderen drei Fraktionen keine Unterstützung.

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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